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tomboy
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Möchte so gern loslassen
Hallo Ihr, endlich habe ich mich mal angemeldet, ind er Hoffnung neue Wege gezeigt zu bekommen.
Ich versuche mich mal kurz zu fassen:
Ich bin 40 und seit nun 6 Jahren mit „meinem Freund“ zusammen, wir haben ein 4jähriges Kind. Seit einem Jahr wohnen wir getrennt (auf mein Bestreben hin). Kurz nach der räumlichen Trennung (die eigentlich ein Rettungsversuch sein sollte) habe ich mich richtig getrennt nach einer Eskalation in der auch eine andere Frau im Spiel war. Anfang des Jahres haben wir un wieder angenähert, hatten dann auch kurz eine schöne Zeit und seitdem ist es ein ewiges Hin und Her mit Abwärtstendenz.
XY ist Alk. (Quartalstrinker). Allein dieser Fakt genügt eigentlich für mich keine Beziehung mehr zu ihm haben zu wollen. Ich weiß nicht, wieviel davon mit dem Alk. zusammen hängt, er hat viele Probleme und dreht sich sehr um sich selbst. Ich habe immer mehr den Eindruck, dass er einfach nicht anders kann und so in sich gefangen ist, dass er sich gar nicht richtig auf andere Menschen einlassen kann. Das tut mir auch alles leid für ihn. Nur möchte ich so nicht leben.
Ich habe mittlerweile soviel Wut gegen ihn, es sind so viele Verletzungen bedingt durch den Alk. und dadurch dass er mich schon oft hängen liess mit dem Kind und mit der Arbeit und Verantwortung. Als wir noch zusammen gewohnt haben, war der Hausalt z.B. auch ein riesiges Streitthema zwischen uns. Wir arbeiten beide selbstständig (ich hatte deshalb auch keine Pause in der Schwangerschaft und danach) und ich war immer die Hauptverdienerin, obwohl ich lange auch sehr krank war. D.h. letztendlich hing fast ALLES an mir: Geld verdienen, Anträge und Formulare, der größte Teil des Haushaltes, die Verantwortung für das Kind. Seit wir getrennt wohnen muss er wenigstens selbst für seine Miete aufkommen. Das Kind bekommt keinen Unterhalt von ihm weil er nicht genug Geld hat. Er könnte allerdings meiner Meinung nach durchaus mehr arbeiten, geht aber stattdessen seinem Hobby nach. Die Verantwortung trage ich de facto allein.
Ich schreibe mir mittlerweile die negativen Ereignisse auf, da ich in guten Phasen immer wieder auf den Zug aufspringe. Aber es wiederholt sich alles immer und immer wieder.
Als wir uns kennenlernten war es Liebe auf den ersten Blick, das war so schön alles am Anfang, Seelenverwandtschaft. Und es gibt auch heute noch viel was uns verbindet, wir haben den gleichen Humor und viele ähnliche Interessen und auch der 6 war immer wunderbar (seit einigen Wochen habe ich mich da aber zurück gezogen, weil ich generell sehr auf Distanz gegangen bin weil ich so verletzt und enttäuscht bin).
Ich weiß, das diese Beziehung ungesund ist. Ich will da raus. Ich weiß, dass ich ihn nicht ändern kann. Auch das Trinken ist natürlich ein Riesenthema, es gab da viel auf und ab und er leidet selbst, will im Grunde aber nichts ändern, das wird mir immer klarer. Ich bin deshalb auch schon lange in einer Online-Selbsthilfegruppe.
So langsam bin ich echt am Verzweifeln weil ich es einfach nicht schaffe ihn loszulassen.
Ich vergeude hier meine Energie. Ich ruiniere meine Gesundheit. Ich untergrabe meinen Selbstwert. Ich verstelle mir Zukunftsperspektiven. Und unser Kind ist mittendrin. Ich kann nur über mich selbst den Kopf schütteln.
War oder ist hier jemand in einer ähnlichen Situation? Wie finde ich nur einen Weg aus diesen krankmachenden Mustern? Sobald ich einen Schlussstrich ziehen will, kochen die Emotionen wieder hoch, er legt sich ins Zeug, alles scheint wieder auf einem guten Weg ... bis der nächste Hammer kommt.
Abgesehen davon: Selbst wenn er ernsthaft eine Suchttherapie machen würde, ich habe überhaupt kein Vertrauen mehr. Ich bin so enttäuscht. Insgeheim werfe ich ihm das Scheitern unserer Beziehung / Familie vor – auch wenn ich weiß, dass immer zwei dazu gehören.
Hilfe!
