@Lelee
Liebe Lelee, dein Beitrag macht mich betroffen.
Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich vor dir den Hut ziehe:
du scheinst ein sehr ehrgeiziger, reifer und zielstrebiger Mensch zu sein, zudem sehr sensibel und treu.
Wer dich als Freundin hat, kann sich sicher glücklich schätzen.
Ich vermute aber auch viel Angst und das es dir schwer fällt, zu Vertrauen und Kontrolle abzugeben. Kann das sein? Hast du eine Idee woher das rührt?
Nun war er damals der Mensch bei dem es dir gelang, dich einzulassen, zumindest in dem Abstand den Eure Entfernung vorgab. Weite Teile eures Lebens mögen auch weiterhin unerfahrbar gewesen sein, da ihr die nicht simultan erlebt habt.
Umso schwerer, nach dem Ende loszulassen, wo er doch so ein vermeintliches Ideal bildete….
Alle drei Monate telefonieren. Warum?
Damit er versichert, dass er dich nicht verletzen will und mit seiner „Ehrhaftigkeit“ weiter aufs Podest gestellt wird?
Entweder war er sich nicht des Ernstes der Lage bewusst, oder er hat es genossen weiter „geliebt“ zu werden, oder er hat nicht die Weitsicht gehabt, um dich konsequent zu verabschieden mit dem dringenden Rat, dein junges Leben zu leben.
So blieb er weiter fester Bestandteil deines täglichen Lebens, das Ziel deiner Sehnsüchte, obwohl es keinen Weg im hier und jetzt gab/gibt.
Du boykottierst dich selbst, wenn du deinen Abschied an Bedingungen knüpfst, die nicht erreichbar sind.
Die Entscheidung triffst du.
Was macht dir Angst?
Was lässt dich so festhalten?
Bedenke, du hast nicht ewig Zeit.
Mir fällt zu deinem Schmerz folgender Spruch ein.
Vielleicht macht er dir auch Mut, so wie mir vor vielen Jahren:
Zitat:„Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren, schmerzlicher wurde als das Risiko, zu blühen.“
(Anaïs Nin)
Wann kommt dein Tag?
Ich wünsch dir alles Gute
❤🩹