Zitat von clumsy: Diese Entscheidung raus aus der Fakewelt und rein die reale eigene Welt ist eine Reise zurück zum Ich.
Das hast du sehr schön gesagt! So siehts wirklich aus. Die Metapher mit dem Raum, ist übrigens auch eine sehr schöne Metapher.
Zitat von clumsy: Ich war auch sicher nicht süchtig danach, andernfalls würde es mir jetzt nämlich fehlen. Und das hat es noch keine Sekunde, ganz im Gegenteil.
Ja, wenn man erstmal merkt, wie befreiend es ohne all das ist, fehlt es einem irgendwie auch nicht mehr. Ähnlich ist auch meine Erfahrung. Wie ein Stein, der einem vom Rücken fällt, der einen daran gehindert hat, richtig tief durchzuatmen und sich frei zu fühlen. Das mit der Fußfessel, wie du es nanntest, passt auch perfekt. Es ist wirklich wie eine unsichtbare Fessel.
Zitat von clumsy: Dieses Social-Media-Gedöns war eher sowas wie eine Fußfessel, für die ich anfangs noch gute Gründe gesehen habe, die mir aber irgendwann zur Belastung wurde und ich habe nicht erkannt, was genau mich alles belastet
Was auch noch zu den großen Stressoren gehört, sind die Nachrichten, in jeglicher Form, finde ich. Ob man sie nun bei Facebook oder in der Zeitung liest, im Tv oder im Radio hört oder oder. Ich habe mir das fast komplett abgewöhnt und es lebt sich so viel leichter.
Ich habe vor ner Zeit mal eine Bekannte mit all dem angesteckt. Sie hat sich immer ohne Energie gefühlt und total belastet, wusste aber nie so wirklich weshalb genau. Ihre erste Erfahrung war auch die, ohne soziale Medien, die wir gemacht haben. Die erste Last die von ihren Schultern fiel. Irgendwann hat sie sich allgemein abgewöhnt auch Nachrichten zu gucken und allgemein diese vorverurteilenden, teilweise manipulativen Serien im Tv und es ging ihr super. Sie war wieder viel belastbarer, fröhlicher, mit mehr Energie und auch weniger rastlos im Inneren. Klar, hat sie nebenbei auch trotzdem genug mitbekommen. Die Menschen unterhalten sich ja darüber, was so passiert, aber diese Gespräche mit ihren Mitmenschen, haben ihr ausgereicht. Bis sie mir dann eines Tages von ihrer Erfahrung berichtete, dass sie den Tv nach längerer Zeit zum Nachrichten schauen eingeschaltet hat und sie plötzlich von den ganzen negativen Dingen so überflutet wurde, dass sie sich da vollkommen reingesteigert hat und sie sich teilweise die schlimmsten Szenarien ausgemalt hat, die in der Zukunft passieren könnten. Ihr gings auf einen Schlag total kake und sie hat das sofort wieder gelassen.
Ich muss dazu erwähnen, dass sie allgemein ziemlich sensibel ist und zusätzlich will ich noch erwähnen, dass man natürlich die Augen nicht komplett verschließen sollte, vor Dingen die existieren. Allerdings bin ich der Meinung, dass egal ob man sensibel ist, oder nicht, all die negativen Dinge in unser Unterbewusstsein eindringen und sie uns, manchmal sogar ganz unbemerkt, belasten, ob man will oder nicht. Zudem empfinde ich die Berichterstattungen zum Teil höchst manipulativ.
Ich für meinen Teil kann für mich selbst sagen, dass es sich viel besser ohne all das lebt.
Ab und zu mal ein spannender Film, ne Serie, der ein oder andere Besuch im Kino oder sowas, reichen mir völlig aus. Alles andere brauche ich in meinem Leben nicht. Einfach zu viel Negativität.
Bevorzugen würde ich dennoch immer wieder ein gutes Buch
😝Zitat von clumsy: Aber dieser ganze Bereich der Beschäftigung mit den Dingen, die einen glücklich machen, der kam in den letzten Jahren so kurz und staubte ordentlich ein, verdunkelte sich zunehmend und was ich sah, darauf hatte ich oft keine Lust.
Das glaube ich dir aufs Wort.
Zitat von clumsy: Wenn man weiter in diesem Bild bleiben möchte, habe ich quasi durch das Ablegen der Fußfessel weiter in diesen Raum hineingehen können. Ich konnte die Vorhänge beiseite schieben, das Fenster weit öffnen, Luft und vor allem Licht reinlassen.
Fühlt sich unglaublich frei an, oder?! Plötzlich atmet man wieder vollkommen durch und nimmt viel mehr wahr. Perfekt!
Zitat von clumsy: Kennst Du das, wenn man eine alte Kiste entdeckt, die man vor vielen Jahren mal gepackt und weggestellt hat?
Jaa, das kenne ich! Ein richtig schönes und spannendes Gefühl und ebenfalls ein super Vergleich mit deiner Raum-Metapher.
👌🏼Da bekomme ich jetzt glatt Bock, mal die alten Erinnerungen durchzustöbern.
😬