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Wie händelt man den Scheidungstermin?

M
Zitat von Herakles:
Die Hochzeit hatten wir auch gefeiert.



Eine Bekannte von mir hat der Scheidungstermin
leider doch noch mal richtig runtergezogen,
obwohl sie die Scheidung selber wollte.

26.06.2024 09:51 • x 2 #16


Herakles
Zitat von Multiversum:
Eine Bekannte von mir hat der Scheidungstermin leider doch noch mal richtig runtergezogen, obwohl sie die Scheidung selber wollte.

Das kann ich verstehen. Ich bin froh dass es bei mir anders ist.

26.06.2024 11:25 • x 2 #17


A


Wie händelt man den Scheidungstermin?

x 3


M
Zitat von Herakles:
Ich bin froh dass es bei mir anders ist.



Du kannst ja hinterher hier auch noch einen Satz dazu schreiben,
wenn Du magst !
Wir sind ja nicht neugierig, nur wissbegierig !

26.06.2024 12:41 • x 4 #18


Herakles
Zitat von Multiversum:
Du kannst ja hinterher hier auch noch einen Satz dazu schreiben, wenn Du magst ! Wir sind ja nicht neugierig, nur wissbegierig ! ...

Das mach ich, versprochen

26.06.2024 18:02 • x 2 #19


D
@Multiversum vielleicht die gleiche Scheidung

26.06.2024 23:34 • x 1 #20


Elfenbeinturm
Dann schonmal viel Kraft für den Termin und viel Spaß bei Hangover 4!
@DontTrust
Nee, ich bin mir ziemlich sicher dass ich Heracles noch nicht kenne

27.06.2024 07:56 • x 2 #21


MaKu
Hallo Elfenbeinturm, denke den ganzen Tag an mich, da ist mein Geburtstag...

Ex hat im Trennungsjahr und dann noch 3 Monate nach der Scheidung im Haus gelebt (Gaestezimmer unten, ich oben, nur Kueche manchmal 5 Sek. ueber den Weg gelaufen). Insgesamt eine sehr hart Zeit fuer mich nach 25 Ehejahren und 3 Kindern, zu sehen, wie sich der Menschn veraendert hat.

Am Vortag der Scheidung bin ich dann zu einem Kumpel, ich wollte nicht mit ihr gemeinsam das Haus verlassen und wissen, wo wir uns gleich wiedertreffen. Der Scheidungstermin dauerte ca 15 min, dann war alles durch. Aber die waren auch grausam. Die kommt da mit ihrem Anwalt, mein Anwaltskumpel verspaetete sich. Aber dann gings schnell. Kein Blickkontakt. Nach dem Urteil ihr fuer die gemeinsame Zeit gedankt und weg...

Denn Tag frei gehabt, direkt vom Gericht zum Fruehstueck mit Freunden, den ganzen Tag mit netten Menschen verbracht, die mich stuetzten. keine Sekunde alleine...danach gab es dann nur noch einen gemeinsamen Termin, den Notartermin wegen Haus.

Bleib stark.

27.06.2024 08:09 • x 2 #22


EngelohneFlügel
Ich hatte das Vergnügen 2020 einer Corona-Scheidung. Ich war gar nicht bei Gericht. Die wollten alles schriftlich von Zuhause aus. Auch das berühmte Sätzlein mussten man handschriftlich auf einen Bogen schreiben und Unterschreiben. Der Rest war eine gerichtsinterne geschlossene Verhandlung.....also sprich der Richter hat das mit der Hauspost erledigt.
Bin aber auch ehrlich, zu dem damaligen Zeitpunkt war mir das Recht so. Ich hätte einen persönlichen Termin damals nicht souverän geschafft. Und ich habe an diesem Tag dann gearbeitet um mich abzulenken. War ein recht aufgewühlter Tag, das weiß ich noch. Und am Abend habe ich mir dann einen besonderen Whisk. aus meiner Sammlung gegönnt. Diese Flasche hatte dann alles durch. Heirat, Geburt der Kids und die Scheidung. Und es ist immer noch etwas drin.....vielleicht dann Hochzeit der Kinder. Mal schauen

27.06.2024 08:32 • x 2 #23


Herakles
Zitat von Elfenbeinturm:
Dann schonmal viel Kraft für den Termin und viel Spaß bei Hangover 4! @DontTrust Nee, ich bin mir ziemlich sicher dass ich Heracles noch nicht ...

