Angelwings
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Ich würde sagen mir geht es gut. Das war wirklich die erste Trennung in der ich mich am Riemen gerissen habe und versucht habe einfach weiter zu machen. Das fiel mir erstaunlicherweise ziemlich leicht, da ich wusste, dass er momentan eh nicht hier ist und ich nichts dagegen machen kann.
Nun kommt er bald wieder und je näher das Datum rückt, desto schlechter geht es mir. Ich habe das Gefühl, dass wenn er wieder da ist, sich natürlich nichts ändern wird, außer, dass mir dann wahrscheinlich wirklich bewusst wird, dass es vorbei ist.
Ich kann es nur schwer erklären, aber als er damals Schluss gemacht hat dachte ich mir, wenn er wieder da ist, wird er sich aufjedenfall nochmal melden. Dieser Gedanke ist jedoch mit jedem Monat erloschen.
Ich weiß, dass man sich in "normalen Trennungen" trennt und dann getrennte Wege geht. Hier ist es aber so, dass mein Ex mich komplett meidet. Ich hab das Gefühl ich bin für ihn gestorben, obwohl ich nichts gemacht habe und daher rührt wahrscheinlich auch das Problem. Er weiß, dass ich nichts gemacht habe und er der Depp in der Situation ist und damit kann er nicht umgehen.
Dazu kommt, dass ich mit seiner Schwester befreundet bin, aber für mich selbst gemerkt habe, dass ich den Kontakt zu ihr abbrechen muss. Ich gebe die besten Ratschläge, wenn es um "Männer" geht und habe ihr auch schon immer bei ihrem Beziehungsdrama geholfen. Das hat sich nach der Trennung von ihrem Bruder nicht geändert und mittlerweile sehe ich da ein großes Problem drin. Es ist nun mal so, dass ich mit seiner Schwester nicht über ihn ablästern will, vor allem weil man das nicht macht, aber im Endeffekt, hat sie mich auch nie wirklich konkret gefragt, wies mir geht. Der Fakt, dass wir im Grunde nur über ihr Drama reden und ich mich nicht so wirklich über mein Thema auskotzen kann nervt mich mittlerweile. Ich biete meine Hilfe an, so ist es nicht, und ich mag sie auch, aber irgendwie erkenne ich ne gewisse Doppelmoral wieder. Ich bin kein seelischer Mülleimer, bei dem man sein Bagage ablegen kann, ich bin auch nur ein Mensch. Ich habe ihr auch schon oft gesagt, nur weil ich so happy aussehe, heißt das nicht automatisch, dass ich nicht auch schlechte Tage oder Momente habe.
Ich erkenne ihren Bruder auch einfach viel zu sehr in ihr. Dieses egoistische es geht nur um mich, auch wenn da keine bösen Intentionen dahinter stecken. Die beiden kennen es nicht anders. Und dann komm ich, die da mega aus der Reihe tanzt, weil ich einfach absolut gar nicht oberflächlich bin.
Ich weiß aufjedenfall, dass er mich nicht verdient hat und, dass es im Grunde wohl doch nicht passt (auch wenn die Beziehung schön lief). Mein Ego kann ich jedoch nicht davon überzeugen, dass es das beste ist, wenn man sich nie mehr hört. Ich bin heute noch so verletzt über die Trennung, vor allem wie es von statten gegangen ist. Wie schaffe ich es den letzten Schritt zu gehen und ihn komplett hinter mir zu lassen? Ich weiß die Zeit heilt alle wunden, aber die Fragezeichen kann mir niemand auflösen und das ist mein Problem.