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Wenn die Einsamkeit erdrückt

L
24 Jahre Ehe sind nicht in wenigen Tagen, Wochen oder Monaten vergessen. Da ist viel Gewohnheit und Abhängigkeit im Spiel die eben gewachsen ist. Das Hirn dies nicht so schnell vergisst und einen so schnell erlöst wie man es gerne hätte.

Da muss man schlicht durch, die neue Zeit macht dann eben die vorherige Zeit da eben auch vergessen.

Wichtig, wie schon geschrieben wurde, das Du diese neue Zeit da möglichst positiv füllst, ausfüllst durch Aktivitäten die Dein Hirn und Befinden da positiv füttern. Schlicht nur abwarten eher dazu führt vergangene Zeiten da aktiv zu halten im Hirn und es nur unnötig verzögert siehe Neuanfang.

Einfach neue Hobbys suchen, soziale Medien besuchen um sich auszutauschen, dies kostet nichts außer einem Klick irgendwo und kann auch emotional sehr gut ablenken. Sport und Co geht natürlich auch, was einem halt so liegt.


Musst eben auch tätig werden irgendwie, nicht nur Selbstmitleid und Co. Gab schließlich auch mal gute Zeiten vor dieser EX-Ehe, warum sollte dies nicht wieder gehen ?

Eine gescheiterte Ehe nicht das Ende der Welt ist auch wenn es den gewohnten Alltag da stört. Ist immer noch besser alleine zu sein als sich dann irgendwann da gegenseitig abzumurksen aus Frust wenn es sich immer weiter hochschaukelt. Besser wird da eh nichts in der Regel.

Du wirst es schaffen, da bin ich überzeugt von.

#16


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@DieDirekte Ja, ich habe zum Glück therapeutischer Hilfe

#17


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Wenn die Einsamkeit erdrückt

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@rudi333 Meine Frau hatte leider nie großes Bedürfniss nach Nähe, Intimität oder 6. Von daher ging der Wunsch nach Veränderung doch klar von mir aus. Allerdings: während 24 Jahren Ehe entwickeln sich durchaus gewissen Rollenbilder (an denen ich eine Mitverantworung trage). Meine Frau hat mir mal geschrieben, das sie in unserer Familie eher zu einer "Kümmerin" geworden ist. Darunter hat dann 6/Körperlichkeit etc. sehr gelitten.

x 1 #18


R
Zitat von HeikoA13:
@rudi333 Meine Frau hatte leider nie großes Bedürfniss nach Nähe, Intimität oder 6. Von daher ging der Wunsch nach Veränderung doch klar von mir aus. Allerdings: während 24 Jahren Ehe entwickeln sich durchaus gewissen Rollenbilder (an denen ich eine Mitverantworung trage). Meine Frau hat mir mal geschrieben, das ...

Ok, also ging auch die Trennung, der Wunsch nach etwas "Neuem" etc.. also eher von Dir aus.

Und nun, da Du allein in Deiner Wohnung sitzt, bereust Du diesen Schritt zusehends...... Oder?

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E
@rudi333 Ja, der Schritt in Richtung Trennung und etwas Neuem ging eindeutig von mir aus.
Und ja, jetzt wo ich hier in meiner neuen Bude bin, fühlt es sich oft "falsch" an.
Was sicher auch daran liegt, das ich es gar nicht gewöhnt bin, alleine zu sein und für mich zu sorgen. In den letzten 2 Monaten habe ich sooo viel organisiert und bereit gestellt für mein neues Leben 🤪😱. Viele sagen dazu: hier beginnt ein neuer Abschnitt und Du lernst Dich dabei ganz neu kennen.
Aber die Wehmut über den Verlust meines Lebens und den Verlust zu meiner Fau ist immens.

x 1 #20


R
@HeikoA13

Ich an Deiner Stelle würde (sch... auf irgendeine selbstauferlegte Kontaktsperre) jetzt den Kontakt zu Deiner Frau suchen.

Oder was spricht dagegen? Von den Kindern bekommst Du doch irgendetwas mit, was da vor sich geht, oder? Oder spricht jetzt irgendetwas bahnbrechendes (Frau hat neuen Freund etc...) dagegen?

