×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

244

Wechseljahre schuld?

E
@Sincerite Das ist immer so leicht gesagt. Aktuell bin ich nicht ich und total verunsichert. Ich sitze quasi wie das Kaninchen vor der Schlange und bin emotional total gelähmt. Ist nicht hilfreich und muss unbedingt geändert werden. Ich versuch schon Ablenkung zu finden und bin auch nächsten Monat zum ersten Mal ohne sie für ein paar Tage privat weg.

x 1 #121


E
@Milly85 Wahrscheinlich eher nicht. Wird wohl eine Mischung aus vielem sein und mit viel Pech auch Einfluß von draußen.

#122


A


Wechseljahre schuld?

x 3


B
@Excelsior
wie alt bist DU eigentlich ?
war da echte liebe am anfang?
wie/wo habt ihr euch kennengelernt?

#123


E
@bebee
Zitat von bebee:
war da echte liebe am anfang?

Äh, wie meinst Du das?

Von meiner Seite aus war und ist es Liebe und ich gehe doch mal davon aus, dass es das bei ihr auch war.

Ich bin 47 und wir haben uns auf Arbeit kennen gelernt.

x 1 #124


S
@Excelsior
Wovor hast du Angst? Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Würdest du dann sterben? Wie könnte dein Leben weiter gehen im schlimmsten Fall?
Könntest du auch in eine Sportgruppe gehen? Hier gibt es z.B. eine Männersportgruppe.

x 1 #125


E
@Sincerite Da spielen viele Faktoren mit rein. Sie ist halt meine absolute Traumfrau (ich idealisiere sie wahrscheinlich zu sehr) und war immer mein Anker und Fixpunkt. Mir würde quasi mein kompletter Halt wegbrechen. Bei ihr hatte ich wirklich das Gefühl, dass alles so sein sollte und war immer absolut überzeugt, dass es für immer ist. Sie hat mir auch nie einen Grund gegeben daran zu zweifeln. Deshalb ist auch die aktuelle Situation für mich so schwer, weil plötzlich mein ganzes Vertrauen in sie und die Beziehung, in uns als Team zwischen meinen Händen zerbröselt und ich nicht verstehe warum.

Ich kann generell mit Trennungen nur schwer umgehen. Normalerweise lasse ich Menschen nicht schnell an mich heran, aber wenn ich mich jemandem öffne, dann total und dann binde ich mich emotional sehr stark. Bei meiner letzten Langzeitbeziehung hatte ich nach der Trennung große psychische Probleme, die teils bis heute anhalten (Panikattacken, Vertrauensprobleme). Ich hab danach für 7 Jahre niemanden an mich rangelassen und habe jetzt Angst, dass es wieder so und noch schlimmer wird.
Das hat dann auch Auswirkungen auf meinen Job, da muss ich stabil und belastbar sein...das kann ich dann aber nicht.

Und ja, ich hab auch Angst, dass ich es nicht überstehe. Mein Vater und mein Stiefvater starben beide an Herzinfarkt und ich bin nun auch im gefährlichen Alter. Da denkt man auch an sowas.

Und dann natürlich die üblichen Sorgen, Angst vor Einsamkeit, nie wieder jemand zu finden und vor allem auch DIE Angst überhaupt, sie zu verlieren, diesen Menschen nicht mehr in meinem Leben zu haben.

x 1 #126


Zwou
@Excelsior Also ich will unsere Situationen jetzt nicht1-zu-1 vergleichen, aber Bilder von Euch zu machen und zu posten schließt nichts aus. Meine und ihr Neuer haben beide noch fleißig so getan, als sei in ihren Ex-Beziehungen alles in Ordnung, wurde mit 6 und Liebesbekundungen überschüttet kurz bevor es zu Ende ging. Sie ist mindestens im Schwächenzoom und da ist schon eine Menge in den Brunnen gefallen. Für mich sind in der Rückschau beides nur Zeichen mangelnder Empathie und Anstandes. Dieses nicht Ansprechen von Störfaktoren ist bei vielen ein ganz ekelhafter Prozess im Hintergrund. Irgendwann platzt innerlich die Bombe und man steht wie der Ochs vorm Berg. Alles Gute, ich hoffe, dass es nicht so ist. Kümmere Dich um Dich und nimm den Fokus von ihr, das ist auch der einzige Weg, um eventuell wieder Anziehung herzustellen.

x 2 #127


S
@Excelsior
Es ist auf jeden Fall gut, dass du das alles mal jemanden mitgeteilt hast. Ich kann deine Angst verstehen. Du hast jetzt Angst vor der Angst.

