chezzmatazz
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Nachdem ich hier bereits oft mitgelesen habe, habe ich mich jetzt angemeldet, um mir meine Erlebnisse der letzten Wochen und Monate von der Seele zu schreiben. Denn ich habe nach längerem Kampf meinen Verstand entscheiden lassen.
Nach zweieinhalb Jahren habe ich mich gestern von meiner Partnerin getrennt. Es ist mir sehr schwer gefallen, ich habe gezögert. Aber meine Akkus sind leer. Ich kann diese Beziehung so einfach nicht mehr weiterführen. Ich kann keine Geduld mehr haben. Es ist zu viel passiert. Zu viel Schlechtes, das vom Guten nicht mehr aufgewogen werden kann.
Ich bin 45 und meine Ex ist 40. Ich habe ein Kind und sie zwei. Es war eine grosse Liebe. Aber ich muss an meinen Sohn denken.
Zu Beginn war alles wunderschön. Wir waren unterwegs und schmiedeten Zukunftspläne. Sie wohnt in einem Bauernhaus, ich in einer Mietwohnung. Wir besuchten uns gegenseitig, wobei ich mehr bei ihr war als andersherum. Die Besuche verlagerten sich immer mehr in ihr Haus, bis wir uns über das Zusammenziehen unterhielten. Da kannten wir uns ungefähr 5 Monate und waren seit 4 Monaten ein Paar. Wir saßen auf dem Trockenausbau und planten zwei weitere Zimmer für mein Kind und mich. Ich war hin und weg von dem Gedanken an eine Familie, denn das war mein Wunsch. Mir ging das wegen der vorangegangenen Trennung von der Mutter meines Kindes aber zu schnell. Ich hatte 7 Jahre gebraucht, um mich wieder aufzubauen. Ich wollte das erste Jahr abwarten. Und so kam es, dass ihre Bereitschaft zum Zusammenziehen immer geringer wurde. Mein anfänglicher Elan, mich in die häusliche Gemeinschaft einzubringen, verließ mich dadurch immer mehr. Wir suchten die Gespräche, die wir auch führten. Aber nach ca.1 1/2 Jahren stellte sich heraus, dass meine Ex ein Problem mit meinem Kind hat. Das setzte mich zwischen die Stühle. Ich hinterfragte ihre Gründe, und sie sagte sie habe keinen Zugang meinem Kind und könnte es auch nicht so gut behandeln und annehmen wie ich ihre. Außerdem hätte sie nach ihrer gescheiterten Beziehung Angst, alles wieder kaputt zu machen. Als Kompromiss beschlossen wir, kinderfreie Wochenenden auch mal bei mir zu verbringen. Dies verkaufte mir die Dame mit dem Zusatz spontan. Es geschah nichts. Erst versuchte ich, sie davon zu überzeugen, dass ich es ernst meinte. Dieser Kampf kostete mich viel Kraft. Und ich bekam keine Energie zurück. Keine Hilfe in meiner Wohnung. Kaum Unterstützung bei meinem Kind. Mit ihren Kindern machte ich Hausaufgaben, holte sie vom Schwimmen ab, passte auf sie auf... Das brachte mir den Titel "toller Mann" ein.
Ich pendelte zwischen zwei Wohnungen. An den Besuchswochenenden war ich mit meinem Kind in meiner Wohnung, unter der Woche, mit wenigen Ausnahmen, bei ihr. Die zwei Haushalte haben mich geschafft. Ständig fehlte mir was. Entweder in der einen oder in der anderen Wohnung.
Gestern Abend sagte sie: Ich wollte das nächste freie Wochenende bei dir vorbeikommen. Die letzten zwei Jahre wären die besten ihres Lebens.
Klar waren das ihren besten zwei Jahre, es war bequem für sie.
Ich ging gestern mit den Worten: Ich glaub dir nicht.
Und es tut verdammt weh im Herz.
Bitte putzt mich nicht runter, ich habe mit Engelszungen geredet und den gestrigen Schritt als Konsequenz in Aussicht gestellt.
Danke für's Lesen!
Euer chezz
