Liebe
Summerdream,
sei willkommen in unserer Runde und fühle dich gedrückt.
Zitat:Ich habe in der Beziehung oft gelitten, viel geweint und viel Ignoranz, aber auch genauso viel Liebe erfahren. Trotzdem fällt es mir alles unglaublich schwer und obwohl ich weiß, dass es alles besser so ist, gibt es genug Tage an denen ich ihm gerne einfach schreiben würde "Komm bitte zurück, ich kann nicht mehr!", was ich aber unterlasse. Auch Rückwerbungsversuche(nach drei Tagen...) habe ich abgewehrt.
Ich verstehe nur nicht, wieso ich Wochen vorher selber schon einmal so weit war es zu beenden und nun doch so verdammt doll leide.
Das kenne ich ganz genau!
Ich habe mich nach über 22 Jahren Ehe von meinem Mann getrennt. Wir waren ein super Team, aber als Paar schon lange ne Niete! Außerdem spielte der Alk.konsum meines Mannes eine große Rolle.
Als ich meinem Mann meine Entscheidung präsentierte, lagen wir uns beide im Arm. Ich habe genauso geweint wie er. Und ich litt wie er, obwohl ich längst keine Gefühle mehr für ihn hatte (nur freundschaftliche). Ich habe abgenommen und kaum geschlafen. Aber die Entscheidung habe ich nicht bereut. Das ist jetzt drei Jahre her. Nun warten wir auf einen Scheidungstermin.
Selbst wenn man innerlich längst abgeschlossen hat, ist es doch etwas anderen, wenn man dann vor der Entscheidung steht. Das geht nicht spurlos an einem vorbei! Mit der Endgültigkeit muss man erstmal klarkommen.
Wir wohnen noch in einem Haus und wollen es auch gemeinsam behalten. Wir haben jeder separate Wohneinheiten und es funktioniert gut. Aber da steckt auch Arbeit drin. Mein Mann hat am Anfang versucht, mir das Leben schwer zu machen. Er war tief gekränkt und verletzt, obwohl das Thema Scheidung schon das erste Mal auftauchte, als unsere Kinder noch klein waren.
Es ist also normal, dass man trotzdem leidet, auch wenn man mit der Entscheidung schon lebte.
