ich würde auch gern ein paar gedanken zu dem thema loswerden:
das mit einsamkeit ist so ne sache..
ich glaub für mich ist einsamkeit eine art geisteshaltung, eine art denkrichtung..
fakt ist: in einer glücklichen beziehung war ich nie wirklich einsam, auch wenn der partner gerade nicht physisch bei mir war
ich hatte das gefühl auch wenn er sich gerade an einem anderen ort befindet, es gibt jemanden auf den ich mich zu 100% verlassen kann, der immer für mich da ist, den ich zu jeder uhrzeit aus dem bett klingeln kann

ich war also nie wirklich einsam
ich weiß noch wie oft ich von der uni zu fuß heim ging und ich mich auf meine freundin freute (oder wenns gerade nicht gut lief ärgerte

) oder einfach über alles mögliche nachdachte (aber nicht grübeln)
ich ging also alleine durch die straßen, fühlte mich aber nie einsam oder dergleichen, ich wusste was zu hause auf mich wartet und dass eben jemand auf mich wartet
seit der trennung hat sich das ganze geändert:
mittlerweile fühle ich mich sehr wohl einsam und das sogar relativ oft
ich habe nicht wenige freunde, hätte eigentlich auch viel zu tun (vor allem schulisch), unternehm regelmäßig am wochenende etwas, hab dabei auch meinen spaß und stehe mit relativ vielen leuten in kontakt (persönlich, internet, telefon)
und dennoch fühle ich mich verdammt oft einsam
zB. der heimweg von der uni, zugfahrten oder spaziergänge: wo ich früher meine gedanken schweifen lassen konnte, bereiten mir mittlerweile große probleme, weil sich meine gedanken ständig um unangenehme dinge kreisen (warum bin ich im moment unzufrieden? was kann ich dagegen tun? warum klappt dies und jenes nicht? also grübeln) und man fühlt sich dabei einfach einsam, fragt sich wiederrum warum ist das so und was kann man dagegen tun?
und auch freunde können nichts daran ändern dass ich mich einsam fühle: es ist einfach nicht die gleiche qualität wie bei einer freundin
eine musterlösung gegen einsamkeit gibt es wohl nicht: natürlich kann man sich mit arbeit zuschütten, aber in diesem fall löst man das problem meiner meinung nach nicht, sondern verschleppt es, im prinzip eine klassische ablenkung
das hilft in den meisten fällen oberflächlich sehr gut (wenn ich prüfungsstress habe, dann bleibt mir in der tat wenig zeit mich einsam zu fühlen oder dergleichen

), aber ständiger dauerstress tut auf andere weise nicht gut
meiner meinung ist einsamkeit eben eine art geisteshaltung, eine art denkrichtung: man müsste es also irgendwie schaffen innerlich diese einsamkeit zu akzeptieren und sie nicht zwingendermaßen negativ sehen
wenn man das schaffen würde, dann verliert man wsl zunehmens die angst vor der einsamkeit, sie verliert somit ihren schrecken
einsamkeit existiert meiner meinung also im kopf: jemand der mit sich selbst zufrieden und im reinen ist kann irgendwo in südost asien alleine eine rücksacktour unternehmen und sich dabei weniger einsam fühlen als ich mitten auf der uni umgegeben von hunderten studenten
auch in einer beziehung kann man sich somit einsam fühlen (wie ja manche vorposter bereits bestätigt haben), aber im umkehrschluss muss das eben auch heißen dass man ganz alleine, oder als single auch nicht einsam sein kann, es liegt also an einem selbst