Hi, Hola, danke für Deine Gedanken.

Wie ich schon irgendwo schrieb: Nicht alles im Leben dreht sich immer um irgendein Primärziel. Frauen und deren Beziehungswünsche verstehen zu wollen, ist mir im Moment ein Bedürfnis und was das nun am Ende für meine Beziehung bedeutet, weiß ich grad nicht und interessiert mich auch grad nicht. Es gibt Dinge, die geh ich nicht frontal an...
Mich freut es SEHR, daß Du das ebenso siehst wie ich, daß am Anfang einer Beziehung eben gegenseitige Bewunderung ist. DIE ist es ja, die die Leute dazu bringt, hinterher auf Wolke 7 durch die Gegend zu schweben. Daß das in sogenannten "normalen" und "reifen" Bezeihungen dann gerne mal drei Größenordnungen runtergeht, finde ich tatsächlich reichlich sinnlos, dann kann man eigentlich auch alleine weiterwurschteln, hat dann ungefähr denselben Effekt. Ich bin durchaus für ne bewußte Idealisierung - ohne ist es aber fad und letztlich sinnlos. Langeweile gibts so schon genug.

Wie meinst Du das genau mit der wenigen intuitiven Ahnung von Gefühlen? Also, woran konkret machst Du das fest? Was würde ich quasi anders machen, wenns anders wäre? Ist ne offene Frage nicht etwa ne Fangfrage oder sowas. Interessiert mich wirklich. Ich hab von der Autismusnummer ja auch nicht zum Spaß gesprochen. Ich hab mir ziemlich viel in der Richtung hart erkämpfen müssen - früher waren mir andere Leute KOMPLETT ein Buch mit sieben Siegeln.
Allerdings: Ich behaupte mal ganz keß, daß man GRUNDSÄTZLICH nur die Dinge nachfühlen kann, die man entweder schon erlebt hat oder die man sich sehr im Detail vorstellen kann. Der Punkt ist halt, daß andere Leute über ihre Gefühle oft nicht reden, sondern erwarten, man könnte die erriechen, was nicht nur für grundautistisch veranlagte Menschen in Wahrheit ein ziemliches Problem darstellt. Außerdem fehlt hier natürlich noch dazu die Mimik, aus der ich heute sehr gut bis extrem gut in vielen Fällen lesen kann, also zumindest, wenn derjenige sich nicht verstellt.
Grundsätzlich ist es aber so, daß es Dinge gibt, zu denen Gefühle sehr gut passen und Dinge, wo sie letztlich nur stören, bei nahezu allen Sachdingen zum Beispiel.
Kurz: Mir würde das durchaus was nützen, wenn Du mir da mehr Details erzähltest.
Mit den Männern gibts dafür ein paar andere Probleme: Deren SEXUALITÄT finde ich höchstgradig anziehend, ihre Körper und ihre Charakter oftmals eher nicht. Rein seelisch würde ich mich als "gleichgeschlechtlich Frau mit dezentem Männerinteresse" bezeichnen. Warum der liebe Gott ne Frauenseele in einem Körper mit Hyperhammermännerhirn stecken mußte, weiß ich auch nicht, hat er aber getan...
Soll heißen: In Frauen hab ich mich schon hundertmal verliebt, in Männer ein einziges Mal und der Typ war am Ende eines der größten A-Löcher, denen ich in meinem Leben je begegnet bin, das ging schon ins antisoziale hinein. Außerdem haben Männer noch ein weiteres Problem, welches ich gar nicht komisch finde: Wenn man HIV und Co. haben will, hat man möglichst oft Sex mit Männern, die Sex mit Männern haben. Will ich aber nicht. Und ner durchschnittlichen Frau würde ich zehnmal eher glauben, daß sie die Wahrheit zu dem Thema äußert als dem durchschnittlichen Mann - die Verantwotungslosigkeit, die viele Männer an den Tag legen, ist schlicht irre, speziell bei dem Thema.
Es ist leider alles nicht so einfach. Aber es ist nicht auszuschließen, daß ich tatsächlich irgendwann zu dem Schluß komme, daß das mit den Frauen keine so gute Idee ist... Hab da im Moment keine Ahnung.
DANKE!