Akari
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ich glaube, ich muss einfach mal ein paar Gedanken los werden. Ich habe schon so oft versucht, einfach alles aufzuschreiben, es aber immer wieder gelöscht.
Im Moment ist es leider so, dass ich seelisch und auch physisch am Ende bin. Im April die höchst unschöne Trennung. Die Wut, der Schmerz und diese fast unerträglichen Rachegedanken sind noch immer so präsent wie damals. Ich kann nicht in Worte fassen, wie unendlich groß mein Hass auf ihn ist. Dafür, dass er mich schamlos ausgenutzt und wie das letzte Stück Dreck behandelt hat, obwohl ich echt alles für ihn geopfert und bitterböse eingesteckt habe. Ich bin in vielerlei Hinsicht emotional vorbelastet. Hatte es als Kind schon schwer, war in der Schule der Außenseiter und hatte -wenn überhaupt - nur sehr wenige Freunde.
Ich weiß bis heute nicht, woran es liegt. Mir wäre es nie in den Sinn gekommen, schlecht über jemanden zu reden oder jemandem ganz bewusst und mit voller Absicht zu schaden. Umso weniger verstehe ich, wieso ich mein Leben lang immer bloß ausgegrenzt und mit Füßen getreten werde. Ich wollte ja nie jemandem etwas Böses. Alles, was ich wollte, war ein normales Leben. Jemanden an meiner Seite, der mich wertschätzt und mich nicht einfach nur wie Dreck behandelt.
Die Erfahrungen von früher und auch im späteren Leben haben mich inzwischen mehrfach in eine Therapie getrieben. Ich habe hart, wirklich sehr hart an mir gearbeitet. Habe versucht, das Erlebte aufzuarbeiten, mit der Vergangenheit abzuschließen und mir endlich ein normales Leben aufzubauen. Ich hatte immer gute Jobs, wurde für meine Leistung und meine schnelle Auffassungsgabe geschätzt. Aber die Einsamkeit war trotz allem mein ständiger Begleiter.
Dann habe ich den riesen Fehler begangen, mich auf dieses A. einzulassen. Ich wollte anfangs nicht, aber er kam immer wieder an, hat Silvester 2017/18 lieber allein mit mir verbracht statt mit seinem Freundeskreis. Da dachte ich, er meint es vielleicht wirklich ernst mit mir. Da habe ich nachgegeben.
Kurz zusammen gefasst: Er war ein verdammter Egoist, nur auf Bettgeschichten aus. Ein Heuchler, Lügner und ein erbärmlicher Fremdgänger. Feige noch dazu. Hat bei seinem Leben geschworen, dass da nichts war, obwohl er wusste, dass ich den Chatverlauf mit der *beep* gelesen habe und er sich nicht mehr raus reden konnte. Ich war ihm die ganze Beziehung über einen sch. Dreck wert. Wie immer. Nur ausgenutzt, belogen, betrogen, verarscht. Wie immer.
Er wusste von meiner emotionalen Vorbelastung. Interessiert hat es ihn bekanntermaßen nen sch. Dreck. Er hat alles das, was ich mir in 14 Jahren mühevoller Kleinarbeit in den Therapien aufgebaut habe, mit einer absoluten Selbstverständlichkeit zerstört. Wie ich mit dem Schaden klar komme, ist ja nicht sein Problem. Hauptsache, er konnte diese *beep* fi.. Hat sich danach feige verpisst und lässt mich auf dem Scherbenhaufen sitzen.
