Zitat von Memyself:Niemand ist schuld betrogen worden zu sein, die Schuld allein trifft den Betrüger. Diesen zu schonen, zu schweigen, und sich zu schämen für etwas das einem angetan wurde ist falsch und befähigt den Betrüger nur ungeschoren weiter zu machen.
Nicht ganz, wenn man es neutral betrachtet. Die Hauptschuld hat der Betrüger, keine Frage, weil er den ersten Schritt zum Betrug macht. Der Ehepartner wird hintergangen.
Der Affärenpartner hofft, wird hingehalten und früher oder später, wenn es nicht so läuft wie erhofft/gedacht, auch belogen. Vielleicht auch schon früher, je nachdem, was der Verursacher bezweckt (etwas nebenbei laufen haben oder sich tatsächlich einen neuen Lebenspartner suchen und Ehepartner verlassen).
Nur hier kommt jetzt die Krux: Die absolut fairste Vorgehensweise wäre gewesen, wenn sich der Betrüger
vor der Affäre von dem Ehepartner getrennt hätte und dann auf die Suche gegangen wäre. Dann wären Betrügen/Lügen nicht notwendig und alle Parteien hätten zumindest die Wahrheit vors Gesicht bekommen. Aber je länger eine Affäre andauert und der Affärenpartner mitbekommt, wie der Ehepartner des Affärenpartners belogen wird, so macht sich doch der andere mitwissende Affärenpartner mitschuldig am Lügen, weil er/sie weiß, dass da ein Ehepartner der eigenen Affäre belogen/betrogen wird.
Und spätestens da endet für beide Affärenpartner die Wahrheit, weil sie
beide bewusst lügen.
Würde unser Herz nicht Kaspertheater mit uns spielen und Intuition und Gefühle hinter Rationalität und Vernunft setzen, würde kein Mensch eine Affäre mit einem verheirateten Menschen beginnen. Wie Pan666 schon sagt: Alle Beteiligten leiden.
Daher besser nie mit einem gebundenen Menschen zusammen gehen. Aber ich befürchte, das ist leichter gesagt als getan, sonst gebe es dieses Forum nicht. Nur was ist wichtig/richtig: Liebe, Schmerz und Wahrheit oder Illusion, Lug und Betrug? Ich bin froh, diesbezüglich keine Entscheidungen treffen zu müssen und stelle mir diese Situationen sowohl für die TE als auch alle anderen User hier, die gleiches o.ä. erlebt haben, egal welche Position sie dabei vertreten, sehr schwer vor.
Ich schlage vor, niemand haut auf den anderen rauf, denn jede Geschichte hat ihren eigenen Hintergrund, Verlauf etc., es ist sehr persönlich, sehr individuell. Kann ich aber nur neutral in den Raum stellen, weil es mich nicht persönlich betrifft. aber bei so viel Leid, Kummer und Schmerz bringt es niemanden etwas , noch Öl ins Feuer zu gießen. Dann lieber Tipps geben, seine Meinung vertreten und gut ist.