Koali
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seit meiner Trennung bin ich stille Mitleserin hier im Forum, nun benötige ich aber auch ein offenes Ohr (meine Freunde sind zwar auch für mich da, aber ich würde auch gerne mich mit neutralen Personen austauschen, die in derselben Situation stecken).
Mein Freund hat sich morgen vor 6 Wochen von mir getrennt und ich leide immer noch fürchterlich. Wir waren 5 Jahre ein Paar und eine wunderschöne Zeit miteinander gehabt. Für mich war es immer irgendwie klar, dass das "the real deal" mit ihm ist und wir für immer zusammen bleiben.
Als Grund hat er mir gesagt, dass er sich keine Zukunft mit mir vorstellen kann und ich kann euch sagen, diese Aussage hat echt gesessen.
Na ja, mittlerweile bin ich mir aber auch nicht mehr so sicher, ob das nicht vorgeschobene Dinge sind und er mir die Wahrheit verschweigt.
Am nächsten Tag hat er direkt seine Sachen abgeholt, wir haben unser gemeinsames Konto gekündigt (ging beides von mir aus) und ich habe ihn bei Facebook und Instagram entfernt, Nummer und Nachrichten gelöscht (ich bin da sehr rigoros und weiß, dass mir alles andere nicht helfen würde,). Kontakt hatten wir dann an dem Freitag noch mal, da er an dem Tag seine mündliche Prüfung hatte. Seitdem aber habe ich den Kontakt konsequent abgebrochen und würde mir eher die Hände abhaken, bevor ich ihm schreibe.
Habe mich heute mit seiner Mama getroffen, mit der ich mich immer gut verstanden hat, weil sie mit mir sprechen wollte (er weiß allerdings nichts davon). Sie meinte, sie kann das alles nicht verstehen und glaubt, dass die Gründe für die Trennung seinerseits wohl tiefer in seiner Kindheit liegen, in der wohl einige sehr komische Dinge abgelaufen sind, die jetzt zum Vorschein gekommen sind. Sie meinte auch, dass er wohl ein großes Problem mit Nähe und Liebe hat, aber na ja, das noch nach 5 Jahren? Auf jeden Fall hatte sie ihn am Wochenende gesehen und meinte, dass er ganz schlimm aussieht und nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Er hat wohl auch extrem viel geweint (das hat er auch bei unserer Trennung getan).
Heute musste ich dann erfahren, dass er nächste Woche eine Einweihungsfeier schmeißt (er zieht um, das wusste ich auch) mit über 70 Leuten und wen hat er dazu unter anderem eingeladen? MEINE BESTEN FREUNDINNEN! Das finde ich so was von dreist und fies, dass mir die Worte fehlen. Klar, die haben sich auch gut verstanden, aber die haben sich auch nur gesehen, weil wir zusammen waren. Und so ist es doch klar, dass ich von der Feier erfahre. Und ich weiß nicht, aber mich hat das noch mal extrem verletzt, weil mir das zeigt, dass ich kein Teil seines Lebens mehr bin und alle anderen Menschen ihm näher sind als mir. Was soll so was? Am liebsten würde ich ihm echt meine Meinung schreibe, aber ich lasse es.
Aber trotz der Wut und Enttäuschung sitze ich jetzt hier und heule mir immer noch die Augen aus dem Kopf.
Er fehlt mir so und ich kann nicht verstehen, dass das die richtige Entscheidung für ihn ist, wenn es ihm auch so schlecht geht. Aber das muss ich wohl auch gar nicht. Er meinte, er braucht einfach Zeit, um sich zu sortieren.. Ach Mensch, das ist alles so schwer. Ich kann mich gar nicht mehr dran erinnern, wie ich mich vor der Trennung gefühlt habe, das Ganze ist so ein einschneidendes Erlebnis. Diese Trauer ist so präsent, sie fühlt sich an wie ein Schleier, der sich um mich gelegt hat. Und dauert glotze ich auf mein Handy in der Hoffnung, dass er sich mal meldet.. Hat jemand eine Umarmung im Angebot?

), muss ich dann noch irgendwas tun. Gleichzeitig ist die Angst aber so riesig, zurückgewiesen zu werden und keine Erwiderung auf die Sehnsucht zu bekommen..