Jetzt kommt erschwerend hinzu, dass ich als Langzeitfolge der ganzen Sache auch noch arbeitslos geworden bin. Mein persönlicher Alptraum ist damit endlich wahr geworden. Wieder nur wie Dreck behandelt, wieder von allen allein gelassen, wieder arbeitslos und lediglich von den Eltern aufgefangen. Na Mensch. So ein Leben wünscht man sich doch. Mit 33 arbeitslos, ständig allein und bei den Eltern wohnen. Ich komme mir so unendlich dumm und erbärmlich vor. Das Gefühl, ein verdammter, wertloser Versager zu sein, ist wieder so präsent wie damals. Ich habe einfach nicht mehr die Kraft, für irgendwas zu kämpfen. Ich habe 14 Jahre lang hart gekämpft. Habe gelernt, wie ich am besten mit mir klar komme, was in einer gut funktionierenden Beziehung wichtig ist und wie ich normal mit Menschen umgehen kann (ich habe das als ewiger Außenseiter eben nie gelernt). Ich habe inzwischen eine Menge Wissen und Sozialkompetenz, nur nützt mir das alles nichts, wenn mein Gegenüber ein erbärmliches A. ist. Mir wurde danach immer gesagt, es wäre nicht meine Schuld. Ich war für ihn da, habe ihn unterstützt, so gut ich es konnte und nicht einmal im Traum daran gedacht, auch nur annähernd Kontakt zu einem anderen Mann aufzubauen. Ich war ihm bedingungslos treu und habe zwei Annäherungsversuche von anderen Männern seinerzeit sofort im Keim erstickt. Mir wurde gesagt, ich hätte mir nichts vorzuwerfen. Es wäre nicht meine Schuld und ich hätte auch nichts falsch gemacht.
Warum nur bin ich dann trotzdem diejenige, die den Schaden hat? Ihm geht's offenbar gut. Sein Leben läuft schön weiter, während er meins eiskalt zerstört hat. Das sichere Wissen, wieder nur belogen und betrogen worden zu sein, hat mich im April schon in die nächste Therapie gebracht. Dass ich jetzt auch noch arbeitslos geworden bin, bricht mir das Genick. Ich lebe in einer wirtschaftlich schwachen Region. Hier Arbeit zu finden ist schwierig. Weggehen ist wegen der Katzen nicht drin. Ich dachte ja, ich hätte hier endlich meinen Platz im Leben gefunden, also habe ich mich mit den Katzen und einer Baustelle, die mal mein zuhause werden sollte, an diese Region gebunden.
Mein Alltag sieht nun so aus, dass ich den ganzen Tag zuhause sitze und nichts erlebe. Ich habe zu viel Zeit zum nachdenken, bin immer nur allein und habe nicht einmal eine sinnvolle Aufgabe. Freunde sind hier keine. Keine wirklichen. Die paar wenigen, die ich als echte Freunde bezeichne, sind über die ganze Welt verteilt. Hamburg, Leipzig, Nürnberg. Frankreich, Dubai, Japan, Australien. In unmittelbarer Nähe ist niemand, mit dem ich mich treffen könnte. Und selbst wenn: Sobald die Leute merken, wie groß der Schaden inzwischen ist, den andere angerichtet haben, lassen sie mich sowieso alle hängen. Offenbar sind ehrliche Beziehungen wohl unerwünscht. Offenbar muss hier immer alles ohne Probleme laufen. Eine Beziehung muss laufen, ohne dass man was dafür tut. Jeder macht sein Ding und es hat zu laufen. Und dann komme ich, der ewige Außenseiter, und sage, in einer Beziehung muss man auch mal Kompromisse eingehen. Muss man auch mal kämpfen. Muss man auch mal schlechte Zeiten durchstehen. Aber warum in schlechten Zeiten zusammen halten, wenn man sich auch einfach verpissen und die Nächste *beep* kann?
Im Moment macht sich unerträgliche Endzeitstimmung in mir breit. Ich weiß ziemlich genau, was ich will und wo meine Grenzen sind. Ich sehe aber auch, was hier auf dem "Männermarkt" so zu haben ist und das sind leider alles solche Typen, die eben nur *beep* wollen und sich nichts daraus machen, nebenbei mal eben einfach eine verheiratete Mutter zu *beep* oder Frauen rumzureichen wie einen Gegenstand. Ich würde es selbst nicht glauben, dass die hier so krass drauf sind, wenn ich es nicht mit eigenen Augen sehen würde.
Was bleibt, ist also weiterhin die unerträgliche Einsamkeit, das Gefühl, immer nur der Außenseiter zu sein und die Frage, wofür es sich denn eigentlich noch zu kämpfen lohnt.
Ich bin einfach nur mit meinen Kräften am Ende.
und Guten Morgen.