Whysostupid
Gast
Ich bin nun 20 Jahre alt weiblich und gleichgeschlechtlich1.
Mein Leben ist nicht gerade einfach, mit 18 war ich durch wahnhafte Ideen 1 Jahr lang obdachlos, hab mich Prost.. Habe den Respekt vor mir und meinem Körper komplett verloren.
Ich habe meine Familie verloren und oft Freunde vor den Kopf gestoßen.
Denn seit Jahren habe ich große Probleme mit Beziehungen. Sei es freundschaftlich oder mehr.
Es macht mir allerdings selber zu schaffen, da mir Beziehungen eigentlich sehr wichtig sind.
Wahnhafte Ideen begleiten mich schon lange und ich habe auch Therapien hinter mir. Bisher aber erfolglos.
Selbst Therapeuten gaben mich schon auf.
Naja aber mein eigentliches Problem ist ein ganz anderes. Und zwar habe ich nach Jahren erst wieder einen Menschen richtig an mich ran gelassen. Und als ich dann mit diesem Mädchen/Frau (19 Jahre alt) zusammen kam war alles wundervoll.
Ich habe dadurch gemerkt, was lieben und leben wirklich bedeutet.
Wie schön das Leben sein kann, was ich alles verpasst hab und das ich so lange nur vor mich hin vegitiert bin.
Naja in der Beziehung machte sie mir dann einen Antrag. Es ist vielleicht ein bisschen verrückt aber wir waren erst 6 Wochen zusammen als sie ihn mir machte.
Bei uns ging alles ganz schnell.
Und sie sagte mir auch Dinge wie, dass sie bevor ich kam keinen Sinn im Leben hatte und ihr Leben beenden wollte. Und sie nun wieder einen Sinn sieht.
Damals machte mich das sehr glücklich, also nicht das sie vorher keinen Sinn mehr sah, sondern das ich ihr scheinbar richtig viel bedeute.
Vielleicht war unser Verhalten nicht ganz normal, aber trotzdem. Dieser Tag als sie mir den Antrag machte war ungelogen der schönste Tag meines Lebens für mich.
Zudem dachte ich (und ja das war unrealistisch aber Liebe lässt einen manchmal ja unrealistisch denken) das ich sie nie enttäuschen würde und meine Krankheit nicht mehr existieren würde. Darum sagte ich ja auch ,,Ja ich will''.
Denn durch die Liebe zu ihr wurde ich so stark und meine Krankheit belastete mich gar nicht mehr.
Ich hatte das Gefühl sie besiegt zu haben und hatte Hoffnung auf eine Zukunft mit ihr.
Naja aber dann kamen immer mehr schlechte Sachen wieder auf mich zu.
Blöde Umstände brachten mich wieder in meinen Wahn zurück und da konnte selbst meine Freundin nichts tun.
Sogar im Gegenteil, denn immer wenn ich mit dem Wahn Probleme habe, stoße ich alle Menschen von mir ab. Ich bin dann überfordert mit meinen sozialen Kontakten.
Und als ich das bei meiner Freundin tat, da war es für mich am schlimmsten.
Kurzzeitig HATTE ich Selbstmord Gedanken.
Denn ich wusste in dem Moment wo mein Wahn wieder aktuell wurde, dass die rosige Zukunft mit meiner Freundin nun doch nicht mehr so wahrscheinlich war. Und das war sehr schlimm.
Zudem hasste ich mich selber und mir schwirren Worte von mir im Kopf wie ,,Ich verspreche dir nie weh zu tun'' usw. die mich fertig machten,da ich diese Worte halten wollte.
Ich fiel in eine Depression und bin immernoch drin. Seit knapp 2 Monaten. Immerhin habe ich keine Selbstmord Gedanken mehr. Denn das kann ja nicht die Lösung sein.
Aber gut gehts mir trotzdem nicht, denn ich habe 7 Kilo zugenommen, fühle mich nicht mehr wohl in meiner Haut. Ich sitze nur noch vorm Fernseher oder Handy.
Meine Freunde wissen nicht wie es mir geht, meine Freundin weiß nicht wie es mir geht. nur das ich erstmal alleine sein wollte/musste. Das habe ich halt noch sagen können.
