Es gibt in der deutschen Sprache eine Redewendung "jemanden dort abholen, wo er steht".
Für mich heißt das, auch wenn jemand in´ner destruktiven Situation steckt und sich in Teilen destruktiv verhält, dessen konstruktive Gedanken hervorzuheben und zu fördern.
Die waren hier durchaus da:
Zitat von Antje0511:Dass das nicht richtig war sagte ich bereits, und weil es mir nicht gelungen ist es zu verändern bin ich gegangen. Nach 2! Wochen. Wo ist das destruktiv?
Richtige Richtung, nachdem sie´ne Verhaltenseränderung an sich und ihm bemerkt, zieht sie die Reißleine. Da hab ich selbst ehrlich gesagt länger gebraucht.
Zitat von Antje0511:Ich ziehe durchaus auch alles in erwägung. Dass er zu feige für eine entscheidung ist, dass er nie vorhatte sich zu trennen. Nur eines nicht. Dass er keine gefühle für mich hat und sie heiss und innig liebt...
Die Möglichkeit des kompletten Scheiterns ihrer Verbindung, hat sie auch mit der gezogenen Reißleine im Blick. Finde ich gut.
Zitat von Antje0511:Ich bin ja schon gegangen. Allerdings gab es mal seinen wunsch es allein zu probieren. Wenn er es nicht schafft, nichts mehr kommt, werde ich mich im stillen verabschieden weil jeder kontakt altest aufreissen könnte und ich schaffe das nicht nochmal.
Eine durchaus gute und gesunde Einstellung falls der Fall eintritt, dass die Verbindung mit ihrer Entscheidung sich zurückzuziehen tatsächlich endet.
Zitat von Antje0511:Im grunde habe ich nichts zu verlieren. Ich liebe ihn, ich habe kinder, ich bin 35 und damit jung genug eine zeit zu warten, es zu verarbeiten und vermutlich trotzdessen nicht allein sterben zu müssen.
Ihn zu verarbeiten wird sowieso dauern.
Ebenso hier: Kommt es zum Komplettabbruch, liegt das Augenmerk bereits präventiv darauf, was sie trotz der verlorenen Bindung noch hat.
Zitat von Antje0511:Drama ist bei einer affäre doch vorprogrammiert. Keine ahnung wie andere leute sind, aber ich habe durchweg ein schlechtes gewissen, seiner frau, ihm und mir selbst gegenüber gehabt. Ebenso wie er.
Hier wurde zwar von beiden´ne Grenze zunächst deutlich überschritten, aber im Gegensatz zu vielen anderen, die hier schreiben, hat das Gewissen dann doch recht zügig eingesetzt.
Zitat von Antje0511:Allerdings kann ich eben nicht die affäre sein während er das regelt, würde aber gern warten um ihm die möglichkeit zu geben den fairen weg zu gehen. Ob er es wirklich tut, steht auf einem anderen blatt.
Kluge Entscheidung und ebenfalls vernünftiger als anderes, was man hier an einigen Stellen zu lesen bekommt.
Zitat von Antje0511:Ausgeliefert sein fällt mir schwer. Nun bin ich es nicht mehr durch meine entscheidung aber ich nehme mir noch etwas zeit zu hoffen und gebe sie ihm damit auch.
Völlig legitim.
Zitat von Antje0511:Also entweder kommt er getrennt oder mit einem plan oder er bleibt und das ganze war der beginn es abzuschliessen.
Ich denke, dass man kaum zu einem klaren gedanken kommen kann wenn von zwei seiten an einem gezogen wird. Also ziehe ich jetzt nicht mehr.
Eigene Dämlichkeit erkannt und zurückgerudert.
Alles durchaus konstruktive Gedankengänge, neben den inneren Traumlandschaften. Man kann durchaus auch solche Sachen aufgreifen, dort ansetzen und deren Bewusstmachung fördern, erst recht, wenn man merkt, dass man mit der gewohnten Taktik auf Granit beißt.