Thomi
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Zitat von Wirdschon:Wenn Du nu aber einen gefühlten Schaden durch andere erleidest, hilft Dir Deine Weisheit nichts, denn über diese konntest Du weder entscheiden noch aktiv für deine Schadensfreiheit etwas tun.
Das ist ein interessanter Gedanke. Er hängt damit zusammen, dass man verletzlich ist durch andere. Du wirst mir sicher Recht geben, dass je näher dir ein Mensch ist, umso verletzlicher bist du auch durch ihn. Wenn ein Wildfremder mir zum Beispiel sagt ich sei arrogant, egoistisch, tollpatschig, faul, was auch immer, dann interessiert mich das nicht weiter. Wenn es aber mein Bruder, meine Frau oder mein Kind das zu mir sagt, dann kann das sehr verletzen. Wenn jemand auf Arbeit ein gutes Team verlässt, dann ist das mitunter schmerzhaft, wenn aber die Frau oder der Mann das "Team Familie" verlässt, ist das ein unwiederbringlicher Verlust.
Wie kann man also etwas aktiv für seine Schadensfreiheit tun?
"Kleine Schäden" würde ich durch Diversifizierung, also durch das Bereithalten von Optionen versuchen zu minimieren.
Bei "großen Schäden" durch andere Menschen, gerade im persönlichen/familiären Bereich ist das gerade das Thema des Threads: Weisheit. Die ist so facettenreich, dass wir sie sicher nicht in einem Thread zu erörtern schaffen.
Übrigens passt vielleicht hier in diesen Thread ein Gedicht, das meine 11-jährige Tochter zu einem Objekt, was ihr wichtig ist (Auftrag aus der Schule), nämlich ein Glücksschweinrucksackanhänger:
Du siehst es nicht, du spürst es nur,
du weißt nicht was es ist?
Oft ist es da, doch wenn es fort,
hast du es sehr vermisst.
Und wenn es klopft, lässt du es rein,
es kommt ja stets gelegen.
Und fragt es, wie es dir erging –
es fehlte, schlecht deswegen.
Wir haben uns die ganze Nacht
Dann gegenseitig angelacht.
Und wenn es bleibt und alles klappt,
dann sag ich: Hab ich Schwein gehabt.