dochas
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ich weiß das ich die freiheit habe, mich hier vielfältig zu äußern - solange ich dem verantwortlich nachgehe, ist es mir auch recht so.
aber wenn ich anfange für beispielsweise 20 leute stellvertretend sozusagen ein produkt zu bewerben, gleichzeitig darauf poche, das alle anderen sich irren, wenn ich sie dafür nicht gewinnen kann,dann ist etwas grundsätzlich falsch an meiner intention.
zu deiner frage, warum es sich unnötig schwer machen ? - warum denn nicht ? ist schwer denn immer falsch ? wer entscheidet, das etwas unnötig ist, oder eben schwer ? meist doch der betroffene.
ich muß im übrigen garnicht zwangsläufig aus dem lager der hoffenden kommen, um mir dinge leicht oder eben schwer zu machen. ich kann ein völlig hoffnungsloser fall sein und dennoch glück haben - andere reden dabei auch von schicksal.
es wird hier häufig in die richtung argumentiert, das man sich irgendwie etwas nehmen würde, verbautes leben und glück scheinen immer zwangsläufig einherzugehen, mit der vorstellung, das man sich dem neuen nicht öffnen würde und deshalb unweigerlich dazu verdammt wäre, ein ewig gestriger nach vergangenem glück dürstender unglücksrabe zu sein. ich halte solche überlegungen für prinzipiell nicht falsch. weiterführende - wie du so schön sagst "abstraktere" denkweisen können jedoch nicht schaden. meine idee dahinter ist folgende. wenn ich etwas mir unschätzbar wichtiges verloren habe, dann könnte es sein, das ich es für die richtigere entscheidung halte, danach zu suchen und wenn die suche lange, sehr lange dauert, kann ich und zwar nur ich irgendwann entscheiden ob ich immer noch nach dem unschätzbaren weitersuchen mag, oder aber es mir "sinnvoller" erscheint, nach etwas anderem unschätzbaren ausschau zu halten. selbst meine eigene entscheidung ist kein garant dafür, das ich glücklich, oder unglücklich werde - wenn es so wäre , bräuchten wir uns die köpfe und herzen nicht zermartern. also darf ich weiterspinnend schreiben - wer ewig festhält macht nichts "falscher" oder "richtiger", er macht es eben nur anders. es könnte ja sogar sein, das derjenige der sich dem vermeintlich "neuen glück" versperrte, am ende mit dem alten glücklicher dasteht, als derjenige, der es garnicht so lange versuchte und sich irgendwann in der dargebotenen glückslostrommel bediente
lieben gruß - dochas