Zitat von Lou01:Das klingt so vorwurfsvoll, niemand kann etwas für seine Gefühle.
Gefühle kommen und gehen, das werfe ich niemand vor. Es ist der rücksichtslose Umgang damit, der mich stört.
Denn man ist ja nicht allein in dieser Welt und auch andere Menschen haben Gefühle. Die eigenen rechtfertigen jedenfalls nicht, dauerhaft bewußt in Kauf zu nehmen, daß man andere Menschen so todunglücklich macht, bis sie schließlich entweder ernsthaft erkranken oder völlig verbittert sind, wenn sie schließlich gehen - manche Betrogene fühlen sich dermaßen verängstigt und enttäuscht, daß sie sich nie wieder für die Liebe öffnen können und werden.
Im Grunde setzen Betrüger die Betrogenen einer psychischen Folter aus, die zu lebenslangen Schäden führen kann, wenn man das mal nüchtern betrachtet. Und ja, ich weiß, daß man sie dafür nicht anzeigen kann. Ist auch o.k. so, bin droh, daß wir nicht in einem Land leben, wo man sie dafür steinigen lassen könnte.
Moralisch gesehen läßt sich sowas jedoch
nicht einfach mit dem "Argument" wegwischen, man habe eben "beide geliebt" und "sich nicht entscheiden können".
Zitat:Doch man kann etwas tun ausser einer offenen Beziehung und sich auch wenn es schwer fällt für einen entscheiden
Stimmt. Da hatte ich Lou1 im Hinterkopf, als ich das schrieb:
Zitat von Lou01:aber für viele und es ist nunmal so das man tatsächlich zwei Menschen lieben kann und es deshalb so schwierig ist klar zu entscheiden.
Deshalb war ich schon einen Schritt weiter.
Zitat:Ich meine nur weil der eine Partner keine Lust mehr auf Intimität hat soll der andere darauf verzichten? Nein das kann man nicht verlangen.
Verlangen kann man alles, ob man es bekommt, ist ein anderer Kaffee.
Zwar ist 6uelle Unlust oder eine schwerkranke Hauptbeziehung die Standardausrede Nr. 1 für Affairenmenschen, die sich als edle, aufopfernde Ritter zu gerieren und gleichzeitig den perfekten Grund suchen, warum sie sich keinesfalls von ihrem bisherigen Leben trennen können. Insofern ist sie auch mit sehr viel Vorsicht zu genießen.
Aber so der Sachverhalt denn tatsächlich zutreffen sollte, bin auch ich der Meinung, daß jemand, der keine Lust auf partnerschaftlichen Intimverkehr mehr hat (wofür es handfeste, gute Gründe geben mag), die Größe besitzen sollte, das Gespräch mit dem Partner zu suchen und ihm eine zumindest 6uelle Öffnung der Beziehung anzubieten, damit er seine natürlichen Bedürfnisse weiterhin stillen kann.
Auch das kann Liebe sein. Und es deckt sich mit dem, was ich weiter oben schrieb, von wegen daß sie eben nicht nur auf die eigenen Bedürfnisse achtet - in ihrer wahren Form jedenfalls.