Hallo zusammen
Ich melde mich zurück und gleichzeitig möchte ich mich für ne Zeit verabschieden.
In den letzten Wochen ist viel passiert und ich habe viel nachgedacht. Gestern hab' ich mich nach 3 Monaten mit meinem EX getroffen. Ich dachte ich wäre stark genug - dachte. Dann stand er da vor mir, ein glücklicher junger Mann, erzählte von seinem perfekten Leben (nunja er nannte es nicht so aber man sah es ihm an). Es tat weh zu spüren, dass es ihm egal ist ob ich Teil seines Lebens bin oder nicht, es geht ihm gut. Es tat weh zu spüren, dass er seine EX-Freundin aufrichtig liebt und sehr glücklich ist mit ihr, es tat weh zu spüren dass er mich nicht vermisst - jedenfalls nicht auf dieselbe Art wie ich ihn.
Es lief alles gut, bis ich ihm draussen im Schnee ein Erdbeerttörtchen übergab (er mag die sehr...) und ihn fragte ob ich ihn umarmen dürfe. "Ja, Klar!" Die Umarmung war so intensiv und da kam in mir alles hoch. Ich zögerte noch einen Moment und dann sagte ich die 3 Worte wovor ich solche Angst hatte, was für eine Wirkung sie auslösen würden. "Ich vermisse dich" Was darauf kam war enttäuschend. Er murkste irgendwie rum, die Situation war ihm furchtbar unangehenm und er meinte dann völlig unpassend: "Natürlich gibt es Momente, da denk' ich an dich, da kommen Erinnerungen hoch. Aber ich weiss dass ich mit J. zusammen sein will" ZACK - wie ein Schlag ins Gesicht, ein Stich ins Herz - nein mir wurde das Herz regelrecht rausgerissen. Und als ob das Herz wirlich anfing so sehr zu schmerzen dass es blutete, kriegte ich Nasenbluten. (Hatte zum Glück viiiiiiiiiele Taschentücher dabei) Ab da musste einfach alles raus, ich hatte keine Lust mehr zu überlegen, was falsch ist und was richtig, ob ich ihn mit meinen Aussagen noch weiter wegdränge oder nicht. Es war mir egal. Da musste s viel raus. Irgendwann konnte ich dann nicht mehr, wollte nur noch nach Hause. Am Bahnhof angekommen meinte er: "Komm wir machens einfach so, ich werde mich wieder bei dir melden, ob ich dann traurig bin oder nicht wenn du nicht schreibst dass überlasse mal mir, ich möchte nicht dass du nach Hause gehst und denkst, Was ist das für ein Vollidiot" Darauf meinte ich "Kann dir doch egal sein! (War schon sehr wütend) Er schien etwas beleidigt aufgrund meiner Antwort und meinte: "Es ist mir aber nicht egal, was du von mir denkst"
Was erwartet dieser Mensch eigentlich? Dass er mir das Herz brechen kann, regelrecht rausreissen kann, dann mit der EX zusammen kommt, ich mir wie ne Übergangslösung vorkomme (jetzt im Nachhinein) und ich ihn dann immer noch als TOLL ansehe ?!
Dieser Mensch ist mir sehr wichtig, bedeutet mir unglaublich viel und diese "Umstände" machen es so schwer, ihn loszulassen.
Ich habe Angst, Angst vor der Zukunft dass ich nie wieder so lieben kann. Auch noch nach 3 Monaten weine ich täglich, denke täglich an ihn, planze ab und an mal wieder ne kleine Hoffnungspflanze, baue mich selbst jeden Morgen auf, überstehe und meistere irgendwie meinen Alltag. Das ist doch kein Leben?
Wie kann man so kalt sein, gegenüber einem Menschen, der einem mal so nahe stand.
Natürlich durfte der "krönende Abschluss" nicht fehlen. Wir umarmten uns eine halbe Ewigkeit, da kam in mir so unglaublich viel hoch... und ich sagte ihm: Du bedeutest mir sehr viel, aber im Moment gehts nicht. Er erwiederte meine Aussage, was das ganze irgendwie noch schlimmer machte.
Auf der Heimreise plagten mich furchtbare Gefühle und Gedanken. "Hat er mich jemals so sehr geliebt wie ich ihn?" "War er nur mit mir zusammen, um über sie hinwegzukommen?" Er fährt jetzt nach Hause, denkt vielleicht noch ein paar Stunden über das heutig Treffen nach, und das wars dann. Ich hingegen, sitze hier und werde wahrscheinlich wieder 3 weitere Monate benötigen, um allein dieses Treffen verarbeiten zu können.
Und nun zu meinem Abschied. Ich werde ab und an mal wieder reinschauen, vielleicht auch öfters. Ich habe einfach keine Lust mehr, Tag für Tag über ihn zu schreiben, er ist schon in meinen Gedanken, was er auch nicht verdient hat. Er soll nicht ständig präsent sein. Ich zerbreche grade, ja...da ist eine Hoffnung, kein Glaube mehr dass es besser wird. Es ist schwierig so zu leben. Und ich will einfach nur dass es aufhört, dass Ruhe in mir einkehrt - Frieden.