Zitat von Lilli70:Genauso! Sie empfinden nur etwas, wenn sie abgelehnt werden. Das kennen sie aus ihrer Kindheit. Das Gehirn sagt Dankeschön, und das Herz öffnet sich. Wird dann aber auch eine Katastrophe mit umgekehrten Vorzeichen. Wie es läuft ist es falsch, und darunter leiden sie, weil sie ihr eigenes Problem nicht lösen ...
Genauso ist es
Jeder Mensch, jeder normal gepolte Mensch, der einen lieben Menschen um sich hat, hat doch nichts lieber, als dass dieser ihm auch einfach "sagt", was er fühlt. Das ist doch ein gesellschaftliches Problem, dass viele nicht über Gefühle reden können oder wollen. Und wer es kann, hat Mut und bringt das übers Herz, worüber sich normalerweise Menschen freuen.
Ich für meinen Teil habe es von Freundinnen gern gehört, wenn sie für mich etwas empfinden, dass sie das auch mal äußern.
Aber hier haben wir es mit einem Menschen zu tun, der in der eigenen Prägephase erfahren hat, dass er Ablehnung als normal empfindet.
Wir haben es hier mit einem Menschen zu tun, der verkehrt herum tickt.
Mein "Exemplar" hat mir sogar eine Anleitung kommuniziert. Ich durfte möglichst garnicht über Gefühle sprechen, sonst ergriff sie die Flucht. Also ich musste immer sachlich bleiben und bloß nie über "uns" reden. Das sollte nur "passieren". Gut, so ein Mensch bin ich nicht und will es nie werden. Man hat in einer Beziehung im Alltag genug Probleme, Diskussionen, die einfach in gewissem Maße dazu gehören und da mag ich nicht noch so eine "Bedienungsanleitung" befolgen müssen.
Ich hatte irgendwann den eigenen Eindruck von mir, alles falsch zu machen. Mal war ich nicht nah genug, mal schrieb ich nicht schnell genug zurück, mal dies mal das, umgekehrt ging "sie" ihren Weg, unbeirrt, keine Kritik zulässig.
Das ist wie ein Auto, das nach links lenkt, wenn ich nach rechts lenke, mit sowas kann man nicht fahren, weil man intuitiv nach links lenkt, wenn man nach links will und wenn ich jedesmal, wenn ich intuitiv sage, dass ich sie gern habe, das nicht sagen darf, dann funktioniert das nicht.
Was mein Exemplar auch drauf hatte war, lieber mit Freundinnen etwas zu unternehmen als mit mir. Denn da hätte bei mir ja die Gefahr bestanden, dass ich zu nahe komme.
Und auch interessant. Meine Damen hat auch immer etwas erzählt von ihren Sehnsüchten, zugleich aber komplett anders gelebt. Sie mochte zb keine unzuverlässigen Menschen, war aber selbst dermaßen unkalkulierbar und unzuverlässig, dass ich mir immer dachte: Arbeite erstmal an dir selber......dann faselte sie etwas von einer festen Bindung, war aber auf keinen Fall bereit, auch nur annähernd eine einzugehen. Auch bei ihr wäre dann anderen Tages drauf eine "Fernbeziehung" wieder "perfekt" gewesen, bloß keine Nähe eingehen.
Ghosten oder nicht, das muss jeder für sich entscheiden. Ich habe entschieden, das direkt zu kommunizieren, ehrlich und aufrecht wollte ich das tun, um zu zeigen: So gehts auch.