Ich hab mich dann aber komplett isoliert.
Und ja, ich hasse mich selber dafür.
7 Wochen ist es her, dass ich mit meiner Freundin schrieb.
Vermutlich ist sie heute nichtmal mehr meine Freundin, denn ja wer macht sowas schon mit?
Ich würde es auch gerne logisch erklären,aber es ist schwer. Denn ich mach das nicht aus Jucks und Dollerei, sondern wegen dem Wahn.
Ich habe schon öfter so Phasen gehabt wo ich mal nicht zu erreichen war, es ist also kein unbekanntes Phänomen bei mir. Allerdings war ich da immer Single und es war noch nie so lange wie aktuell.
Ich weiß nicht, ich müsste eigentlich alleine wegen meiner Freundin mich zusammen reißen.
Aber das Wissen, dass sie mich so sehr liebt(e) ist aktuell eher weniger ein Ansporn als man vielleicht denken könnte.
Denn ich habe einfach so ein schlechtes Gewissen. Ich habe Verantwortung für sie und der bin ich scheinbar nicht gewachsen. Wenn ich aufgebe, dann gebe ich nicht nur mich auf, sondern auch meine Traumfrau. Und verletzte sie.
Ohne meinen Wahn bin ich so ein kontaktfreudiger und bindungsfreudiger Menschen. Doch durch den Wahn bin ich unberechenbar. Das wurde mir nochmal klarer. Ich sollte eigentlich wohl besser keine Beziehung haben, denn ich mach nur Probleme.
Aber ich liebe sie wirklich, in den Momenten des ,,klären Denkens'', also halt wenn der Wahn mein Leben nicht bestimmt, da weiß ich was ich will und kann der Verantwortung auch gerecht werden.
Ich liebte es von ihr zu hören wie sehr sie mich liebt und das sie hofft, dass wir für immer zusammen bleiben und eine Zukunft aufbauen.
Ich dachte ich habe meine ,,neue Familie'' gefunden. Wir haben über Kinder geredet usw.
Eigentlich ist das ja mein Traum. Und sie, sie ist eigentlich auch der perfekte Mensch an meiner Seite.
Wirklich, ich traf zuvor noch nie jemanden, der in seinen Lebensvorstellungen und im Charakter so gleich war wie ich (ohne Wahn jetzt).
Naja aber ich Rede wieder um den heißen Brei herum und es wird vielleicht auch langsam zu kitschig.
Alsoooo. was ich sagen wollte:
Was auch ein Grund für das aktuelle nicht melden ist ist, die Angst vor ihrer Reaktion und vor dem was ich sage.
Denn ich habe keine Ahnung was ich tun soll. Auf der einen Seite liebe ich sie so sehr und wünsche mir sie als Frau und so. Ich weiß nicht ob ich jemals wieder so lieben kann wie ich sie liebe.
Doch auf der anderen Seite merke ich, wie sehr ich eigentlich unfähig bin. Verantwortung für mich selber ist schon schwer genug und ich werde wohl nie die Partnerin sein, die ich sein wollte. Sie hat was besseres verdient, jemand stabiles.
Vor allem ist sie ja selber auch nicht der stabilste Mensch. Was wenn ich sie zerstöre?
Was soll ich ihr bloß sagen?
Ich denke ich muss wohl Schluss machen, egal was ich fühle.
Aber wie und vor allem versetzt euch mal bitte auch in ihre Lage. Also erstmal jeden Tag Kontakt und wie auf Wolke 7 & dann plötzliches ,,Verschwinden''.
Kann man so Jemandem überhaupt verzeihen/noch lieben?
Sie kennt das zwar von mir wie gesagt, aber trotzdem,jedes mal war es nicht leicht für sie.
Bis jetzt war sie mir da auch nie böse. Aber die Tatsache das wir jetzt zusammen sind/waren bringt das alles nochmal in ein anderes Licht.
Man ich schäme mich für meinen Text, für das was ich bin. Der Wahn macht mich so unselbstbewusst und in solchen Momenten hasse ich mich selber.
Ich wäre gerne einfach normal.
Aber das bin ich halt leider nicht, ob ich will oder nicht. Ich bin halt krank.