Zitat von Angestellte88:Man sollte niemals über Menschen urteilen, in deren Schuhen man nicht gelaufen ist.
Wenn du selbst nie in solch einer Situation warst, hast du nicht das Recht darüber zu urteilen.
Du kannst deine Meinung haben und sie auch äußern, aber du wirst dich niemals in die Gefühlslage hinein versetzen können.
Es ist schrecklich was da mit einem passiert. Was meinst du wie viele in so eine "Beziehung" geraten ohne zu wissen wie ihnen geschieht und dass das OdB bereits liiert oder gar verheiratet ist.
Ich habe im eigenen näheren Umfeld direkt miterlebt, was mit einem Menschen passieren kann der jahrelang betrogen wurde. Die betreffende Ehefrau wurde vom Ehemann pathologisiert, sprich er hat sie als "krankhaft eifersüchtig" bezeichnet und hat es lange Zeit immer wieder geschafft es so hinzubiegen, dass sie ihm geglaubt hat. Irgendwann hat sie Gott sei Dankl die Notbremse gezogen und sich konsequent getrennt - total abgemagert und mit den Nerven am Ende. Für mich ist es unbegreiflich wie man einem Menschen, den man vorgibt zu lieben so extremes Leid antun kann und dann ganz entspannt mit einer anderen zu Gange ist.
Muss ich das wirklich selbst erlebt haben, um darüber urteilen zu können? Ich habe in über 40 Jahren - soweit mir bekannt ist - noch nie etwas mit einem gebundenen Mann gehabt, egal wie heiß ich ihn fand. Wozu auch? Was bringt mir das? Einerseits habe ich keinen Lust auf einen untreuen Mann, andererseits möchte ich weder die Ehefrau oder wohlmöglich Kindern den Mann/Vater nehmen. Es gibt genug Singlemänner. Da muss ich einfach was warten und erspare mir und anderen den ganzen Mist.
Jeder Mensch hat in der Regel ein gesundes Hirn und die Gabe sich vorher zu überlegen, was eine Affäre bei anderen Menschen für Leid verursacht. Was kann so ein Verhalten denn rechtfertigen? Die "große Liebe"? Man hatte "seine Gefühle nicht unter Kontrolle"?
Man hat seinen "Seelenverwandten" getroffen?
Mitnichten.
Menschen, die zu wahrer Liebe fähig sind, schützen ihre Liebsten. Die würden niemandem so etwas antun. Die sind in der Lage Entscheidungen zu treffen, reinen Tisch zu machen. Und leben ihr persönliches Glück nicht auf Kosten anderer aus.
Ist es denn so schwer sich mal zusammenzureißen, vernünftig zu handeln und nicht gleich einzuknicken wenn irgendein "treusorgender Familienvater, der nur noch "auf dem Papier" verheiratet ist" einem Honig um den Mund schmiert?
Da ist es eben einfacher sich als das Opfer hinzustellen... "Ich konnte nichts gegen diese großen Gefühle tun" und das ganze bla bla.
Wenn man sich mal richtig verknallt denkt man immer es wäre die einzige und große Liebe. Wenn derjenige dann wirklich Schluss macht, begreift man 3 Monate später gar nicht mehr wie man sich auf so einen Idioten hat einlassen können. Und wiederum 3 Monate später kommt die nächste "große Liebe".
Wenn man in eine Affäre unfreiwillig "hineingelogen" wird, kann man ebenso wenn man sich dessen bewusst wird, gehen.
Die TE hat glücklicherweise eingesehen, dass Affären nichts Gutes bringen. Und da die EF ihrem Mann sowieso nicht vertraut und anscheinend fieberhaft nach Beweisen für seine Untreue sucht, würde ich vielleicht auch was sagen.