Neja
Gast
Nachdem ich meinen Beitrag hier gestern reingesetzt hatte, nahm ich Kontakt zu einem anderen Freund auf, der bei der Polizei arbeitet. Der wiederum kontaktierte einen Kollegen des örtlich zuständigen Polizeireviers am Wohnort meines Freundes und erklärte ihm die Sachlage. Der Kollege nahm meine Sorgen sehr ernst, bat aber darum, dass ich meine Sicht nochmals am Telefon schildern sollte. Das tat ich. Der Beamte versprach daraufhin sofort, sich um die Angelegenheit zu kümmern und einen Streifenwagen loszuschicken.
Ich bekam später dann einen Rückruf, dass man meinen Freund nicht persönlich angetroffen hätte, wohl aber eine Nachbarin, die glaubhaft vermittelte, meinen Freund noch am Sa gesund und munter gesehen zu haben. Er sei jetzt nicht zu Hause, weil er Schichtdienst hätte (meine Infos zu seinem Schichtplan sind andere, aber egal). Die Nachbarin wurde von den Beamten gebeten, meinem Freund zu übermitteln, dass ich mir Sorgen mache und er sich bei mir melden solle. Beruhigt bin ich deswegen noch lange nicht. Im Gegenteil…, ein paar Dinge passen überhaupt nicht und gemeldet hat er sich auch nicht.
Aber ich für meinen Teil habe jetzt alles getan, alle mir möglichen Mittel ausgeschöpft. Ich hatte sogar versucht, Kontakt zu seinem Vater aufzunehmen, von dem ich eine Handynummer habe. Aber auch sein Handy war abgestellt (und er weiß nicht, dass ich die Nummer besitze).
Jetzt ist er am Zug, so er denn will.
Was mich betrifft, so stelle ich ab sofort alle Kontakte ein. Er kennt meine Geschichte und sollte er diese Mobbinggeschichte als Ausrede benutzt haben, ist er nur ein weiteres A…loch in der Männerwelt (was ich immer noch nicht glauben mag). Ich brauche niemanden, der mich emotional so runterzieht, dass ich wie eine junge Gazelle im Dreieck springe und keinen klaren Gedanken mehr fassen kann.
Ich muss auf mich achten. Er ist alt genug, um auf sich selbst aufzupassen. Er weiß, wo er mich findet, sollte ihm unsere Freundschaft etwas bedeuten.
Weh tut es trotzdem!
Und führte automatisch wieder zu Gewichtsverlust und Schlafproblemen!
Ich danke euch für eure Anteilnahme.
…und MmB: Er war kein potentieller „Mann für´s Leben“, sondern „nur“ ein Freund. Von daher sehe ich es auch nicht als meine Aufgabe an, ihn zu „erziehen“. (Es ist ohnehin nicht mein Ding, mir einen Mann zu „erziehen“, er ist schließlich kein Hund!) Ich empfand meine Sorgen berechtigt, weil ich weiß, dass mein Freund im letzten halben Jahr einige Tiefschläge einstecken musste. Da bimmelten bei mir eben alle Alarmglocken, als er alle Kontakte einstellte. Ich weiß auch, hätte er vorgehabt, sich etwas anzutun, hätte ich es bestimmt nicht verhindern können, aber ich habe es wenigstens versucht und muss mir deshalb nicht vorwerfen, keine aufmerksame Freundin zu sein. Verstehste?
Aber ich weiß deine Sorge durchaus zu schätzen, da auch du ja meine Geschichte in Ansätzen kennst.


Das ist sehr schmerzhaft. Du hast getan was du tun konntest, und weitaus mehr als viele Menschen tun würden.