Zitat von Urmel_: Ich habe festgestellt, dass wenn ich als oberste Priorität für mich festlege, dass ich Fehler machen darf, dass ich dann im Nachgang, wenn man wieder an einem Tisch sitzt, es im ANsatz schaffe, meine Emotionen aus der Gleichung zu nehmen.
Mittlerweile bin ich recht geschult darin, meine Emotionen zumindest verbal aus der Gleichung zu nehmen und ruhig und vernünftig zu argumentieren. Das war gestern natürlich nicht der Fall, da ich mit der Tatsache, dass er von jetzt auf gleich fahren wollte echt überfordert war. Ich habe nur gesehen, dass er die Chance auf ein paar weitere stressfreie gemeinsame Tage mit weiteren schönen geplanten Erlebnissen, wegwirft. An sich hatte ich auch den Eindruck, dass es ihm insgesamt gefällt. Jedoch hat er generell die Angewohnheit abends einem schönen Tag manchmal mit für mich aus der Luft gegriffenen Argumenten und Sichtweisen nachträglich die "Schönheit" zu nehmen.
Zitat von Urmel_:Die schwerste Aufgabe ist es dabei für mich, den Reflex der Rechtfertigung zu unterdrücken und statt dessen zu fühlen, was mir der andere Mensch eigentlich sagen will. Das geht aber nur auf, wenn ich vorher, ohne Emotionen wie Wut oder Entäuschung festlege, wo meine Grenzen liegen.
hmmm… ich glaube, dass ist auch für mich die schwerste Aufgabe… vor allen Dingen vor lauter Rechtfertigungsdrang, innerem Kopfschütteln, Verzweiflung überhaupt noch wirklich zuhören zu können, was mir das Gegenüber sagen will…. also bei ihm geht mir das so, mit anderen Leuten erlebe ich solche Situationen ja gar nicht…. das fällt mir wirklich schwer, wäre aber schon sehr zielführend, leuchtet mir ein….
Zitat von Urmel_:Und zu erkennen, bis wohin ich gehen darf/will, ohne mich selbst dabei zu verkaufen.
Das überlege ich schon länger, aber ich verschiebe ehrlich gesagt immer noch situativ die Grenzen, je nachdem wie groß die Angst ist, das "Projekt" gemeinsame Familie ad acta legen zu müssen. Leider(?) war ich ausgerechnet gestern nachmittag der Meinung, meine Grenze klar zu stecken und das auch zu verbalisieren… "Wenn Du jetzt fährst, dann hat sich die Sache endgültig für mich erledigt. Dann weiß ich wie Du zu mir stehst"
Na super

Ultimaten und Erpressung da steh ich ja selber so gar nicht drauf. Und er noch weniger. Aber das ist halt u. a. unser Problem. Er redet viel, sehr sehr viel ( an Kommunikation hat es uns tatsächlich noch nie gemangelt…) aber macht etwas total anderes….
Zitat von Urmel_:Was euch, ganz per se fehlt, ist Leichtigkeit.
Exakt… und aus Mangel an dieser Leichtigkeit auch der 6. Was die Sache noch viel verfahrener macht, weil sich irgendwie ja auch die Katze so in den *beep* beisst…
Zitat von Urmel_:Wenn er wioeder kommt, könntest Du (manchmal muss einer scheinbar nnachgeben) in an die Hand nehmen und folgendes sagen:
"Schatz, wir können über alles reden, morgen. Aber jetzt möchte ich mit dem Mann, mit dem ich gerne zusammen bin, einen schönen Tag erleben. Ich möchte fühlen wie es ist, wenn wir beide für einen Tag das Leben genießen. Hast Du Lust da drauf?"
Selbst wenn ich alle meine negativen Emotionen schaffe da rauszunehmen und so zu verfahren, ist die Frage, ob das noch geht. Ich habe mir selbst eine Grube gegraben mit meinem "Ultimatum"… und ich mache im Gegensatz zu ihm fast immer, was ich sage…
Er kommt übrigens am Samstag Abend wieder, weil unser Kleiner am Sonntag Geburtstag hat. Da bleibt natürlich eh wenig Zeit, sich um uns zu kümmern…. und jetzt gerade kuschelt der Kleine sich zu mir.. und der kann schon lesen..

also pack ich Euch mal ein bisschen weg…
Vielen Dank Euch!
PS: @ricky… einige davon wollten wir hier lösen, ja… dumme Idee wahrscheinlich, aber zu Hause haben wir vor lauter Terminen und unterschiedlichen Arbeitszeiten vielleicht zu wenig Zeit… und wir hatten hier auf die Leichtigkeit gehofft…