Du hast wohl ein großes inneres Thema: malgendes Selbstgefühl, innere Unsicherheit, Angst vor Zurückweisung und vor dem Verlassen Werden, Angst etwas falsch zu machen.
All diese Komponenten gehören zusammen und sorgen dafür, dass Du kein stabiles Selbstbeewusstsein hast und daher innerlich reagierst, was Dir ungute Gefühle und Ängste beschert.
Doppwlvwlixhrunf mwnr wohl, dass diese Mechanismen ihren Urprung wo anders haben und auf Beziehungen übertragen werden. Diese Muster sind in Dir angelegt und wurden wie Du ja bereits erkannt hast, schon in der Kindheit ihren Ursprung. Eine schlechte Mutterbindung ist immer eine Bürde, die man ins Erwaschsenenleben importiert und dann auf Beziehungen überträgt. Wenn Mama schon nicht richtig für mich da war, wer kümmert sich denn überhaupt um mich? Wenn Mama mich schon nicht richtig lieb hatte, dann hat mich eh keiner lieb.
So empfindet das Kind uns es fühlt sich schlecht. Nicht angenommen zu werden schafft kein gutes Selbstwertgefühl, sondern schürt innere Ängste.
Was du als Kind erfahren hast und hinnehmen musstest, das beeinträchtigt Dich jetzt auch. Nimm das so hin. Du bist da nicht Schuld dran, sondern warst ja machtlos und ausgeliefert wie es Kinder nun mal sind.
Es könnte Dir helfen Dir klar zu machen, dass das ja nur ein Nachleben alter Muster ist und für die jetzige Beziehung keine Relevanz hat. Du hast das sozusagen so "gelernt" und verinnerlicht und es wird Dich jetzt quälen und auch künftig. Akzeptiere dass es so gewesen ist, aber dass Dir das nicht Dein Beziehungsleben versauen muss und auch darf.
Ich denke, Du hast da auch Probleme mit dem Selbstwertgefühl und hast oft Angst, nicht gut genug zu sein. Logisch ist dir klar, dass es unsinniig ist, aber gegen innere Muster kommt man nicht mit dem Verstand an. Lerne Dir zu sagen, dass Du völlig in Ordnung bist, dass Du ein ausgesprochen empathischer und liebevoller Partner bist, der großes Interesse an seiner Freundin hat. Wie lernt man das? Nur durch Übung, indem man sich selbst beisteht und sich immer wieder selbst versichert, dass man gut ist wie man ist.
Selbstwertgefühl aufbauen und Selbstakzeptanz üben. Das braucht seine Zeit und es bräuchte auch positive Erfahrungen.
Wenn Du das nicht angehst, wird es Dir bleiben und womöglich einen Klammerreflex auslösen, der eine Partnerin einengt und vertreibt.
Hat sie morgen keine Zeit, dann suche Du Dir auch was, was Dir Spaß macht und triffst Dich mit Udo oder Bernd und treibst Sport oder gehst einem Hobby nach. Das hilfft dann auch, weil Du eben nicht trübsinnig daheim sitzt und Dich fragst, warum sie nicht permanent Zeit für Dich hat.
Menschen mit einem Bindungsproblem suchen sich oft unbewusst Partner, bei denen sie das Urproblem aus der Kindheit nachleben können. Die Seele ist verletzt und kann sich da nicht selbst helfen und dann schickt sie Dich in sich manchmal wiederholende Beziehungsmuster, weil die Seele immer hoftt, dass dieses Mal das Trauma aufgelöst wird und ein Happy End kommt. Wenn man aber Partner sucht, die einen oft ins Abseits stellen und vlt, die kalte Schulter zeigen, ist das nächste Scheitern vorprogrammiert.
Ich kenne das alles von mir. Verlustängste, alles auf dei Goldwaage legen, Angst nicht gut genug zu sein und an Boden zu verlieren waren immer wieder ein Thema, mit dem ich nicht klar kam.