Das war auch etwas überspitzt von mir dargestellt
Soviel vertrage ich schon seit Jahren nicht mehr. Man wird nunmal älter.
Aber jemand sagte mir mal, Du bist Wein.... Also rede ich mir das jetzt auch ein

Und ja, wir kennen uns nicht

27.06.2024 09:06 • x 2 #24


U
Zitat von Elfenbeinturm:
Kontaktsperre gefordert, weil ich emotional noch nicht über ihn hinweg bin.
Ich erkenne zwar, dass die Scheidung eine gute Sache ist und mich die Ehe mit ihm sehr belastet hat, wie sehr mich seine ständige untreue verletzt hat, aber

Hi,

ich hab Deinen Anfangspost gelesen und möchte Dir meine Erfahrung schreiben (25 Jahre Beziehung, er hat sich letzten Januar getrennt, 2 Jahre Affären mit 2 Frauen, also nacheinander, ich war ein halbes Jahr am Boden und dann hab ich akzeptiert und angefangen, mein Leben und diese Ehe auf- und abzuräumen. Ich habe agiert, nicht mehr nur reagiert. Das war extrem hilfreich. Es klingt nüchterner, als es war, es war schlimm, heute ist gut).

Jetzt konkret - bei mir hat sich mein Gefühl bis einen Tag vor der Scheidung, im Mai, immer wieder gedreht. Obwohl ich emotional durch bin mit meinem Ex - nicht mit der Beziehung, vielleicht nicht mit dem, was passiert ist, aber mit ihm als Mann. Ich dachte, ich gehe entspannt zur Scheidung, weil ich einfach durch sein wollte. Und einen Tag vorher hatte ich komplett das ärme Dier, wie man im Rheinland sagt - Frust, Traurigkeit, was da passiert ist, Traurigkeit, wie es weitergeht. Deswegen hab ich (m)einen Freund angefunkt (keine neue Beziehung, kein Flirt), ob er mit mir danach Kaffee trinken geht.

Scheidungstag: Ich hab mich schön gemacht, so äußere Rüstung, funktionierte bei mir. War guter Dinge, weil ich wusste, ich treffe mich gleich mit einem guten Typen im Café. Scheidung selbst war entspannt, aber sehr, sehr, sehr seltsam - großer Gerichtssaal, höflicher Umgang aller ... Und ich war froh, dass ich raus war. Bin ins Café, hab gute zwei Stunden Quark und Quatsch geredet und das war genau das Richtige.

Also: für mich war's gut, ein Treffen direkt nach der Scheidung zu haben. Ich hab mir bewusst einen Typen gesucht, mit dem ich nur rumalbern kann. Wollte lieber nicht eine gute Freundin treffen, die mich richtig gut kennt, auf die Gefahr hin, zu emotional zu werden

Vielleicht hilft Dir eine Sache, damit es nicht so emotinonal ist, schreib ich Dir zu einem Deiner folgenden Zitate:
Zitat von Elfenbeinturm:
ch brauche trotzdem für mich selbst wirklich irgendein Abschiedsritual um dann wirklich zu begreifen, dass das jetzt komplett Vergangenheit und Geschichte ist.

Das dachte ich auch, und es stimmt nicht. Ja, klar ist das eine Marke, so ein Termin. Aber wir müssen z. B. dieses Jahr noch organisatorisch etwas Kontakt halten. Ich glaube, Vergangenheit ist es, wenn es gar keinen Anlass zu Kontakt gibt. Und Geschichte ist es, wenn er Dir egal ist. Und das wird so kommen, glaube ich ganz sicher. Gefühle brauchen Nähe. Auch wenn man die Kontaktsperre nicht möchte, mit keiner Faser und innerlich rebelliert dagegen, sie hilft. Ein Abschiedsritual mag helfen, ob es der Scheidungstermin ist?
Zitat von Elfenbeinturm:
Es war ursprünglich geplant dass wir nach der Scheidung nochmal zusammen essen gehen, so als Abschluss und Trennung im Guten.

Bloß nicht. Mach das nicht. Es war doch gar keine Trennung im Guten, oder? Er hat Dich betrogen und Dir geht's noch schlecht. Was ich übrigens normal finde, ist ja noch nicht so lange her. Warum so tun, als wäre alles Heiopei? Und das mit der Freundschaft+ finde ich einen komplett absurden Vorschlag von ihm. Vielleicht wäre ganz sinnvoll, wenn Du mal die berüchtigte Shitlist schreibst von ihm: Ich fand's ganz interessant, da ab und an mal reinzulesen, wenn ich Vermissen hatte.
Zitat von Elfenbeinturm:
Also die finale Trennung und dann gibt es nichts mehr und keinen Grund nochmal irgendetwas miteinander zu tun zu haben.

Das war im ersten Schock nach der Trennung meine allerschlimmste Vorstellung. Das ging einfach nicht in meinen Kopf, so Mai letztes Jahr waren noch ein paar Gespräche. Ich schreib Dir mal als Ausblick, wie es gehen KANN:

Ich wüsste heute schlicht nicht, warum ich etwas mit meinem Ex zu tun haben sollte. Ich habe mit Menschen zu tun, mit denen ich eine Beziehung habe - Freund/innen, Familie, auch Bekannte, eben Kontakt, der etwas auf die Zukunft angelegt ist, egal wie lange. Er ist mir echt ziemlich egal. Und noch vor einem Jahr bin ich zusammengebrochen, bei der Vorstellung, ihn nicht mehr zu sehen.

