@score
@itastub
Die Erfahrung, dass Partner bis zuletzt aktiv Pläne mit uns machten, um einen Moment später zu gehen, haben hier viele gemacht. Sogar in Beziehungen, in denen alles in Ordnung schien. Ich kenne das selbst und hatte angesichts der Tatsache, dass nichts darauf hindeutete, etwas wäre nicht mehr in Ordnung, sehr damit zu kämpfen.
Aber irgendwann muss man sich damit abfinden, dass Taten eben mehr zählen als Worte und die Frau von score zieht die Trennung seit einem Jahr durch. Wenn das keine Tat ist, weiß ich auch nicht.
Zitat von itastub:Da kommt dann automatisch das Gefühl auf deinen Partner retten zu wollen. Ja, Sie hat Entscheidungen in ihrem möglichen Rahmen getroffen und kann nicht verstehen, warum man Sie vor irgendwas retten will.
Den möglichen geistigen Rahmen habe ich nur deshalb genau so genannt, weil der TE offenbar der Auffassung ist, dass sie nicht im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte ist (oder es mit diesen nicht allzu weit her ist). Ich würde diese nicht anzweifeln. Wir haben hier aus meiner Sicht lediglich eine Frau, die eine Trennung durchzieht. Mehr weiß ich nicht über sie bzw. von ihr (wenn man mal von den wertenden und urteilenden Beschreibungen des TE absieht).
Zitat von itastub:Wenn du aber das Offensichtliche siehst, Sie aber nicht, dann erweckt das wenn du liebst doch automatisch das Gefühl den Partner zu retten, bevor dieser voll in sein Unheil läuft.
Ich halte es für ausgesprochen anmaßend zu glauben, man selber würde in so einer Situation besser beurteilen können, dass der Partner in sein Verderben läuft (hier kommt noch hinzu, dass sie nicht mehr seine Partnerin ist) und ihm damit quasi absprechen, dass er in der Lage ist, angemessene Entscheidungen für sich zu treffen. Wir haben hier keine entmündigte Frau sondern einen TE, der sich über ihre Entscheidung für ihr Leben hinwegsetzen will, weil er meint, besser zu wissen, was gut für sie ist als sie selbst. Das mag im Einzelfall vielleicht sogar so sein (z.B. bei Suchtproblematiken oder Abrutschen ins Millieu oder oder oder), aber nichts desto trotz ist es der Weg, den der andere Mensch gehen will. Wenn sie 1000x in ihr Verderben rennt, bleibt es immer noch ihr Leben. Ich verstehe sogar oder auch, dass man jemanden davor bewahren will, aber hier ist mittlerweile ein Jahr seit der Trennung vergangen und es wird Zeit zu realisieren, dass keine Einmischung erwünscht ist.
Zitat von itastub:Oder er merkt es nicht und rennt voll rein - und du als Liebender schaust dann zu? Ich glaube nicht.
Liebe kann nicht alles. Liebe kann viel, wenn Menschen das wollen, aber das setzt eben DAS WOLLEN voraus. Die Frau des TE will nicht mehr. Die beiden haben trotz professioneller Hilfe in der Vergangenheit keinen Weg für sich gefunden. Also hat sie entschieden, nicht weiter machen zu wollen. Das ist eine Entscheidung, mit der man hadern kann, aber die man letztlich akzeptieren muss. Nochmal: besser wissen zu wollen, was für den Ex-Partner das Richtige ist (noch dazu, wenn es in einem selbst besteht), empfinde ich als anmaßend. Eine Trennung nach all den Versuchen ist mehr als legitim und vermutlich sogar das Beste, was beiden passieren kann.
Zitat von itastub:Lässt du die Person die du liebst fallen oder setzt du all deine Kraft & Liebe ein, um Ihr daraus zu helfen?
An diesem ganzen Thread vestehe ich überhaupt nicht, was Ihr unter dem Fallenlassen versteht. Wohin fällt sie denn Eures Erachtens nach gerade?
Sie will doch nur nicht mehr Teil dieses Paares sein. Das hat nichts damit zu tun, dass sie fällt oder fallen gelassen würde, wenn man es akzeptiert. Sie will es so! Ihren Willen und ihre Grenzen zu akzeptieren, ist angemessen. Alles andere ist grenzüberschreitend und anmaßend, wenn man es über einen so langen Zeitraum und nicht aus dem ersten Schock heraus betreibt.