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Welche Rolle habe ich noch in der Beziehung?

L
Zitat von E-Claire:
Gegenfrage: sollte man nicht eigentlich, die Person, von der man behauptet diese zu lieben, in ihrer Selbstentwicklung und Entfaltung unterstützen, ...

Danke für diesen wundervollen Beitrag! Voll ins Schwarze!

05.11.2023 11:31 • x 1 #16


Libellenfrau
Warum sollte der TE voll und ganz seine Unterstützung einbringen, wenn er im Gegenzug mit und irgendwann kommst du positioniert wird? Und nun mal komplett anderer Ansicht ist. Ich habe den Eindruck, die Frau weiß ganz genau, was sie für ihre Kinder will, und zieht das auch durch. Der TE kann das aktzeptieren (ich hoffe, du kommst trotzdem noch) oder halt nicht (dann eben nicht). Konseqente Frau. Freut mich, dass die leuchtenden Kinderaugen ihr größtes Anliegen ist.

05.11.2023 11:45 • x 1 #17


A


Welche Rolle habe ich noch in der Beziehung?

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E
Hallo lieber TE,

Ich finde, du hast in der Situation mehrere Möglichkeiten, dich zu positionieren und bin echt gespannt, welche du wählst.

Ich würde dir auf jeden Fall dazu raten, die Rationalität nicht völlig abzulegen. Was meine ich damit? Kannst du wissen, wie sich diese Haustiere wirklich verhalten werden? Kannst du wissen, ob sie in die Ecke k....en? Ob sie ins Bett dürfen? Ob sie haaren? Kannst du all das wissen? Ein klaren nein. Warte mal ab und sei bemüht, deine Vorurteile abzulegen.

Du hast heftige Emotionen gerade, die angeschaut werden müssen. Das ist deine Aufgabe meiner Meinung nach. Und das nicht nur oberflächlich, sondern in der Tiefe. Es sind vielleicht kindliche Ängste dabei, die zum Vorschein kommen. Hast du kleinere Geschwister?

Klar, kannst du sofort die Flinte ins Korn werfen, aber das wäre schade. Nutze die jetzige Erfahrung, um dich besser zu erkennen, das müssen wir sowieso tun im Laufe unseres Lebens, warum nicht jetzt?

05.11.2023 11:58 • x 1 #18


Gorch_Fock
Na ja, so etwas kann man den TE auch verstehen. Die Tiere sind da gar nicht so der Auslöser. Vermutlich fühlt er sich nicht eingebinden und da man Tiere oft für viele Jahre anschafft und Verantwortung hat, sieht er jetzt wohl auch gemeinsame Zukunftspläne gefährdet.

Starke Mutter, etc. alles super. Trotzdem bekommt er eine Rolle irgendwo weit hinten zugeordnet. Ob ich mich hier weiter engagieren würde ist fraglich. Für etwas S. und irgendwo keine Rolle zu spielen sich weiter einzubringen ist auch nicht so der Burner. Ich würde hier mal sachte Aussteigen.

05.11.2023 12:13 • x 5 #19


FrauDrachin
Hey @Einordner ,

mein Beitrag kann leider auch nur in die Richtung gehen, wie meine VorschreiberInnen, insbesondere @E-Claire s Beirag.

Ein Aspekt ist mir noch besonders aufgefallen:

Ich finde die Wahl deines Nicks und besonders die Wahl deines Threadtitels sehr interessant.
Einordner... Lässt darauf schließen, dass du auf der materiellen Ebene gerne Ordnung um dich hast, und auf einer psychischen/ zwischenmenschlichen Ebene gerne weißt woran du bist, wie dir Rollen verteilt sind, was dein Platz ist, und was der der Partnerin und der Kinder? Und vielleicht sogar, einen Schritt weiter, dass du, wenn du mal Sachen eingeordnet hast, möchtest, dass sie auch eingeordnet bleiben, und tust dich schwer, wenn alles, was geordnet und sortiert war, plötzlich neu geordnet und sortiert werden soll?
Wohl wissend, dass in diesem Rahmen etwas problematisch ist... Mir kommt deine Reaktion: Wenn im Tiere im Haus der Partnerin sind, dann schüttlets mich vor Ekel doch deutich drüber vor... Ich möchte dich einladen, dir zu überlegen, ob du vielleicht an anderer Stelle schon Probleme mit deinem Ordnungs- und Hygienewunsch hattest?
Naja, da kann ich dir nur raten, dich damit auseinanderzusetzen, dass Beziehungen und Kinder, und in noch höherem Maße Patchworksituationen, sehr undordendliche Angelegenheiten sind. Selten gibt es eindeutige Situationen, oft sind Kompromisse nötig, allein schon die Kinder ändern sich mit jedem Lebensjahr stark, Bedürfnisse ändern sich, und damit müssen sich die Strategiien anpassen... Ich halte es für utopisch, das dauerhaft geordnet haben zu wollen.
Dein Thementitel gibt auch einen Hinweis darauf, was du gerade neu ordnen zu müssen glaubst, nämlich die Rollen in eurer Beziehung. Du fühlst dich einerseits durch das ganz eingezogene Kind in deiner Rolle verdrängt, und anderereits durch die Kinder first Ansage, und schließlich duch die Haustiere.
All das muss ja, wie hier schon öfter ausgeführt, gar nichts mit dir zu tun haben, aber du machst es zu einem Indiz, dass irgendetwas gravierendes in eurer Beziehung nicht stimmt.
In welcher Rolle hast du dich den bisher gesehen, und was und warum genau wird da jetzt bedroht?