Deine Gefühle sind offenbar doch noch für Deine Frau da!

x 1 #21


EmmaPee
Wenn ich lese "sind ja nur noch ein paar Wochen bis zum Ender der Kontaktsperre".. Eh? Eine Kontaktsperre ich weder ein Gebot noch in Stein gemeißelt. Wenn Du sie kontaktieren möchtest, dann mach das jetzt. An Deiner oder auch ihrer Reaktion wirst Du merken, ob es richtig oder falsch war. Vielleicht weißt Du danach auch wieder, warum die Trennung sein musste und der Wehmut verfliegt wieder.

x 1 #22


D
„Ja, der Schritt in Richtung Trennung und etwas Neuem ging eindeutig von mir aus“

@HeikoA13
Hast du den Entschluss zur Trennung auch mithilfe bzw. im Rahmen (Reflektion) deiner Therapie gemacht? Oder auch den vereinbarten langen Kontaktabbruch?

Sind das Themen in deiner Therapie? Sprichst du darüber mit deinem Therapeuten?
Oder handelst du eher allein „nach Gefühl“?

Wie oft gehst du zur Therapie? Und fühlst du dich wohl / gut aufgehoben / verstanden bei deinem Psychotherapeuten?

(meine Fragen sind zum Teil sehr persönlich. Du musst sie hier nicht beantworten. Ich möchte dir damit Gedankenanstöße und Impulse geben)

#23


L
@HeikoA13 wieso habt ihr euch getrennt? Habt ihr euch aufgehört zu lieben? Hast du für deine Frau keine Gefühle mehr gehabt? Und sie für dich? Habt ihr euch nur noch gestritten? Wärt ihr euch treu?

#24


L
@Lancuks und bist du dir sicher, dass du deine Frau vermisst? Vielleicht vermisst du nur das vertraute Leben zu Hause?

x 2 #25


btlwe.
Das Einsamkeitsthema beruht häufig auf dem Momentum des Stilstandes! Wirklich ganz klein Anfangen: Sport, ein Spaziergang, Zeit im die Ernährung (für sich selbst gut kochen) oder auch gute Bücher lesen sind so der kleine minimalste Ansatz! Mit der Zeit lernt man, dass man viel mehr erlebt und kommt sehr gut aus der Stagnation der eigenen (gefühlten)"Bedürftigkeit" raus. Man lernt, dass man sich in erster Linie auf sein eigenes Wohl konzentriert, den sogenannten Selbstwert formt! Wie eine kleine Pflanze, man bildet ein Wurzel aus und sieht das externilisierte Resonanz eher nur mit Bedingung an Dich verknüpft sind, ob nun in Job, Liebesleben oder Freizeit! Davon gilt es sich zu lösen. Partner kommen und gehen im Leben, der Zeitpunkt und das Gefühl muss stimmen, logischerweise sind diese nicht statisch, als auch nicht unerschütterlich. Sind sind das Produkt einer Verhandlungsbasis. Von daher ist die Basis eines gesunden Zugang überhaupt erst das Fundament für eine zwischenmenschliche Bindung. Ich kann Dir meine Vorschläge nur ans Herz legen, da man dadurch aus meiner Erfahrung viel positiver an seine Handlungsfähigkeitkompetenz gelangt.

x 1 #26


E
@Lancuks ich denke, ich vermisse beides in gleichen Teilen.

#27


E
Zitat von Lancuks:
@HeikoA13 wieso habt ihr euch getrennt? Habt ihr euch aufgehört zu lieben? Hast du für deine Frau keine Gefühle mehr gehabt? Und sie für dich? Habt ihr euch nur noch gestritten? Wärt ihr euch treu?

Der Grund für unsere Trennung war meine Unzufriedenhei (Wunsch nach Veränderung), keine gemeinsame Perspektive für die zweite Lebenshälte und der Verlust von allem Körperlichen.

Nein, ich hatte zuletzt wenig Gefühle für meine Frau, sie hat sich seit 2020 total in ihre Arbeit vertieft.

Ob meine Frau noch Liebes-Gefühle für mich hat kann ich schlecht beantworten. Es geht eher in die Richtung: bester Freund, bester Vertrauter, wichtigster Mesch im Leben... (so auch bei mir!)

Nein gestritten haben wir nie. Wir haben zu Hause sehr gut harmoniert, waren gut abgesprochen.

2018 hatte ich einen One-Night-Stand (betrunken nach einer Party), den ich ihr erst jetzt 2023 gebeichtet habe, was sie sehr verletzt hat.

#28


E
Zitat von Lancuks:
@Lancuks und bist du dir sicher, dass du deine Frau vermisst? Vielleicht vermisst du nur das vertraute Leben zu Hause?

ich denke, ich vermisse beides in gleichen Teilen. Mein vertrautes Leben etwas mehr....

#29


Heffalump
Vielleicht triffst du dich auf neutralem Boden mit ihr und besprichst das.
Ehen sind ja nun mal nicht statisch, sondern ändern sich mit den Jahren

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A


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