Wenn Dir die Vorstellung schlimm vorkommt, fang an zu akzeptieren und vor allem:

Schau nicht in seine Richtung - denn dann siehst Du Deine nicht. Es ist ok, weiter traurig zu sein, obwohl Du weißt, dass die Trennung für Dich besser ist. Das geht alles gleichzeitig.

So blöd es klingt, aber zu Beginn steht die Entscheidung. Und zwar Deine: Akzeptanz ist die erste Entscheidung. Die Gefühle kommen hinterher. Und auch so was Blödes hilft: Rücken gerade und die Faust in die Luft vor dem Spiegel, klingt albern, ist gut.

Alles Gute Dir, und ich werd an Deinem Scheidungstag an Dich denken!

27.06.2024 10:38 • x 3 #25


Herakles
So, heute morgen ist es offiziell geworden. Ich bin geschieden und single

Ich war als erster beim Gericht und draußen vor der Tür steht ein Justizvollzugsbeamter, denke den kennst du doch

Ein alter Schulkamerad, über 30 Jahre nicht gesehen. Super unterhalten und dann bin ich rein, er weiter. Ich schaute wo der Saal sein soll und hab ihn schnell gefunden, keiner da also drehst du hier deine Runden, kommt der nächste Justizvollzugsbeamte und ich denk ich kann nicht mehr.
Wir uns in den Arm genommen, ca vier Jahre nicht gesehen. Wir hatten zusammen im selben Verein Karate gemacht, aber privat nie ausgetauscht, deshalb wusste ich nicht was er beruflich macht. Mit ihm gequatscht, Social Media getauscht und dann bin ich wieder zum Saal.

Kurz darauf kam auch schon meine Exfrau, umarmt, hallo gesagt, smalltalk gehalten alles gut.

Es ging dann alles sehr schnell. Keine 7 Minuten. Meine Ex musste dann auch zur Arbeit wo ich sie hinfuhr und dann verabschiedet, wir hören uns, das wars.

Es ging also alles gut aus.

28.06.2024 19:33 • x 5 #26


Herakles
Die Ironie an der Geschichte ist, dass ich bei diesem Gericht, als es im Rohbau war, tatsächlich als Jugendlicher an einem Winter eingebrochen bin und wir uns dort zwei wochen lang abends aufhielten und dort in der Dunkelheit durch die Gegend irrten. Da hatte ich auch meine Exfrau kennengelernt

Die Geschichte hatte ich in meinen Faden letztes Jahr meine ich erzählt. Sicher bin ich mir nicht.

28.06.2024 19:42 • x 5 #27


M
Zitat von Herakles:
Es ging also alles gut aus.



Schön !

Zitat von Herakles:
Die Ironie an der Geschichte ist, dass ich bei diesem Gericht, als es im Rohbau war, tatsächlich als Jugendlicher an einem Winter eingebrochen bin und wir uns dort zwei wochen lang abends aufhielten und dort in der Dunkelheit durch die Gegend irrten. Da hatte ich auch meine Exfrau kennengelernt


Ja krass, wie sich der Kreis am Ende schließt.

29.06.2024 02:43 • x 4 #28


Gastxy45
Zitat von Herakles:
tatsächlich als Jugendlicher an einem Winter eingebrochen bin

das gefällt mir.
erinnerte mich nun an eine Szene aus Big Lebowski: bin in ne Kaserne eingebrochen und hab gebowlt.

29.06.2024 03:10 • x 3 #29


Elfenbeinturm
Soo, war am Ende gar nicht so schlimm.
Ich hab zwar die Tage davor kaum geschlafen, aber als es dann soweit war, war ich ganz entspannt und mit mir selbst im reinen. Der Abschied war auch fast schmerzlos.

Nur ein kleines bisschen Wehmut spüre ich noch, da er optisch wirklich genau mein Typ ist.
Aber naja, das ist nun wirklich keine ausreichende Basis für eine gemeinsame Zukunft.

Ich bin froh, dass dieser Lebensabschnitt vorbei ist. Ich habe ganz viel gelernt. Viele schmerzhafte Erfahrungen, die den einzigen Wert haben, dass ich mich nicht nochmal so völlig hingeben werde.
Ich habe sogar Angst davor mich nocheinmal zu verlieben, mich so verletzlich zu machen und vielleicht wieder so sehr verletzt zu werden.
Aber das muss ja auch gar nicht sein. Im Gegensatz zu früher bin ich nun zufrieden damit allein zu sein. Ich hab Freunde und Familie, kann mich auf mich selbst verlassen und möchte mich jetzt erstmal wieder aufpäppeln und einfach wieder glücklich sein.

Vor 29 Minuten • #30


A


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