Hallo,
Ich bin zufällig auf das Forum gestoßen, weil ich nicht mehr weiter weiß. Die Trennung mit meiner ex liegt jetzt schon 5 Monate zurück, aber ich komm immer noch nicht damit klar, bzw habe das Gefühl, dass es immer schlimmer wird.
In der Beziehung war ich nicht sehr glücklich. Meine ex ist immer am Wochenende alleine mit ihren Leuten losgezogen, hat mich daheim sitzen lassen. Nachdem wir eine fernbeziehung geführt haben, sahen wir uns nur dann, was natürlich blöd war. Ich habe die meiste Zeit dann alleine verbracht, damals hat mich das aber auch nicht so gestört, weil ich eine stressige Woche hatte. Ihre Leute dachten schon, dass ich Sie nicht mögen würde. Bin ich mal losgezogen, dann hat Sie mich immer sehr früh schon angerufen und gefragt, wann ich denn endlich zu ihr Komme, obwohl ich noch schlafen wollte. Viele Dinge haben wir nicht zusammen unternommen, wenn ja, dann Sachen die sie macheb wollte. Habe ich Vorschläge gemacht, so war ihr das egal.
Im Prinzip hat Sie sehr wenig mühe in die Beziehung investiert. Was mir den Kopf gerade aber echt zum platzen bringt, ich habe offene Kommunikation nicht betrieben. Wenn mich etwas störte, so hab ich das in mich hinein gefressen. Ich könnte ihr nicht offen die Meinung sagen, mich durchsetzen (zb die Tatsache, dass Sie nie zu mir gependelt ist, außer jemand aus ihrer Familie war in der Stadt; war ich im Urlaub, so habe ich immer versucht Sie zu erreichen, andersrum war das nie der Fall) im Prinzip habe ich ihr fast alles durchgehen lassen. Auch war ich nie in irgendeiner Form eifersüchtig. Ich Komme aus einer Familie, in der Problemvermeidung oberste Maxime ist und habe das voll in der Beziehung gelebt. Wir hatten in der ganzen Zeit nie richtig Streit, was auch wichtig ist, wie ich jetzt erkenne. stattdessen habe mich in irgendeiner Form versucht davon abzulenken, zu fliehen (was auch mit der Familie zusammen hing)
Oft hat Sie auch gesagt, dass ich Dinge ansprechen muss, aber ich konnte es schlichtweg nicht. Sie wollte über die Beziehung reden, aber das habe ich nicht zugelassen.
Oft habe ich Anerkennung vermisst. Einfach mal zu hören, dass man etwas gut macht, aber es kam meist nichts, oder Kritik.
Zukunftsplane habe ich auch nie gemacht. Kinder, Haus... Nie. Fragte sie mich,, ob ich Sie heiraten will, Kamm nur "keine Ahnung" als Reaktion. Nachdem Sie aus Portugal kam, wollte sie, dass ich die Sprache lerne, dafür hatte ich aber auch keine Lust, Warum aich immer.
Am Ende hat Sie sich einen neuen Freundeskreis aufgebaut, jemanden kennen gelernt, mir als ihre "beste Freudin" davon fröhlich erzählt und ist nun weg.
Meine Familie meinte, dass ich froh sein soll, dass sie weg ist. Ich bin es aber nicht. Nachdem ich all meine Interessen und Freunde vernachlässigt habe, stehe ich jetzt ziemlich alleine da. Muss (beruflich) umziehen und stehe quasi vor dem nichts.
Ich verstehe einfach mein damaliges verhalten nicht mehr. Plage mich mit selbstvorwürfen. Die Angst vor den alleine sein ist groß, meine neue Wohnung kommt mir vollkommen leer und kalt vor. Hab das Gefühl darin zu ersticken

gleichzeitig weiß ich, wie gut es ihr nun geht. Neue Freunde, neues Glück. zusammen hatten wir KEINEN gemeinsam Freund. Ersatzlos gestrichen. Habe all die Jahre im Prinzip alles gegeben und an ihr und meiner eigenen Dummheit gescheitert. Sahen wir uns nochmal, so kamen nur die oben genannten Punkte von ihr und dass ich endlich mal abschliessen soll. Toll. Sie lebt ihr Leben weiter als wäre nichts gewesen und ich stehe wirklich vor einer riesigen leere.
Habe das Gefühl tausend fehler gemacht zu haben ua Kein Leben neben der Beziehung geführt. Ihre Kritikpunkte Stimme ich inzwischen zu, aber Warum war ich in der Beziehung nur so taub. Das Leben bestand aus Arbeit, Essen und ihr. Wäre es besser gelaufen, könnte ich jetzt ein gutes Leben mit meiner Traumfrau führen, fur dich mich viele beneiden. Aber so sieht es ganz düster aus. Am Ende der Beziehung habe ich mich total verrannt, Projekte gemacht (überflüssige noch dazu) Sie komplett vernachlässigt. statt Gedanken über das was kommt zu machen, habe ich nur von Tag zu Tag gedacht und stehe jetzt vor einem riesigen loch. Jetzt ist Sie weg, ich bin allein, hoffnungslos und überhaupt nicht mehr klar im Kopf. Dachte immer, dass ich auch nah der Beziehung weiter machen kann, aber es geht nicht. Ich habe so wichtige Dinge im Leben vernachlässigt, habe auch für mich keinerlei Zukunftsvision aufgestellt und denke nun, es hatte alles so gut enden können. Statt einem erfüllten Leben an ihrer Seite, muss ich nun losziehen, neue Kontakte suchen, lernen alleine in einer lauten Wohnung zu leben und eine Neue Partnerin finden, die ihr schwer das Wasser reichen wird.
Es ist so schei., das im Moment schlafen das einzig hilfreiche ist. Irgendwie Komme ich nicht darauf klar, dass ich mein Leben so verhunzt habe und in einem Jahr, wenn ich Sie wieder sehe, ich in ihr glücklich verheiratetes Gesicht schaue, weiß, dass sie viele Freunde hat. Ich selbst werde wohl meine Zeit bis dahin alleiin verbracht haben, ,, oder mit meiner depressiven Mutter,da ein Neustart in meiner Situation fast unmöglich erscheint. Einen Trauerkloe mit auf eine Party zu nehmen ist auch nicht das wahre. Aufwachen und ein ganzes we ohne jede Beschäftigung vor sich zu haben ist schrecklich. Was soll ich jetzt nur tun? Ich vermisse Sie schrecklich. Obwohl es nie ein zurück mehr geben wird. Und warum war mein Leben mir so egal, warum habe ich keine Freude mit ihr und such nicht mit mir selbst zugelassen. Das Leben fühlt sich so vorbei an, doch geht noch ewig weiter..[/i]