Ella
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Wie sieht es aus mit dem Alltag, kannst du den einigermaßen bewältigen?
Ich habe mich gefragt, was ich an deiner Stelle machen würde. Keine Ahnung, ob dir das hilft. Ich würde versuchen, mich dagegen nicht zu wehren. Den Ist-Zustand anzunehmen. Ihn erkunden, aber ohne Ablehnung. Eher mit Wollen und Neugier. Ohne Identifikation.
Wenn du 15 Minuten in der Stille sein kannst, bei der Meditation, dann weißt, was es heisst da zu sitzen ohne zu urteilen. Diesen Zustand würde ich versuchen auszudehnen. Ich würde versuchen, mehr aus dem Beobachter heraus zu leben. Die Ich-Identifikation so weit es geht aufzulösen. Ja, dir ist so manches geschehen, was deine Wahrnehmung verändert hat, aber du bist mehr als das. Da du es beobachten kannst, bist du nicht.
Und vermutlich würde ich versuchen, verantwortungsbewusst zu handeln. Sowohl mir gegenüber, als auch anderen gegenüber. Aus dem Wissen heraus, dass ich (an deiner Stelle) in einem völlig anderen "Raum" bin, würde ich keine Ratschläge hier erteilen.
Und noch was würde ich tun, ganz bewusst und gezielt mich davor hüten, so etwas wie Arroganz zu entwickeln. Wenn das Ich sich angegriffen fühlt, reagiert er oft mit Arroganz als Versuch, der Minderwertigkeit vorzubeugen. Womit ich ausdrücklich darauf hinweise, dass ich dich nicht als arrogant sehe.
Das würde ich tun, wenn ich in deiner Lage wäre. Und ich hätte bestimmt auch Angst, das gebe ich zu.....