Riese84
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diese Frage treibt mich seit der Trennung um.
Man sagt ja immer, dass man alleine glücklich sein/werden soll und dass das die Voraussetzung für eine gute Beziehung ist. Das Liebende sich wie zwei Könige begegnen sollen und nicht wie zwei Bettler. In der Theorie ist mir das alles völlig klar und logisch. Aber die Wahrheit ist: Immer wenn ich Single war, war ich nicht wirklich glücklich. Ich bekomme mein Leben prinzipiell gut auf die Reihe. Sport, Studium, jetzt ein guter Job etc. pp. Aber nichts davon hat mir wirklich was gegeben.
Wenn ich mit Freunden/Bekannten zusammen bin, fühle ich mich trotzdem nicht wirklich vollständig und glücklich, sondern alleine und irgendwie einsam. Bei jedem erlebten schönen Moment denke ich, dass ich diesen Moment jetzt gerne mit jemandem teilen würde.
Ich bin eigentlich auch "gut" zu mir selbst. Aber wenn ich mir z.B. was leckeres koche, dann denke ich oft: "Was soll der ganze Aufwand eigentlich für mich alleine?"
Man soll sich auch selbst lieben, aber auch das hat mir nie gereicht.
Wenn eine Frau mich geliebt hat, war DAS der Wind unter meinen Flügeln.
Ich war stark und selbstbewusst, erfolgreicher im Beruf und Privatleben.
Konnte mich besser durchsetzen und besser Kontakte knüpfen.
Wenn der Job mal wieder genervt hat, dachte ich oft nur insgeheim "F.....euch doch alle, ich fahre gleich heim und knutsche meine wundervolle Frau ab". (Sorry, für die Ausdrucksweise)
Kann man überhaupt alleine wirklich glücklich sein und sich vollständig fühlen?
Wünsche euch allen einen schönen Abend.
LG
Riese