Na gut, hoffe du kannst was damit anfangen.

05.11.2023 12:16 • x 7 #20


R
Ich denke ja, der TE möchte auch gern die Männerrolle inne haben und nicht nur der Lückenbüßer weit hinter den Kindern sein.

Die Frau lebt aber halt ihren Alleinerziehenden-Status, und nimmt auf ihn keine Rücksicht. Was wäre, hätte er eine Tierhaarallergie? Wie gesagt, ihr Haushalt - ihre Kinder - ihre Regeln. Für eine Partnerschaft auf liebevoller und gleicher Ebene müsste sie aber auch Kompromisse machen.

Von daher passt es einfach nicht. Er kommt viel zu weit hinten.

05.11.2023 12:27 • x 3 #21


B
@Einordner Wie alt sind die Kinder deiner Partnerin, wie alt sind deine Kinder, wachsen sie sowohl bei dir als auch bei ihrer Mama ohne Haustiere auf?

Haustiere können in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen eine große Bedeutung haben, einen sehr positiven Einfluss nehmen. Mit Haustieren lernen sie Verantwortung zu übernehmen. Haustiere geben Halt, sie vermitteln Kindern auch wichtige soziale Kompetenzen, die im Leben unabdingbar. Kinder erlernen dadurch soziale skills, non-verbale Kommunikation, Empathie.

Woher kommt dein Ekel? Ergänzend zu dem bereits angesprochenen inneren Kind und dessen unerfüllte Bedürfnisse, mag ich deinen Blick auf deine Glaubenssätze lenken und dich zu deren Überprüfung einladen.
Zitat von Einordner:
Ich mag Tiere eigentlich sehr gern, allerdings bin ich in der Form damit aufgewachsen, Tiere gehören in den Stall, Menschen ins Haus.

Wer hat dir das eingetrichtert, in welchem Kontext sind solche Glaubensbekenntnisse dir gegenüber bekannt gegeben worden?
Zitat von Einordner:
Heißt, ich tue mich ein wenig schwer damit wenn im Haus bei ihr dann Haare und ander Hinterlassenschaften der Tiere rumliegen und es auch erfahrungsgemäß entsprechend riecht.

Erfahrungsgemäß? Deine Erfahrung kommt woher?
Zitat von Einordner:
Ich finde es halt eklig.

Hm, spannend. Was ruft diesen Ekel hervor, was macht der bei dir, welche Eltern-Stimme spricht da zu dir?
Zitat von E-Claire:
Dahinter stehen Bedürfnisse, vielleicht eben auch sehr kindliche, die du womöglich nicht wahr haben, in jedem Fall aber nicht wahr nehmen möchtest.


Zitat von Milly85:
Thema inneres Kind !



Wie alt seid ihr beide, deine Partnerin und du, wie alt die Kinder oder Jugendlichen?

05.11.2023 12:47 • x 2 #22


O
Was hat die Frau denn davon, wenn sie ihre Prioritäten durchgesetzt hat und am Ende nur noch als Mama da steht und keine Frau mehr ist?

05.11.2023 12:59 • #23


FrauDrachin
Zitat von onfire:
Was hat die Frau denn davon, wenn sie ihre Prioritäten durchgesetzt hat und am Ende nur noch als Mama da steht und keine Frau mehr ist?

Warum sollte eine Mutter keine Frau mehr sein?
Sie hat keinen Partner mehr, aber dass macht sie doch noch lange nicht zur nicht-Frau!

05.11.2023 13:04 • x 5 #24


Libellenfrau
@onfire Diese Entscheidung, den Kindern ein Leben mit Tieren zu ermöglichen, kann sie aber doch als Frau und Mutter gefällt haben. In manchen Lebenssituationen sind halt keine annehmbare Kompromisse möglich.

05.11.2023 13:05 • x 2 #25


O
@Brightness2 Tiere sind dazu erschaffen worden ihr eigenes Leben zu leben. Sie sind nicht dafür erschaffen worden, Kindern was beizubringen und ihnen gut zu tun.

