kerstinf
Mitglied
- Beiträge:
- 107
- Themen:
- 24
- Danke erhalten:
- 23
- Mitglied seit:
Weitab jeglicher Normalität, Bericht vom 17.02.14
Jetzt lebe ich seit mehr als 17 Monaten wieder alleine. Von meiner Insel aus erblicke ich die Erinnerung wärmender Lichter anderer Galaxien, die sich außerhalb meiner Reichweite finden.
Ich fühle mich immer noch gestrandet. Der Weg liegt vor mir, aber ich kann das Ziel nicht mehr erkennen. Durst lähmt mich, lässt meine Kehle verdorren. Die Reflexe verharren.
Die meinigen schleppe ich mit mir, auf dem täglichen Weg ohne Ziel. Auch sie sind erlahmt, lautlos geworden. Stumm folgen sie meinen Schritten. Die Sonne erwärmt sie nicht mehr, nur die Sterne offenbaren ihre Einzigartigkeit.
Nebelgrau erwartet der Horizont.
____________________________________________________________________
Liebe Mitstreiter!
So sieht mein Innenleben nach 17 Monaten Trennung aus. Mein Universum hat sich noch nicht erneuert. Zu viele Trümmer liegen noch umher. Wir sind gescheitert, wieder aufgestanden, haben weitergemacht, es neu versucht und sind schließlich doch jeder eigene Wege gegangen. Die Erinnerung an vergangene glückliche Zeiten tun verdammt weh und ich kann mir immer noch nicht vorstellen, dass ich irgendwann wieder ein glücklicher Mensch sein werde. Der Alltag ist hart, ich habe das Gefühl auf der Stelle zu treten. Das Haus ist immer noch verdammt leer. Diese Einsamkeit legt sich auf die gesamte verbleibende Familie und ich habe es aufgegeben, dem gerecht werden zu können. Zu viele Lücken sind verblieben, die sich nicht mehr füllen konnten. Ich genieße die seltenen verbundenen Momente mit meinen Kindern, in denen ich mich ihnen sehr nahe fühlen kann.
Den verbliebenen Haufen Schutt versuche ich täglich neu zu verteilen. Ich gehe aus, versuche neue Menschen kennenzulernen. Aber die Wege sind weit auf dem Land. All dies scheint mir oft mit enorm großer Anstrengung verbunden, das Ergebnis meist kläglich. Aber die Kontaktbörsen im Internet erscheinen mir zu steril, bin nicht fotogen genug, kann dort nur schwer ins Gespräch zu kommen.
Trotzdem kämpfe ich täglich weiter. Stillstand noch sinnloser.
Jetzt lebe ich seit mehr als 17 Monaten wieder alleine. Von meiner Insel aus erblicke ich die Erinnerung wärmender Lichter anderer Galaxien, die sich außerhalb meiner Reichweite finden.
Ich fühle mich immer noch gestrandet. Der Weg liegt vor mir, aber ich kann das Ziel nicht mehr erkennen. Durst lähmt mich, lässt meine Kehle verdorren. Die Reflexe verharren.
Die meinigen schleppe ich mit mir, auf dem täglichen Weg ohne Ziel. Auch sie sind erlahmt, lautlos geworden. Stumm folgen sie meinen Schritten. Die Sonne erwärmt sie nicht mehr, nur die Sterne offenbaren ihre Einzigartigkeit.
Nebelgrau erwartet der Horizont.
____________________________________________________________________
Liebe Mitstreiter!
So sieht mein Innenleben nach 17 Monaten Trennung aus. Mein Universum hat sich noch nicht erneuert. Zu viele Trümmer liegen noch umher. Wir sind gescheitert, wieder aufgestanden, haben weitergemacht, es neu versucht und sind schließlich doch jeder eigene Wege gegangen. Die Erinnerung an vergangene glückliche Zeiten tun verdammt weh und ich kann mir immer noch nicht vorstellen, dass ich irgendwann wieder ein glücklicher Mensch sein werde. Der Alltag ist hart, ich habe das Gefühl auf der Stelle zu treten. Das Haus ist immer noch verdammt leer. Diese Einsamkeit legt sich auf die gesamte verbleibende Familie und ich habe es aufgegeben, dem gerecht werden zu können. Zu viele Lücken sind verblieben, die sich nicht mehr füllen konnten. Ich genieße die seltenen verbundenen Momente mit meinen Kindern, in denen ich mich ihnen sehr nahe fühlen kann.
Den verbliebenen Haufen Schutt versuche ich täglich neu zu verteilen. Ich gehe aus, versuche neue Menschen kennenzulernen. Aber die Wege sind weit auf dem Land. All dies scheint mir oft mit enorm großer Anstrengung verbunden, das Ergebnis meist kläglich. Aber die Kontaktbörsen im Internet erscheinen mir zu steril, bin nicht fotogen genug, kann dort nur schwer ins Gespräch zu kommen.
Trotzdem kämpfe ich täglich weiter. Stillstand noch sinnloser.