Webster406
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seit ein paar Tagen beschäftigt mich etwas, was nicht wirklich etwas mit Trennung und Herzschmerz zu tun hat, hoffe aber, dass das hier trotzdem reinpasst.
Es geht um meinen bisherigen besten Freund, naja sagen wir engster Freund trifft es eher. Wir haben ne Menge Zeit miteinander verbracht und kennen uns schon länger als unser halbes Leben. Wir haben einen sehr ähnlichen Humor und Sichtweise auf viele Dinge. Gut im Thema Frauen und Beziehungen waren wir schon immer uneins. Ich der treue anständige ehrliche Typ und er der untreue Egoist usw. Deshalb konnte ich nie wirklich mit ihm über meine Probleme in Sachen Beziehung reden, da von ihm Vorschläge/Ratschläge kamen, die mir absolut nicht zugesagt haben und vielleicht für ihn in der Situation hilfreich gewesen wäre.
In letzter Zeit war das mit dem Zeit zusammen verbringen etwas schwieriger. Er hat sich einer unabhängigen Finanzberatung angeschlossen, von denen er von Grund auf begeistert und überzeugt war. Er hat mich direkt versucht dort rein zu bekommen, habe am Anfang aber direkt abgeblockt, weil ich davon nicht viel gehalten habe. Letztendlich ging er mir so lang auf den Keks, bis ich es mir mit eigenen Augen angeschaut habe. Es klang alles wirklich gut und ich spielte mit dem Gedanken, dass mit ihm zusammen aufzuziehen. Nachdem ich allerdings alles auf Herz und Nieren geprüft habe, habe ich herausgefunden, dass mein/sein "Mentor" nicht ehrlich arbeitet und habe das Projekt abgebrochen, da ich das mit gutem Gewissen nicht vereinbaren kann. Ich wollte ihn nicht damit beeinflussen, er bestand aber auf eine Erklärung, also zeigte ich ihm schwarz auf weiß, was Sache ist. Mit diesem Beweis ist er natürlich gegen meinen Wunsch direkt zu den Leuten gegangen und hat sich beschwätzen lassen, bis das, was ich ihm tags zuvor schwarz auf weiß gezeigt hatte, für ihn nur falsch sein konnte. Ich war plötzlich der Böse, der ihm etwas kaputt machen will. Dann kam eine Nachricht, die mich zutiefst verletzt, verunsichert und an mir selbst zweifeln lässt, wer und für was ich in meinem Leben stehe.
Zitat:Also ich weiß nicht wieso du direkt persönlich wirst obwohl ich das nicht wurde, aber scheint bei deinem Moralverständnis ja wieder voll in Ordnung zu sein.
Verstehe auch nicht, wie man einfach so eine Art Mensch sein kann.
Was ich allerdings langsam verstehe ist, warum dich keiner lieben kann auf Dauer.
Schade, dass du so denkst und vor allem handelst aber in der Summe ist das ohnehin schon volle Fass definitiv übergelaufen.
Hinterfrag dich wirklich mal wer bis jetzt moralisch richtig gehandelt hat und wer nicht.
Viel Erfolg beim Finden weiterer Kontakte die sich diese ganzen Diskussionen und Unbelehrbarkeiten geben wollen.
Schönes Leben noch
Zur Ergänzung: Ich wurde nicht persönlich, habe ihm lediglich gesagt, dass ich es bescheiden finde, dass er sich trotz Beweis einlullen lässt und sich plötzlich gegen mich stellt, nur weil ich die Wahrheit ausspreche und keinen Blatt vor den Mund nehme. So wie es in einer wahren Freundschaft für mich sein sollte. Man sagt das, was Sache ist und nicht das, was der Gegenüber hören will.
Ich muss zugeben, dass ich gerne mit mir diskutieren lasse und so lange damit weitermache, ehe man mich vom Gegenteil überzeugen kann, aber unbelehrbar bin ich definitiv nicht. Ich lasse mich von allem überzeugen, man muss es mir nur einleuchtend erklären.
Dass ich so gehandelt habe, finde ich nicht schade. Ich wusste von vornherein, dass das kein Gespräch ist, was zu einer Klärung führt, weshalb ich den netten Herrschaften der Finanzberatung per WA mitteilte, dass ich damit sofort aufhöre. Wie gesagt, wollte ich ihn damit nicht beeinflussen, dennoch hat er nach Erklärung verlangt. Moralisch habe ich mir also nichts vorzuwerfen. Ich wollte ihm das ganze Thema nicht madig machen. Er hat eine Erklärung verlangt, welche ich ihm schonungslos übergeben habe.
Was mir verdammt weh tut sind die im Zitat fett und unterstrichenen Sätze.
Ich weiß nicht, was er damit bezwecken will bzw. was er genau meint. Ich habe immer versucht, so offen und ehrlich zu sein wie nur möglich. Klar habe ich nie ein Blatt vor den Mund genommen, aber ist das heutzutage so negativ behaftet, das zu sagen, was man für richtig hält?
Er meinte noch an dem Tag davor bezüglich meiner Trennung "Wir müssen dir irgendwie aus dem Loch helfen, das schaffen wir schon zusammen, ich helf dir da raus". Am nächsten Tag dann diese Nachricht. Dieser Satz, er würde langsam verstehen, warum man mich nicht auf lange Sicht lieben kann. Es tut verdammt weh und lässt mich an mir und meinen Wertvorstellungen zweifeln, denn offensichtlich ist das eine Meinung, die er sich über längere Zeit überlegt hat.
Auf der einen Seite glaube ich, dass es mich einfach nur mit Absicht verletzen wollte, weil ich ihm die "hochgelobte und heilige Finanzberatung" madig machen will. Auf der anderen Seite hat er damit meinen wundesten Punkt getroffen und es geschafft, mich in Frage zu stellen.
Ich bin ziemlich verzweifelt und weiß nicht, was ich damit alles anfangen soll.
Danke schon Mal für eure Anteilnahme und Unterstützung, in welcher Form auch immer.