Ein Nagetier läuft vorm Menschen weg. Ein Hase würde niemals freiwillig beim Menschen bleiben. Sie sollten unterirdisch leben und Höhlen bauen, nicht oberirdisch im Kinderzimmer in einem Gefängnis namens Käfig leben und den ganzen Tag Kindergeschrei hören. Diese Tiere haben verdammt empfindliche Ohren. Ich kenne so viele Hasen die allein gehalten werden. Wozu? Im Namen von Verantwortung lernen? Im Namen von Käfig sauber machen? Die Kinder können nicht Mal ihre Zimmer aufräumen, als Erwachsene, ausgezogen in die eigene Wohnung setzt sich das Drama fort.

Vögel gehören in den Raum um die Erde herum, im Kreis gesehen ist es unendliche Weite. Und nicht ein Käfig aus dem man sie hier und da im Raum fliegen lässt. Will nicht wissen wie viele Vögel sich den ganzen Tag Hartz IV TV anhören müssen. Unfreiwillig.

Fische gehören nicht ins Aquarium. Sie langweilen sich dort zu Tode. Passt man ein Mal mit dem Wasser nicht auf ist das Folter für deren Organismus.

Will nicht wissen wie viele Katzen um den Globus depressiv vor sich hin vegetieren. Und der Hund meiner Nachbarn wird geschlagen, angebrüllt, misshandelt nur weil es Halter gibt die ihre Hunde auch gut behandeln.

Tiere haben keine gesetzlichen Rechte. Niemand kann misshandelte Tiere schützen. Und Tiere gehören nicht in die Hände von Kindern.

05.11.2023 13:07 • x 4 #26


E-Claire
Zitat von onfire:
Tiere haben keine gesetzlichen Rechte. Niemand kann misshandelte Tiere schützen. Und Tiere gehören nicht in die Hände von Kindern.

Veganstufe 5: nichts essen, was einen Schatten wirft.
Die Namen ändern sich, die Leier bleibt die gleiche.

05.11.2023 13:13 • x 3 #27


E
Wenn ich hier lese, starke Mama, sieht ihre Kinder zuerst, macht daher alles richtig, sorry, da bin ich raus. Wenn dann noch kommt, Männer kommen und gehen, das teile ich nicht. Inneres Kind und so, mit dem Thema hatte ich ausreichend Kontakt, auch da bin ich raus. Trotzdem Danke für die Gedanken.

Ich sehe mich als Papa als Begleiter meiner Kinder. Diese Rolle kann ich nur erfüllen wenn ich auf mich acht gebe, schaue das es mir gut geht und ich mich nicht selbst aufgebe. Nur so kann ich Kraft haben.
Eine enge, aber nicht einengende, Paarbeziehung ist ein wichtiger Baustein im Leben, finde ich. Wenn es ein grundsätzliches mein und dein gibt und es nicht nach und nach ein wir wird, das ist nicht mein Fall.

Eine vorangegangene Beziehung ist bei mir u.a. durch die Meinung Kind zu erst gescheitert. Ich bein kein Lückenfüller wenn das Kind oder Freundin mal nicht verfügbar ist. Auch bin ich kein Spielzeug im Bett.

05.11.2023 13:14 • x 2 #28


O
@FrauDrachin

Wann fühlst du dich mehr als Frau? Wenn ein Kind dich anschaut oder ein Mann? Der Mann hat eine ganz besondere Rolle. Wir können es auch Geliebte nennen statt Frau, weil ich weiß da wird jetzt eine Lawine an Argumenten auf mich zu zurollen. Nur ein Mann kann dir diese spezielle Spiegelung geben. Ein Kind macht eine Frau zum größten Teil des Tages zur Dienstleiterin. Kochen, Wäsche waschen, Erziehen, putzen, organisieren, spielen, begleiten, emotionale Arbeit leisten. Okay, fassen wir das unter Mutterrolle zusammen, die ist wichtig. Aber wo bleibt die Rolle als Geliebte wenn ich meinem Partner respektlos um die Ohren haue dass er keine Rolle spielt. Ich finde der TE sollte gehen, sie hat ihm klar mitgeteilt dass sie diese Rolle in ihrem Leben nicht haben will. Soll sie den nächsten Deppen suchen der sich in der Rolle wohl fühlt.

Ich will hier dieses kinderzentrierte nicht falsch reden. Nur sollte man das nicht übertreiben, im Leben haben auch andere Rollen Priorität und das müssen Kinder auch lernen. Und die Frau muss das hier scheinbar auch noch begreifen. Ihr wird nämlich am Ende was fehlen und dafür werden dann die Kinder den Kopf hinhalten müssen.

05.11.2023 13:17 • x 2 #29


E
Zitat von FrauDrachin:
Warum sollte eine Mutter keine Frau mehr sein? Sie hat keinen Partner mehr, aber dass macht sie doch noch lange nicht zur nicht-Frau!

Hat keinen Partner mehr. Wer bin ich dann? Ihr was auch immer?

05.11.2023 13:18 • #30


A


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