Alimatha
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Ein weiterer Neuzugang, w, 38 Jahre, 2 Kinder
Vor 10 Monaren lernte ich meinen vermeintlichen Traummann kennen. Er war zwar erst seit drei Wochen von seiner Ex-Freundin getrennt, doch er schien schon alles gut verarbeitet zu haben.
Schon bald erzählte er mir von seinen Depressionen und Angstattacken, welche aber medikamentös gut eingestellt waren. Im Umgang mit ihm fiel mir immer wieder auf, dass er relativ kalt war, und selten über Gefühle sprach. Allerdings suchte er körperlich dauernd meine Nähe, er hatte dauernd mindestens eine Hand oder einen Fuss bei mir. Leider nahmen mit der Zeit seine Ausraster zu, und dies wegen Kleinigkeiten. Er hatte auch oft ein verletzendes und respektsloses Verhalten mir gegenüber. Darauf abgesprochen meinte er jeweils, er sei eben ein Ar., und er sei stolz darauf.
Das Zusammensein mit seinen zwei Kindern klappte hingegen wunderbar, wir waren oft eine harmonische kleine Grossfamilie. Er sprach oft vom Zusammenziehen, von einem gemeinsamen Leben mit mir und meinen Kindern.
Diskussionen gaben jedoch seine "Kolleginnen". Obwohl er mit sämtlichen schon Sex hatte, bestand er immer wieder auf gemeinsame Abende mit ihnen, natürlich ohne mich. Ich war darüber nicht erfreut, er sagte jedoch immer, er werde für mich nichts aufgeben. Und es sei doch toll wenn er sich jeweils an diesen Frauen aufgeile und er dann zu mir nach Hause käme.
Gegen Ende verschlechterte sich sein Gesundheitszustand drastisch. Er konnte weder sich noch seinen Kindern mehr richtig schauen. Ich sprang immer mehr ein, erledigte den Haushalt, die Kinderbetreuung. Bis es nicht mehr ging. In der Klinik dann die Diagnose: manisch-depressiv. Auch dies wollte ich zusammen mit ihm durchstehen. Obwohl er mich seit Klinikeintritt wie Abschaum behandelte. Und doch stellte er mich den Psychologen als geliebte Lebenspartnerin vor, erzählte von gemeinsamen Lebensentwürfen. nur um mich einen Tag später mit den Worten zu verlassen, er wolle nicht mehr. Er brauche eine Frau die null eifersüchtig sei, ihm alle Freiheiten der Welt gebe. Dies, nachdem er in der Manie zugegeben hat, in seinen Beziehungen nicht immer treu gewesen zu sein.
Nun stehe ich da, und frage mich, was ich hätte besser machen können. Ich habe alles für ihn gegeben, nie eine Szene gemacht. Aber hie und da meine Meinung gesagt. War dies zuviel?
Danke fürs Lesen!