Fraunichtschlau
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mich interessiert es sehr. Vier Monate nach meiner ersten großen Trennung (er 32, ich 28, drei Jahre Beziehung) und Semi-KS (mal drei Wochen, mal ne Woche,....) stelle ich fest: mach dir keine Hoffnungen mehr, er will nicht. Er hat sich getrennt, weil es "sich nicht mehr richtig anfühlt" (er war noch nie ein Mann großer Worte... bzw. überhaupt vieler Worte). Keine Gefühle mehr, keine Freude mehr, etc. Ich habe es ihm auch sehr einfach gemacht. Meine Worte waren voller Stolz getränkt "Ja, dann trenn dich doch". Zack, passiert. Er fühlt sich sehr gut damit und war losgelöst und frei. Gratulation. Ich war hinüber.
Nun, jetzt vermute ich sogar, dass er vielleicht eine Neue hat und trotzdem erwische ich mich bei dem Gedanken "das letzte Wort ist noch nicht gesprochen". Ganz häufig tröste ich mich mit Fantasien a la Hollywood. Wer weiß, vielleicht meldet er sich noch? Vielleicht wird er es irgendwann mal richtig bereuen? Vielleicht muss ich einfach um ihn kämpfen? Ihm meine Liebe mehr beweisen? Diese Gedanken trösten mich in der dunkelsten Stunde, wenn ich einfach nicht mehr weiterleben will (nicht mehr weiterleben= die Summe ALLER Dinge, also nicht nur die Trennung, sondern auch andere Baustellen im Leben).
Wir haben öfter mal telefoniert und auch länger. Aber nachdem wir mal eine Stunde lang telefoniert haben, hat er direkt beim nächsten Treffen "um weniger Kontakt" gebeten, und zwar aus dem Grund des "Selbstschutzes" (helft mir mal kurz, das bedeutet doch so viel wie: du bist mir wieder zu nah gekommen, das will ich ja eigentlich nicht. oder?). Bei meiner Frage, ob er den Kontakt abbrechen will, hat er den Kopf geschüttelt und ich hörte nur so was wie "Nein, nein, das mein ich nicht. Das muss es ja nicht sein".
Somit merke ich nach vier Monaten, dass es keinen Sinn mehr macht zu hoffen. Alle Zeichen von seiner Seite sprechen dagegen. Aber trotzdem ist da noch die kleine Stimme, die in meinem Kopf sitzt und die ganze Zeit sich Hoffnungen macht. Wie werde ich die los?
Ich habe Angst verrückt zu werden. Wisst ihr, eine Person, die es nicht begreift, dass der Zug schon längst abgefahren ist und immer noch bei facebook stalkt oder jedes Zeichen überinterpretiert....
Muss ich vielleicht ihm gegenüber komplett ausrasten und meine Wut rauslassen (die Wut darüber, dass er nach drei Jahren die Beziehung ohne vernünftige Erklärung beendet hat)? Das habe ich noch nicht getan (wegen dieser blöden Hoffnung, in der Wut ist man ja schließlich "nicht zusammen"). Will ich eigentlich auch nicht, da ich einfach noch viel zu viel für ihn fühle.
Freunde sagen immer wieder "du bist zu sehr in seinem Kopf". Das stimmt auch, ich gehe gerne stundenlang in seinem Kopf spazieren. Ich versuche alles zu analysieren und zu begreifen... aber wahrscheinlich auch nur aus der Hoffnung heraus, vielleicht doch noch ein Zeichen zu finden. Wie ein Detektiv der nach den Spuren sucht um den Mörder schließlich zu finden.
Wann hört die Hoffnung auf?