Zitat von Wasabix: Inzwischen ja.
Die war in den letzten Wochen deutlich verrutscht. Nach meinem eigenen Empfinden.
Seit dem letzten Gespräch und dem Wochenende fühlt es sich wieder ausgewogen an
Klar, denn erstens hast Du genau die Dinge angesprochen, die problematisch für Dich sind und zweitens und das ist wichtiger, bist Du für Dich eingestanden. Und das hat er gemerkt, dass Du ihm damit Grenzen setzt. Ohne Grenzen funktioniert auch keine Beziehung.
Allein, dass Du Dich getraut hast, diese Dinge bei ihm anzusprechen, ist ja schon ein riesiger Fortschritt. Denn dazu musstest Du die inneren Ängste überwinden. Wie wird er reagieren? Wird er verstehen, was ich ihm sagen will? Oder lässt er mich im Regen stehen und wiegelt wieder ab und stellt mich womöglich als Nervensäge hin?
Ein Fortschritt ist ebenfalls bei ihm zu bemerken. Er hat den Ernst der Lage erkannt und hat für seine Verhältnisse "klein" beigegeben. Es ist ihm bewusst geworden, dass Du eben nicht nur die anhängliche, unterwürfige Wasabix bist, sondern dass Du durchaus für Dich einstehen kannst. Und wie Du siehst, hat es gewirkt.
Er gibt sich jetzt mehr Mühe. Obwohl, Mühe sollte es ja nicht sein. Also sagen wir, er verhält sich jetzt wieder zugewandter und liebevoller. Wie lange das anhält, weiß keiner.
Aber es ist für den Moment - denke ich - genug. Er weiß, dass Du Grenzen der Nachsicht setzt und das wiederum bedeutet für ihn ja auch eine klare Ansage, eine Orientierung. Er hat verstanden, alles lässt sie sich nicht bieten und sie hat Erwartungen an eine Beziehung.
Diese Abhängigkeit von diesem Sch...WA solltest Du unterbinden. Ob er reagiert, wie er reagiert und wann er reagiert, es bietet alles Interpretationsspielraum, den Deine inneren Dämonen wieder ausnützen werden.
a) er reagiert umgehend und wünscht Dir eine gute Nacht und sagt, er freue sich auf das nächste Treffen.
Du jubilierst, aber dann setzt sich garantiert wieder ein Dämon auf Deine Schulter und sagt, er reagiert jetzt so schnell, damit er dann den Rest des Abends seine Ruhe vor dir hat. Und er sagt nette Dinge, was ihm ja nicht viel kostet, damit er Dich ruhig stellt.
b) er reagiert verspätet. Anlass zur Panik, was ist da los? Warum schreibt er nicht zurück? Was macht er? Und mit wem? Oder ist er nur müde und ich sehe wieder rosa Elefanten?
Ich empfehle eine Beziehung ohne WA. Es tut nicht gut, es beschäftigt einen über Gebühr und es reicht, darüber Termine auszumachen. Alles andere ist Krampf und setzt jeden unter Druck.
Lass das sein. Wenn Du heim fährst, musst Du ihm doch nicht noch hinterher schreiben. Das ist ganz nett in den ersten vier Wochen, aber dann wird es zur Routine, aus der Du Dir eine falsche Sicherheit verschaffst oder eben Unsicherheit schöpfst.
Gute Idee, wenn Du eigene Interessen wieder in den Vordergrund stellst. Egal was auch immer Du tust, tu es für Dich, damit es Dir damit gut geht. Damit gibst Du Dir eine positive Ich-Botschaft. Ich möchte reiten lernen oder Esel füttern oder Bilder malen oder im Verein tanzen, weil es mir Freude bereitet und nicht weil er es gut findet oder womöglich abwertet. Nein, das machst du ganz für Dich.
Es soll Menschen geben, die Tauben züchten. Das ist ja auch etwas strange.
Wegen des Allgäu-Tages würde ich dir raten, Dich da rauszunehmen. Du hast ihm nichts zu verbieten und wenn er fremd gehen wollen würde, findet er andere Gelegenheiten. Dann lass ihm doch seinen Spaß bzw. seine freie Entscheidung.
Das muss Dich nicht kümmern und es wäre vielleicht sogar eine Gelegenheit, den negativen Trigger, der dadurch entstanden ist, zu relativieren.
Ich finde es nicht gut, wenn man dem anderen was "verbieten" will. Wenn er aus freien Stücken nicht hingeht, ist es in Ordnung. Wenn er hingehen will, dann soll er. Du kannst eh nichts verhindern, weder mit noch ohne den Allgäu-Tag.