Jonathan1979
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Ich (m, 45 Jahre, 2 Kinder) bin jetzt 13 Monate mit meiner Freundin (w, 40 Jahre, alleinerziehend, 2 Kinder) zusammen und wir führen eine Fernbeziehung und sehen uns alle 2 Wochenenden.
Nun waren wir zusammen mit allen unseren 4 Kindern plus ihrer besten Freundin mit ebenfalls 2 Kindern im Urlaub für fast 2 Wochen. Da meine Freundin mit ihrer Freundin bisher jeden Sommerurlaub zusammen verbracht hat, habe ich mir nichts dabei gedacht. Im Urlaub kam dann alles anders. Drei sind einer zu viel, sagt man ja. Genauso fühlte ich mich.
Meine Freundin hat sich den kompletten Urlaub ausschließlich auf ihre Freundin konzentriert und mich teilweise nicht richtig wahrgenommen. Ständig waren die beiden zu zweit auf der Terrasse, während ich mit den Kindern gespielt habe. So gut wie nie wurde auf mich gewartet. So wollten wir z.B. nach dem Strandbesuch aufbrechen. Ich war noch mit dem zusammenrollen der Strandmatte beschäftigt. Die Freundin von meiner Freundin macht einen Spruch wie blöde ich mich anstelle nur zu meiner Freundin. Dann grinsen beide, gehen los und lassen mich mit meinen beiden Kindern stehen und gehen vor. Im Ferienhaus angekommen, finde ich nur die Kinder vor. Die beiden Ladies haben sich ins Zimmer verkrümmelt mit Tür zu und kommen erst 15 Minuten später raus, um dann zu zweit mit dem Hund zu gehen. Ich bleibe wieder alleine zu Hause mit den Kindern. Es gibt noch viele Beispiele mehr.
Meine Freundin kommt den ganzen Urlaub nicht auf die Idee, mal 15 Minuten nur mit mir allein zu zweit zu verbringen. Wir gehen bei Ausflügen nie nebeneinander, sie setzt sich immer entweder neben ihre Kinder oder ihre Freundin, nie neben mich. Und ich fühle mich wie das fünfte Rad am Wagen. Um keinen Stress im Urlaub zu machen, hebe ich mir meine Kritik lieber für nach dem Urlaub auf (siehe unten).
Um ein bisschen Feuer rein zu bringen, schlage ich meiner Freundin am letzten Tag vor, dass wir morgens früh aufstehen und uns zu zweit in den eigenen Pool schleichen, um zu baden. Meine Freundin findet die Idee am Abend noch gut. Am nächsten Morgen dann will sie nicht mehr und meint, sie hätte "einen Hänger" und würde lieber liegen bleiben. Meinen folgenden Annäherungsversuch blockt sie dann ab mit dem Vorwand, sie könne sich nicht fallen lassen, wenn so viele Leute im Ferienhaus sind. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir im Urlaub aber schon 2mal Sex.
Dann fragt sie mich auf einmal "Wie wenig Sex müssten wir beide eigentlich haben, damit du mich nicht verlässt? So einen Monat?" Mit dieser dämlichen Frage bringt sich mich aus dem Konzept. Warum fragt man seinen Partner so etwas? Zudem sagt sie mir, dass sie mich auch ohne Sex lieben würde. Das kommt für mich irgendwie wie aus heiterem Himmel. Zudem sagt sie mir, dass sie in ihrem Podcast gehört hätte, dass traumatisierte Menschen ein erhöhtes Bedürfnis nach Sex und Körperkontakt haben können. Auf meine Frage, wie das jetzt gemeint ist, wirft sie schnell ein, dass sie das gar nicht auf mich bezieht (obwohl sie weiß, dass ich ein Bindungstrauma habe). What? Warum haut sie solche Sachen raus, wenn wir eng umschlungen im Bett liegen und sie keine Lust auf Intimität hat?
Habt ihr sowas in der Art in einer Beziehung auch schon mal gehört von eurem Partner? Mit wie wenig Sex man auskommen würde und das man den anderen ja auch ohne Sex lieben würde?
Mir scheint es so, als würde sie langsam die Lust verlieren. Obwohl wir relativ regelmäßig Sex haben und sie mir sagt, dass es ihr richtig gut gefällt. Verstehe das ganze nicht so recht und will eine Aussprache.
Aussprache Urlaub: Sie sagt, wie hätten unterschiedliche Wünsche beim Urlaub gehabt.,Sie wollte in erste Linie, dass die Kinder Spaß haben und sie endlich mal Zeit mit ihrer Freundin hat. Ihr tut es sehr leid, dass mir der Urlaub nicht gefallen hat. Na immerhin. Aber was bringt es im Endeffekt? Ich verstehe nicht, weshalb sie keinen Wunsch danach hat, mal Zeit nur mit mir zu verbringen.
Aussprache Sex: Auf ihre Frage, wie wenig Sex ich brauche, angesprochen, sagt sie, dass es aus einer Angst von ihr heraus kam. Weil ich zu Anfang unserer Beziehung mal sagte, ich kann mir eine Beziehung ohne Sex nicht vorstellen. Sie hat aber wohl die Angst, dass es irgendwann mal so sein könnte, dass sie keine Lust mehr verspürt. Dann war sie mit dem Thema durch. Fand ich irgendwie fadenscheinig.
Wie würdet ihr das ganze Verhalten von ihr deuten? So was fragt man seinen Partner doch nicht, oder? Soll ich weiter bohren, um möglicherweise die "wahren" Gründe zu erfahren?