Elfenbeinturm
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Das ist meine zweite Scheidung, aber die erste war eh nur ein formaler Termin, weil wir gemeinsame Kinder haben und dadurch Dauerkontakt. Diesmal ist es aber eine richtige Scheidung. Also die finale Trennung und dann gibt es nichts mehr und keinen Grund nochmal irgendetwas miteinander zu tun zu haben.
Ich weiß nicht ob ich mich freuen werde, ob mir nach feiern ist, oder ob ich da lieber Stille genieße.
Es war ursprünglich geplant dass wir nach der Scheidung nochmal zusammen essen gehen, so als Abschluss und Trennung im Guten.
Wie seid ihr mit dem Scheidungstermin umgegangen? Habt ihr euch den Tag ganzen frei genommen, oder nur die notwendige Zeit? Habt ihr gefeiert? Getrauert?
Gab es noch ein Gespräch oder Ähnliches mit dem/der Ex?
Ich hab in den letzten Monaten Kontaktsperre gefordert, weil ich emotional noch nicht über ihn hinweg bin.
Ich erkenne zwar, dass die Scheidung eine gute Sache ist und mich die Ehe mit ihm sehr belastet hat, wie sehr mich seine ständige untreue verletzt hat, aber es gab auch gute und schöne Zeiten und vorallem hat es nie nachgelassen, dass ich mich zu ihm hingezogen fühle und wir uns sehr vertraut miteinander fühlen.
Ich habe da also immernoch gemischte Gefühle und bin deswegen nervös, wenn ich überlege wie es sein wird wenn wir uns dann wieder sehen. Von Streit bis Herzklopfen ist alles möglich.
Ich weiß dass er gerne eine unverbindliche Beziehung (so eine Art Freundschaft+) mit mir führen würde, wenn die Scheidung durch ist, das hat er mir gesagt. Ich komme aber überhaupt nicht mit Untreue und Unverbindlichkeit klar und will das deswegen nicht.
Meine Befürchtung ist, dass er mir bei einem Treffen Hoffnung macht und Exklusivität in Aussicht stellt und dadurch meine Gefühle wieder aufkochen.
Oder dass er mir unter die Nase reibt wie sehr er über mich hinweg ist, oder was er zwischenzeitlich an Frauengeschichten angesammelt hat. Ich möchte aber nicht den Trennungsschmerz wieder und wieder durchmachen.
Deswegen würde ich ihn am liebsten gar nicht sehen. Der Scheidungstermin selbst ist halt notwendig, aber danach würde ich mich am liebsten in Luft auflösen ohne auch nur ein Wort des Abschieds auszutauschen.
Dann wiederum denke ich, dass ich das hinterher bereuen würde.
Ich denke ich brauche trotzdem für mich selbst wirklich irgendein Abschiedsritual um dann wirklich zu begreifen, dass das jetzt komplett Vergangenheit und Geschichte ist.
Es sind ja zum Glück noch ein paar Tage, die ich mich dafür wappnen kann.
Mich würde interessieren wie Andere das gestaltet haben?