Mitternachtsspi.
Gast
ich habe mich frisch vor drei Wochen von meinen Freund getrennt, wir waren vier Monate zusammen und sind beide Ende Dreizig. Getrennt habe ich mich nach einem Urlaub, den wir gemeinsam mit einem anderen Paar in einem Ferienhaus verbracht haben. In der Zeit hat die Freundin von mir, angefangen meinen Ex-Freund anzuflirten. Sie wollte sich vor Antritt des Urlaubs eigentlich von ihrem Freund trennen, hat es dann aber verschoben.
Während des Urlaubs habe ich sie von einer anderen Seite kennengelernt, irgendwie theatralisch und sehr auf meinen Ex fixiert. Anfangs hat er noch distanziert reagiert, später hat man gemerkt, daß ihm die Aufmerksamkeit gefällt und ihr Futter gegeben. Habe ihn auf die Situation angesprochen, er hat ausweichend mit Witzen reagiert und schließlich eingestanden, daß sie ihm schon gefällt aber wir ja zusammen sind. Ich fands nur verletzend und unreif, sowas bringt man nicht. Nach dem Urlaub habe ich mich ein paar Tage gesammelt und dann schließlich aus Überzeugung Schluß gemacht. Tja, ... nun traurig, weil ich mich desillusioniert fühle. Auch auf die Freundin habe ich eine irre Wut und den Kontakt abgebrochen. Sie hat mir vor ein paar Tagen eine Mail geschrieben, daß die Hormone sie wegen Menopause fest im Griff haben und sie irgendwie ein Problem damit hatte, uns so frisch verliebt zu sehen. Großes Kino, oder? Was für eine Farce.
Eben habe ich ein paar Stunden hier im Forum quer gelesen, zum Teil auch alte Beiträge. Habe angefangen zu weinen, weil sich bei mir der Eindruck verstärkt, daß Beziehungen immer weniger ernst genommen werden. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es mehrere Fälle von Untreue. Bei vielen verheirateten habe ich den Eindruck, daß sie immer noch auf der Pirsch sind, auf der Arbeit, auf Partys, ... Egal ob Mann oder Frau. Liegts an meinem Umfeld, wo viele schon seit Jahren vergeben sind und nun der Reiz des neuen wieder aufflammt? Vielleicht sehe ich das grade alles sehr radikal mit meiner eigenen Brille.