Klärchen
Gast
Ich verzweifele so langsam. Meine wirklich große Liebe hat mich Anfang Juni sehr überraschend verlassen. Er "liebt mich nicht genug". Wir hatten keinen streit und keine Krise oder so. Mich hat das echt umgehauen. Danach hat er emotional total zu gemacht, ist mittlerweile ausgezogen.
Mir ging es zunächst wahnsinnig schlecht. Nach ein paar Wochen habe ich mich aus diesen tiefen Loch heraus gekämpft, viel unternommen, unseren gemeinsam geplanten Urlaub mit einem guten Freund gemacht, etc. Es gab durchaus auch wieder Tage, an denen es mir gut ging. Ich habe nette Männer kennen gelernt, hatte ein paar ONS und aktuell auch eine nette, lockere Affäre (NICHT mit einem verheirateten/vergebenen Mann).
Trotzdem hört diese tiefe Traurigkeit nicht auf. Ab und zu sehen wir uns, weil noch was zu klären ist, er noch was abholt, auf der Straße, etc. Das haut mich jedes Mal wieder um. Ich liebe ihn noch sehr. Und ich begehre ihn noch sehr. Und auch, wenn wir uns nicht sehen, denke ich jeden Tag so oft an ihn. Es vergeht kaum ein Abend, an dem ich nicht weinen muss. Manchmal sogar einfach so mitten am Tag.
Ich funktioniere wieder ganz gut. Aber ich bin nicht mehr die selbe. Und ich habe Angst, dass diese Trauer, dieses Gefühl des Verlustes, aber vor allem auch die Liebe zu ihm, nie aufhören. Es ist, als wäre mein ganzes Leben von einem Grauschleier belegt. Klar, ich lebe noch. Aber ich kann es nicht mehr genießen.
Er fehlt mir so sehr. Da ist ein großes Loch und ich habe keine Ahnung, wie das jemals gefüllt werden sollte. Auch jetzt, beim Schreiben, kommen mir schon wieder die Tränen. Ich bin wirklich verzweifelt.
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