Der Herzinfarkt deines Stiefvaters kann auf keinen Fall bei dir eine Anfälligkeit auslösen, da ihr nicht verwandt seid. Der Herzinfarkt deines Vaters muss auch nicht bedeuten, dass du da jetzt auch anfällig bist, weil jedes Kind einen neuen und anderen Genstrang bekommt, als die Eltern. Außerdem hast du auch die Gene deiner Mutter bekommen. Und es muss ja auch erst einmal ein Gerinnsel da sein, um einen Herzinfarkt auszulösen zu können. Ich denke, diese Angst brauchst du nicht zu haben.
Zitat von Excelsior:
weil plötzlich mein ganzes Vertrauen in sie und die Beziehung, in uns als Team zwischen meinen Händen zerbröselt und ich nicht verstehe warum.

Wenn so etwas sich plötzlich zeigt, löst es natürlich Unruhe aus. Aber den Halt, den du in ihr gefunden hast, muss sich jeder selbst geben.

Zitat von Excelsior:
Bei meiner letzten Langzeitbeziehung hatte ich nach der Trennung große psychische Probleme, die teils bis heute anhalten (Panikattacken, Vertrauensprobleme).

Das ist sehr extrem. Für mich bedeutet es, dass da ein altes Trauma aus der Kindheit sein müsste. Wie alt warst du, als dein Vater gestorben ist? Kinder können sich noch nicht selbst halten. Wenn ihnen dieser Halt von den Bezugspersonen entzogen wird, wird ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen. Es entsteht eine existentielle Angst. Wenn sie damit nicht gut begleitet werden, bleibt diese Angst im Unterbewusstsein und hat von dort aus Einfluss auf unser heutiges Leben.

Wo in deinem Körper fühlst du denn diese Angst? Du kannst dort eine Hand hinlegen und liebevoll dorthin atmen. Grundsätzlich sind Gefühle endlich. Nur wenn ich sie unterdrücke, bleiben sie. Deshalb ist es wichtig, dich zu entspannen und die Angst durch dich hindurch fließen zu lassen bis in den Boden unter dir. Dabei ruhig und bewusst atmen.

Hast du schon mal an eine Therapie gedacht? Ich würde eine tiefenpsychologische Therapie wählen.

x 4 #128


E
Zitat von Sincerite:
Der Herzinfarkt deines Stiefvaters kann auf keinen Fall bei dir eine Anfälligkeit auslösen, da ihr nicht verwandt seid.

Ich weiß 😂 Man hat ja sowas aber trotzdem im Hinterkopf.
Zitat von Sincerite:
Wenn so etwas sich plötzlich zeigt, löst es natürlich Unruhe aus. Aber den Halt, den du in ihr gefunden hast, muss sich jeder selbst geben.

Das wäre der Idealzustand. Ich glaube aber, jeder benötigt so Menschen die einen erden und das Rudelgefühl geben.
Zitat von Sincerite:
Wie alt warst du, als dein Vater gestorben ist?

Schon erwachsen und habs auch nur als Info bekommen. Er hatte uns verlassen, als ich noch klein war und es gab keinen Kontakt.
Zitat von Sincerite:
Wo in deinem Körper fühlst du denn diese Angst?

Welche? Die Panikattacken oder die Angst verlassen zu werden?
Zitat von Sincerite:

Hast du schon mal an eine Therapie gedacht? Ich würde eine tiefenpsychologische Therapie wählen.

Die habe ich damals gemacht, als die Panikattacken begonnen hatten. Ich weiß wo sie in der Regel herkommen und wie ich sie beenden kann. Sind aber trotzdem erstmal immer erschreckend und sehr lähmend, gerade wenn sie anlasslos auftauchen.

Kann jetzt erst antworten, da ich den ganzen Tag draußen war und mich nicht mit der Situation beschäftigen wollte. 😏

x 1 #129


E
@Zwou Das würde sie dann jetzt schon über ein Jahr so machen. Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Das mit dem Fokus auf mich scheint wirklich das einzig Sinnvolle zu sein. Sie darf sich meiner nicht mehr sicher sein.

