Zitat von Jeanne14:Zitat von kleines_bluemchen:Ja Jeanne, du hast Recht.
Manche Menschen scheinen mir mehr Glück gesegnet, als andere. Aber es ist ja nicht so, dass ich kleine Dinge nicht zu schätzen weiß und an sich finde ich es auch gut, auch negative Gefühle und Facetten des Lebens intensiv wahrzunehmen, einzuordnen und auf mich wirken zu lassen bzw daran zu wachsen.. aber es gibt Momente, an denen man es satt hat. Einfach wieder frischen Wind spüren möchte, der durch die Haare weht, Sonnenstrahlen, die durch das Gesicht kitzeln und warm darauf tanzen. Karin hat das ganz gut beschrieben - man lebt! Aber es ist nicht erstrebenswert.
Ich bin aber davon überzeugt, dass man an all diesen Hindernissen wächst und dass es sicher für irgendwas gut ist. Das habe ich hier gestern schon einmal beschrieben.. Und auch, wenn ich mir denke, dass manche Menschen mit mehr Glück gesegnet sind, weiß ich mein Leben sehr zu schätzen.. und ich bin davon überzeugt, dass auch scheinbar dauerhaft glückliche Menschen ihr Päkchen zu tragen haben. Irgendwann stolpert jeder..
Ach ich finde deine Einstellung sehr gut.!
Weisst du, wenn ich so0 zurück denke habe ich sehr wenige richjtige echte Glücksmomente in den letzten Jahren gehabt.
ich steh mir oft selbst im Weg und es fällt mir wahnsinnig schwer einfach mal im Augenblick zu sein und diesen auch zu geniessen.
Als ich vor 1,5 Jahren kirchlich geheiratet habe - da hatte ich diesen Moment in der Kirche und ich kann ihn noch immer nachfühlen- ich war einfach nur glücklich und habe gedacht neben mir steht ein mensch der indiesem moment ja sagt zu mir und ich habe jemanden gefunden zu dem ich ohne Einschränkung sagen kann ja....
Dieser Moment ist für mich nun die größte Qual - weil alles was in den letzten Monaten passiert ist - diesen Tag wie eine Karrikatur auf mich wirken lässt - als wäre das ein falscher Film gewesen -
jetzt versuche ich kleine Momente zu finden - mit meinem Kind oder in der Natur oder mit mir selbst - aber ich komme da nicht hin - ich spüre ein last in mir und einen Schmerz - der so tief ist - dass ich darüber hinaus nicht fühlen kann - somit lebe ich - aber mit dem gefühl Schmerz auszustrahlen und deshalb finde ich schon das NERUTRAL sein erstrebenswert.
Bei mir sind es in zwei Wochen auch 4 Monate....
Ich habe gerade das große Bedürfnis dir Trost zu spenden, dich in den Arm zu nehmen und dir zu zeigen und zu sagen, was für eine wunderbare, tolle und bewundernswerte Frau du bist
Das mit dem "Sich selbst im Weg stehen" kenne ich sehr, sehr gut. Das habe ich lange Zeit auch gemacht und ich habe mir so einige Momente des Glücks damit selbst verbaut. Ich habe hier schon einmal beschrieben, was für eine Mauer ich mir aufgebaut habe und was für ein Trümmerhaufen mein Ex hinterlassen hat. Aber der erste Weg zur Besserung war es, zu erkennen, dass diese Mauer nun weg ist und auch weg bleiben soll.
Gerade fühlst du dich, als wenn nur noch Schmerz in deinem Leben ist und das die Trümmer und der Staub der Trennung dir die Sicht vernebeln. Du fühlst dich hilflos und verlassen.. und das tut weh, es fühlt sich an, als wenn man zerreißt! Und ich weiß, wie tief man diesen Schmerz spüren kann. Und ich kann erahnen, wie sich dieser Tag im Nachhinein für sich anfühlt. Irgendwann, mit dem nötigen Abstand, wirst du darauf zurückblicken können und es als Teil deines Lebens sehen. Es wird nicht immer wie ein Blitz in deinen Kopf schießen und Schmerz verursachen.. sondern du wirst daran denken können, wenn du es möchtest.
Aber ich möchte dich leise daran erinnern, dass du vor ein paar Wochen beschrieben hast, dass du ein Zwischenplateau erreicht hast. Du durftest das Gefühl der Freiheit kosten. Es war nur kurz und es reichte vermutlich nicht aus, um deinen Tank aufzufüllen. Aber versuche ruhig zu atmen, versuche zu spüren, wie wunderbar sich dieses Gefühl vorsichtig an dich rangetastet hat. Und ich verspreche dir, dieses Gefühl wird wiederkommen!
Manchmal denkt man, man kann nicht ohne den Ex-Partner leben und existieren. Aber schau mal.. du kannst atmen, essen, trinken und existieren, auch ohne ihn! Dein Leben ist nicht abhängig von ihm. Noch ist es nicht das Leben, das du dir wünscht, aber zu dem wird es wieder werden, aber du musst es wollen. Du hast einen wunderbaren kleinen Mini, du hast einen Job, du hast eine Familie, die hinter dir steht. Du musst versuchen, diese wunderbaren Geschenke NOCH intensiver wahrzunehmen. Du schreibst, dass du das versuchst und das finde ich gut

Und du wirst das schaffen. Wenn du schreibst, dass dir ein neutraler Zustand helfen würde, dann hoffe ich für dich, dass du diesen erreichst. Aber auf lange Sicht wirst auch du es schaffen glücklich zu sein. Und warum? Weil du es wert bist! Weil du es verdient hast und vorallem, weil er so ein wunderbares Geschöpf wie dich eben nicht verdient hast.
Fühl' dich von mir in den Arm genommen