Irgendwann habe ich dann konkrete Zusammenhänge mit meiner Kindheit feststellen können und dann begriffen, dass ich das Ursprungsproblem angehen muss und das geht nur durch Arbeit an sich selbst.
Wenn sie morgen Abend was anderes macht - freu dich für sie. Freu Dich, dass sie Freunde hat, dass sie Hobbies hat, dass sie vielseitig interessiert ist, denn das kommt ja auch dir zugute. Und wenn sie morgen mit ihren Mädels ausgeht, freut sie sich eben an einem anderen Tag wieder verstärkt auf Dich.
Sie ist nicht Deine Mutter und sie kann das innere Muster bei Dir nicht sozusagen überschreiben. Es ist immer Deine Angelegenheit, mit Deinen Defiziten umgehen zu lernen. Man kann sich selbst helfen, wenn man es will. Immer wenn es Dich wieder piesackt, sage Dir, das sind die uralten Kobolde, die mir wieder einflüstern wollen, dass sie mich nicht genug liebt. Sperr die inneren Biester in einen Schrank und lass sie dort maulen. Sie haben nur ein Ziel: Dir einzureden, dass Du nicht gut genug bist, weil es immer schon so war und dass Du scheitern wirst.
Dann hast Du die klassische sich selbst erfüllende Prophezeihung: ich wusste doch, dass es auch dieses Mal nicht gut läuft!
Die aber hilft Dir gar nichts, außer dass Du wieder eine auf den Deckel gekriegt hast.
Evt. wäre es gurt, da nochmals Hilfe zu suchen und in Anspruch zu nehmen und sich auch durch eine Behandlung zu quälen, denn das tut weh. Und hör auf, Dir einzureden, dass Deine Kindheit normal war. Nein, war sie nicht. Deine Mutter konnte dir nicht die Liebe geben, die Du gebraucht hättest.
Daher ist es jetzt an Dir, Dir selbst die Liebe zu schenken, die nötig ist.
Eine Beziehung ist was Wunderbares, wenn man den Anderen sein lassen kann, ihn so akzeptiert wie er ist und ihm auch Freiraum zugestehen kann, ohne schlechte Gefühle zu haben. Wenn Dir das gelingt, wirst Du Dich besser fühlen und eine Absage ihrerseits wirft Dich nicht gleich wieder aus der Bahn des Wohlbefindens.
Sie ist nicht für Dein Wohlbefinden zuständig, aber Du bist es. Arbeite an Dir und es wird leichter werden.
Und glaube nicht, dass Du das in zwei Wochen schaffst. Du musst da kontinuierlich dran bleiben und Dich selbst prüfen. Ich fühle mich nicht gut, weil ... und das ist so, weil es schon immer so war. Dann akzeptiere die Gefühle und nimm Dich selbst an die Hand: Moment, das ist erlernt, aber das kann ich auch umlernen und umprogrammieren. Was damals war, muss mich heute nicht mehr beeinträchtigen.
Ich stellte mir immer so boshafte kleine Kobolde vor, die mir immer wieder sagten: Du bist nicht gut genug, Du hast Angst, andere sind besser als Du. Wir haben es Dir schon immer gesagt, hähä!
Ich habe sie dann immer weg geschickt und mir gesagt: Weg mit Euch, ab in den Schrank und Schlüssel umgedreht. ihr werdet mir mein Leben nicht mehr vergällen. Ich bin prima, wie ich bin.
Jeder muss da seinen eigenen Weg finden. 'Sei mal ein wenig kreativ und überlege Dir, ob Du Dir mit so was helfen kannst.
Diese Frau ist nicht Dein Lebensinhalt. Wenn es gut mit ihr läuft, dann ist es erfreulich. Wenn nicht, dann geht Deine Welt auch nicht unter.
Wer sich selbst untergräbt, hat oft das Gefühl, ich investiere mehr als sie. Das muss aber nicht stimmen. Sie bewahrt nur mehr Selbstständigkeit und dann kommt es Dir so vor, als ob Du mehr gibst als sie.
begonie