x 1 #130


btlwe.
Ist doch komplettst normal, im neumodischen popkulturellen Raum, wo alles ein Problem darstellt würde sofort jemand "Midlifecrisis" rufen und wenn sie jetzt noch GrokGPT fragt, würde dieser es aus der Googlesuche für die meisten Klicks in blumige Worte verpacken. Also folgendes: Der Mensch hat zwei entscheidene Lebensphasen, die expandierende und die impansive...am Anfang ist man der Geburt nahe und gedenkt über seine Zukunft, in der zweiten überlegt man, was mag ich meinem Umfeld hinterlassen. Es ist ein Perspektivwechsel und dein Unterbewusstes weiß ziemlich genau diesem zu folgen. Die Midlifecrisis hatte Kulturhistorisch nie so ein ausgeschmücktes Wörtschen plus Therapieindustrie in der Hinterhand. Man versteht irgendwann, dass die Selbstverarschung von Karriere eher absolute Selbstsabotage ist und stellt die richtigen Frage sowie man evaluiert, ob der lustige Maskenball wirklich die Verbindlichkeiten sind, welche subjeltiv bzw. objektiv, abhängig von into- bzw. extrovertierten Charakter ist. Mit 40-45 kommt heute zumeist die Trennung, die Kinder gehen aus dem Haus und man fragt sich wozu der ganze Kaffeesatz und entscheidened: Ist dies wirklich dies, was mich den Rest meines Lebens erfüllt. Trennung gehört exakt dazu, speziell bei Menschen, die sich diesen Lebensentwurf unter Umständen haben eintrichtern lassen, aus Erwartungshaltung anderer umd merken, dass es sie ggf. garnicht erfüllt. Bei vielen wird da manchmal noch die Jugend nachsimuliert, da man exakt weiß, was man eigentlich unterbewusst wollte, aber es zu Gunste der familielllen Erwartungslandkarte unterbunden hat. Bis der Tod euch scheidet stammt aus einer Zeit, wo man mit 40 Ablebte oder irgendeine Arzt den Gifttod feststellte. Ich hoffe ich bin jetzt häufig genug mit dem Panzer über das Romantikillusionsblümschen drübergefahren! Aber wenn du auf Selbsttäuschung stehst, kannst du gerne irgendwelche externen Faktoren suchen und wenn den Hormonhaushalt, als valide Ausflucht erscheint, stellst du dir mal die Frage, wie du ihren Hormonhaushalt repariert bekommst, ohne dabei den Verdacht von Übergriff unterworfen zu sein! Sowas geht nämlich vollständig in dein Karma und mindert langfristig dein Selbstgefühl. Manchmal muss manches sogar Scheitern, da es der Realität nicht stand hielt und dies ist dann auch gut so.

Ich beziehe mich hier nur auf den Eingangstext.

x 3 #131


RoteTablette
Zitat von btlwe.:
Selbstverarschung von Karriere

Im mittleren Alter stellen manche Leute fest, dass das, was für sie wie eine Karriereleiter aussah, in Wirklichkeit das Innere eines Hamsterrades war.
Zitat von Excelsior:
Und dann natürlich die üblichen Sorgen, Angst vor Einsamkeit, nie wieder jemand zu finden und vor allem auch DIE Angst überhaupt, sie zu verlieren, diesen Menschen nicht mehr in meinem Leben zu haben.

Ein typischer Fall von chronischer ONEitis. Soll aber angeblich heilbar sein, wenn richtig behandelt (und wenn der Erkrankte mitzieht).

x 3 #132


E
@btlwe. Ich habe keine Ahnung was Du mir damit sagen willst, aber danke für Deine Bemühungen und die lange Antwort 😅

#133


E
Zitat von RoteTablette:
Ein typischer Fall von chronischer ONEitis. Soll aber angeblich heilbar sein, wenn richtig behandelt (und wenn der Erkrankte mitzieht).

Gibts da hilfreiche Tipps?

x 1 #134


RoteTablette
Zitat von Excelsior:
Gibts da hilfreiche Tipps?

Da das psychisch bedingt ist: Sich darüber klar werden, den Mechanismus vom Unbewussten ins Bewusstsein heben, ist schon mal ein guter Anfang. Denn wie soll man etwas überwinden, was einem gar nicht bewusst ist?

Danach ist Google natürlich dein Freund.

Aus der Hüfte geschossen würde ich sagen: Entwickle Hobbies, gehe unter Leute, knüpfe Kontakte, verbiete dir, an sie zu denken (entwickle eine Routine, bei jedem "Rückfall" bewusst etwas zu tun, das dich auf andere Gedanken bringt).

Beachte die Ähnlichkeit zwischen ONEitis und anderen Süchten. Wie würdest du versuchen, vom Rauchen weg zu kommen?

x 2 #135


A


x 4