Zitat von sappy:Mir scheinst du eine absolut liebenswerte und korrekte Person zu sein, die keine offensichtlichen Verhaltensfehler in der Kennenlernphase zeigt! Eigentlich möchte ich dich ermutigen, deine berufliche Entwicklung erstmal über die Frauensuche zu stellen! Ich denke schon, dass Arbeitslosigkeit ein Grund sein kann, warum sich Dates nicht übers Kennenlernen hinweg entwickeln....mag sein, dass es sich hier um meine subjektiv erfahrungsgeprägte Meinung handelt ( aber ich denke, so romantisch die Blümchen vom Wegrand auch sein können- die meisten Frauen checken doch die Versorgerqualitäten genaustens ab und würden durch eine Einladung ins Restaurant o.ä. wahrscheinlich mehr ...
Hallo Sappy!
Vielen Dank für Deinen Beitrag!
Es ist schön, dass du nochmal deutlich herausstellst, dass bei Dates anscheinend doch über Versorgerqualitäten beim Mann mehr geschaut wird, als das es viele Menschen zugeben wollen. Und das Arbeitslosigkeit für die manche Frauen ein "Problem" darstellt.
Das ist dann quasi fast das "Gegenstück" für Männer, die z.B. alleinerziehende Frauen meiden, weil sie sich nicht als Versorger für die Kinder anderer Männer engagieren wollen. Das könnte man dann einen Ausgleich zwischen den Geschlechtern nennen, die Argumente sind unterschiedlich, die Ergebnisse identisch - diesen Menschen, der vielleicht sonst "tadellos" ist, wird dadurch aussortiert.
Und hinterher fragen sich dann die Protagonisten, weil sie niemanden anders über einen langen Zeitraum kennenlernen (oder selbst abgelehnt werden): Was will ich eigentlich?
Tja, wie gesagt, daran arbeite ich. An meinem Status als Arbeitsloser. Nur zaubern kann ich nicht. Zudem muss ich die Weiterbildungen und Umschulungen erst einmal hinter mir bringen, erst dann kann ich, wenn ich einen Arbeitgeber finde, einen Job ausüben. Also den Zeitpunkt kann ich Stand heute nicht benennen.
Ist das auch wichtig? Wenn ich "nur" eine Freundin suche, wo ich keine Familie gründen möchte (das Thema ist für mich erledigt und ich schaue auch nur nach Frauen, die es lt. eigenen Angaben so handhaben), sondern lediglich eine liebe, nette und humorvolle Frau suche ohne jetzt knallharten Lebensentwurfsplan (der sich ja erfahrungsgemäß immer wieder mal ändern tut), aber mit der ich eine schöne und im Idealfall dauerhafte Beziehung führen möchte, sind doch solche Begeitumstände eher von sekundärer Bedeutung. Ich habe mich ja auch mit alleinerziehenden Frauen getroffen und die nicht gleich aussortiert, weil die in meinen Augen nicht prädestiniert sein könnten. Der Mensch steht bei mir im Vordergrund. Wer kann schon sagen, ob nicht morgen mit einem was passiert. Ein Unfall, ein Schicksalsschlag - alles wäre theoretisch möglich. Und diese Theorie steht dann bei der Partnersuche über allen anderen aktuellen Tatsachenbeständen.
Ich habe hier schon oft gelesen, dass Männer eher realistisch und Frauen eher gefühlsmäßig denken und dieses oft zu Problemen führt. Daran scheint eine gewisse Portion Wahrheit zu liegen. Habe ich so noch nicht bedacht, aber es erklärt mir, dank Deines Beitrags, liebe Sappy, warum ich die A.-Karte gezogen habe bzw. ausselektiert wurde.
Das ist echt gruselig. Da kannst noch so nett, aufrichtig, humorvoll und authentisch sein. Dich bestmöglich darstellen, aber ohne zu übertreiben oder gar zu betrügen/zu belügen. Und trotzdem bist Du quasi ohne Chancen, weil meine "Versorgerqualitäten" aufgund imaginärer/gefühlsbedingter Ängste einer potentiellen Frau in deren Augen nicht ausreichend sind.
Was dann wiederum witzig ist, denn diese Frauen behaupten ja durchweg, sie suchen keinen Versorger. Heißt das im Umkehrschluss nun, dass quasi alle Frauen lügen, was diese spezielle Frage betrifft?

Dann würden sie in mehrfacher Hinsicht lügen, denn sie behaupten ja, stets aufrecht/ehrlich zu sein und erwarten dieses natürlich zu recht auch immer von den Männern. Aber selbst halten sie sich dann nicht daran. Oder, wie mein Eingangsthread schon betitelt ist, wissen sie tatsächlich nicht, was sie wollen?
Kann es sein, dass sie ihre Ursprungszielsetzung immer wieder ändern bzw. anpassen bei der Partnerwahl? Dann wäre die Frage mit "Ja" zu beantworten, weil sie keine eigene feste Meinung und Zielsetzung haben, sondern überwiegend unter den sog. "Argumentsuchern und Verweigerern" fallen. Das wäre erschreckend . . . . .
Natürlich müssen beide Seiten kompromissbereit sein, es können sich immer mal Umstände oder Situationen ergeben, die ein Umdenken erfordern. Wobei ich feststellen muss, dass bei den bisherigen Treffen meinerseits mit den betreffenden Damen dann wohl wenig Spielraum bei den Protagonistinnen gegeben war. Und sie sich dann mit anderen Männern trafen und zusammen kamen. Das da immer gedacht wird, das wird besser und dauerhaft halten - was dann zumeist nicht der Fall ist.
Das macht das ganze natürlich unnötig komplexer. Puh.
Es ist interessant, was Du geschrieben hast im Falle eines Arbeitslosen:
Zitat:aber ich würde mit einem arbeitslosen sicher sehr viel Energie investieren um ihn zu dem ein oder anderem Job "pushen" - mir ging es dann bisher so, dass mich die Schwierigkeit des einen Partners, sich ins Berufsleben zu integrieren letztlich doch zu sehr belastete, auch weil ich einfach irgendwann alles getan hatte, um ihn zu unterstützen und mir quasi nichts mehr einfiel -
Warum "muss" sich ein Mann in das Berufsleben integrieren? Ich erwarte dieses doch auch von Frauen nicht. Wenn ich mich bereits bemühe, brauche ich doch keine Frau zum "Pushen" - das ist doch nur unnötiger Druck in einem Bereich, wo eh schon Druck ohne Ende herrscht. Der Arbeitsmarkt ist brutal, oft unmenschlich und selten gerecht. Da brauche ich nicht noch zusätzlichen Druck von einer Frau. Da sollte/muss ein Umdenken erfordern, wenn dem so wäre.
Zeit und Geduld sind heutzutage ein seltenes Gut in unserer teils verrückten schnelllebigen Zeit geworden. Aber genau das ist, wie bei der Partnersuche, absolut erforderlich. Nur wer hat das heutzutage noch?
Das Leben ist schon manchmal aberwitzig......