Zitat von Trauermann:Das mir persönlich am Meisten zu schaffen macht, ist die Erkenntnis, dass in unserer heutigen leider nicht nur materiellen sondern immer öfter auch partnerschaftlichen "Wegwerfgesellschaft" immer weniger Menschen bereit sind, den Anderen auf Dauer mit allen seinen positiven wie negativen Eigenschaften anzunehmen und trotzdem gemeinsam zufrieden und ausgefüllt zu sein.
Klar ändern wir uns im Laufe unseres Zusammenseins, aber die Bereitschaft diese Änderungen gemeinsam "nachzujustieren", gemeinsam neues zu entdecken, dieser Mühe möchte man sich immer weniger unterziehen, das ist zu kompliziert, nicht lustvoll genug, die Resultate sind nicht rasch genug erhältlich.
Also machen die meisten das, was einen schnellen Effekt hat: eine Affäre, eine neue Liebe, das alte Leben so schnell als möglich hinter sich zu lassen und bewußt oder unbewußt den Anderen in eine schwere Lebenskrise zu stürzen.
Aber was glauben die denn, wie viel Leben sie noch vor sich haben? Das könnten sie sich überlegen, unsere uns einmal so liebenden Expartner, in diesen Sekunden, bevor sie sich entscheiden zu gehen,
in den Minuten, bevor es sie überkommt, das große neue, wilde Gefühl, gegen das man angeblich so machtlos ist.
Wahrscheinlich wird bei Ihnen alles bleiben, wie es war, nur vielleicht sogar schlechter.
Ich wünsche Euch Allen für den heutigen Tag, dass die Glückshormone durch positive Dinge aufgefüllt werden.
Euer Trauermann
Vielen Dank Trauermann! Genau das ist es, was einfach nicht in meinen Kopf will. Ich habe diese Punkte schon an anderer Stelle des Forums geschrieben. Meiner Meinung nach läuft es im wesentlichen wie folgt ab:
1. Die Beziehung wird zur Gewohnheit
2. Man sagt und unternimmt nichts dagegen
3. Die Gefühle schwinden
4. Unzufriedenheit
5. Man sieht sich nach Alternativen um, denkt an Trennung
6. Man findet einen Ersatz
7. Man verheimlicht das ganze, oder noch besser wie bei mir, man demütigt den Partner damit.
8. Man verlässt den alten Partner von heute auf morgen mit fadenscheinigen Argumenten. I.d.R. Lügen um das eigene Handeln zu rechtfertigen.
9. Man räumt die komplette Wohnung leer. Jegliche Erinnerungen werden vernichtet.
10. Man wird aus dem Leben gelöscht, wie bei mir oder macht auf die Freundschaftsschiene (du bist mir viel zu wichtig... Bla bla bla) nur leere Worte. ..
Was ich sagen möchte. Ich könnte und würde niemals eine langjähtige Beziehung so abrupt auf den Müll werfen.
Es gibt halt immer wieder Hoch und Tiefphasen im Leben einer Beziehung und es kann auch nicht immer nur die Sonne scheinen. Gerade da muss man, wie Du schon so schön geschrieben hast, nachzujustieren und gegenlenken. Klar ist es logischerweise viel einfacher die Beziehung wegzuschmeißen und mit dem auch so tollen neuen Partner zu verschwinden. Rücksicht? Fehlanzeige! Eine Chance bekommen? Fehlanzeige! Ich verstehe das nicht und werde es nie verstehen. Wir hatten doch viele schöne Jahre zusammen. Man kann doch nicht plötzlich einem vollkommend egal sein?