Danke fürs Zuhören bis hier, Tomboy
Ich versuche mich mal kurz zu fassen:
Ich bin 40 und seit nun 6 Jahren mit „meinem Freund“ zusammen, wir haben ein 4jähriges Kind. Seit einem Jahr wohnen wir getrennt (auf mein Bestreben hin). Kurz nach der räumlichen Trennung (die eigentlich ein Rettungsversuch sein sollte) habe ich mich richtig getrennt nach einer Eskalation in der auch eine andere Frau im Spiel war. Anfang des Jahres haben wir un wieder angenähert, hatten dann auch kurz eine schöne Zeit und seitdem ist es ein ewiges Hin und Her mit Abwärtstendenz.
XY ist Alk. (Quartalstrinker). Allein dieser Fakt genügt eigentlich für mich keine Beziehung mehr zu ihm haben zu wollen. Ich weiß nicht, wieviel davon mit dem Alk. zusammen hängt, er hat viele Probleme und dreht sich sehr um sich selbst. Ich habe immer mehr den Eindruck, dass er einfach nicht anders kann und so in sich gefangen ist, dass er sich gar nicht richtig auf andere Menschen einlassen kann. Das tut mir auch alles leid für ihn. Nur möchte ich so nicht leben.
Ich habe mittlerweile soviel Wut gegen ihn, es sind so viele Verletzungen bedingt durch den Alk. und dadurch dass er mich schon oft hängen liess mit dem Kind und mit der Arbeit und Verantwortung. Als wir noch zusammen gewohnt haben, war der Hausalt z.B. auch ein riesiges Streitthema zwischen uns. Wir arbeiten beide selbstständig (ich hatte deshalb auch keine Pause in der Schwangerschaft und danach) und ich war immer die Hauptverdienerin, obwohl ich lange auch sehr krank war. D.h. letztendlich hing fast ALLES an mir: Geld verdienen, Anträge und Formulare, der größte Teil des Haushaltes, die Verantwortung für das Kind. Seit wir getrennt wohnen muss er wenigstens selbst für seine Miete aufkommen. Das Kind bekommt keinen Unterhalt von ihm weil er nicht genug Geld hat. Er könnte allerdings meiner Meinung nach durchaus mehr arbeiten, geht aber stattdessen seinem Hobby nach. Die Verantwortung trage ich de facto allein.
Ich schreibe mir mittlerweile die negativen Ereignisse auf, da ich in guten Phasen immer wieder auf den Zug aufspringe. Aber es wiederholt sich alles immer und immer wieder.
Als wir uns kennenlernten war es Liebe auf den ersten Blick, das war so schön alles am Anfang, Seelenverwandtschaft. Und es gibt auch heute noch viel was uns verbindet, wir haben den gleichen Humor und viele ähnliche Interessen und auch der 6 war immer wunderbar (seit einigen Wochen habe ich mich da aber zurück gezogen, weil ich generell sehr auf Distanz gegangen bin weil ich so verletzt und enttäuscht bin).
Ich weiß, das diese Beziehung ungesund ist. Ich will da raus. Ich weiß, dass ich ihn nicht ändern kann. Auch das Trinken ist natürlich ein Riesenthema, es gab da viel auf und ab und er leidet selbst, will im Grunde aber nichts ändern, das wird mir immer klarer. Ich bin deshalb auch schon lange in einer Online-Selbsthilfegruppe.
So langsam bin ich echt am Verzweifeln weil ich es einfach nicht schaffe ihn loszulassen.
Ich vergeude hier meine Energie. Ich ruiniere meine Gesundheit. Ich untergrabe meinen Selbstwert. Ich verstelle mir Zukunftsperspektiven. Und unser Kind ist mittendrin. Ich kann nur über mich selbst den Kopf schütteln.
War oder ist hier jemand in einer ähnlichen Situation? Wie finde ich nur einen Weg aus diesen krankmachenden Mustern? Sobald ich einen Schlussstrich ziehen will, kochen die Emotionen wieder hoch, er legt sich ins Zeug, alles scheint wieder auf einem guten Weg ... bis der nächste Hammer kommt.
Abgesehen davon: Selbst wenn er ernsthaft eine Suchttherapie machen würde, ich habe überhaupt kein Vertrauen mehr. Ich bin so enttäuscht. Insgeheim werfe ich ihm das Scheitern unserer Beziehung / Familie vor – auch wenn ich weiß, dass immer zwei dazu gehören.
Hilfe!
Danke fürs Zuhören bis hier, Tomboy
• #631
Und mittlerweile mache ich mir selbst Vorwürfe, dass ich den Absprung einfach nicht schaffe.