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Wie lange ging euer Liebeskummer / welche Strategie?
wie hat Johanneskraut geholfen? Soll ja wie Antidepressiva sein
Naja, zuviel darf man sich nicht erwarten. Etwas Besserung nach etwa 3-4 Wochen. Ob zurück zu führen auf das Johanniskraut kann ich nicht sagen. Habe auch keine Erfahrung/Vergleich mit Antidepressiva
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#211
S
silos Mitglied
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...und jetzt mal eine direkte Frage
Ich lieg gerade auf der Couch. Schau ein bisschen Fußball aber hab nur Gedanken über und an die Ex. Ein Teil vermiss ich sie...einen Teil grübel ich. Beides fühlt sich nicht gut an. Traurig halt
Was kann ich genau in solchen Momenten am besten machen? Kann jetzt schlecht noch radln oder raus. Ich bin auf jeden Fall auf der Couch und bald im Bett. Da wirds erfahrungsgemäß eher noch anstrengender. Was macht ihr genau in diesen Situationen?
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x 1#212
A
Wie lange ging euer Liebeskummer / welche Strategie?
x 3
Scheol Mentor
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Zitat von silos:
......Was macht ihr genau in diesen Situationen?
Radfahren ( habe Licht am Rad ) oder raus spazieren gehen.
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x 1#213
QueenA Mentorin
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@silos naturgeraeusche an oder ruhiges Hörspiel anhören: Einschlafen - Augen zu & ciao! Ab & an vermehrt Komödien geschaut.
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#214
QueenA Mentorin
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Zitat von Scheol:
Radfahren ( habe Licht am Rad ) oder raus spazieren gehen.
Auch noch spät Abends? Da hätte ich ein wenig Scheu vor. Im Sommer kein Problem, im Winter ungerne. Aber regt die Bewegung nicht noch an? Oder eher im Sinne von auspowern?
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x 1#215
Scheol Mentor
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Zitat von QueenA:
Auch noch spät Abends? Da hätte ich ein wenig Scheu vor. Im Sommer kein Problem, im Winter ungerne. Aber regt die Bewegung nicht noch an? Oder eher im Sinne von auspowern?
Damals bin ich oft spazieren gegangen.
Heute würde ich die 4,7,8 Atmung probieren oder die klopftechnik ETF.
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x 1#216
Scheol Mentor
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Zitat von QueenA:
@silos naturgeraeusche an oder ruhiges Hörspiel anhören: Einschlafen - Augen zu & ciao! Ab & an vermehrt Komödien geschaut.
ASMR 👍
Staubsauger oder Fön ☺ , bin ich als Kind schon bei eingeschlafen.
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x 1#217
QueenA Mentorin
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@Scheol von EFT habe ich gehört. Und ich glaube bisher einmal während eines Gruppentreffen bei einer Weiterbildung angewandt. Atmung finde ich super. Wenn mein Gehirn im Stress das noch machen kann, hilft es. Staubsauger oder Föhn. Tatsächlich bin ich da ähnlich, Geräusche sind mir egal, ich kann und konnte relativ schnell und gut einschlafen 😀
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#218
HerrZ Mitglied
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Zitat von silos:
Was macht ihr
Hören? Alles was man schon (am besten in und auswendig) kennt - nichts Neues. Bei mir lief in der tiefsten Krise die gleiche Meditation in Dauerschleife: Paul McKenna "Ich heile Dein gebrochenes Herz". Später immer wieder wieder der gleiche Film - ich kann heute noch fast jeden Dialog auswendig.
Wenn`s nicht über die Ohren in`s Unbewusste gehen soll? Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Leicht zu erlernen und macht echt müde und (be)ruhig(t).
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x 1#219
S
silos Mitglied
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Und das nächste Szenario bei dem ich sehr oft meine Probleme hab...fast täglich
Ich fahre in der früh ca. eine Stunde nach München mit dem Auto. Es ist dunkel und ich bin etwas müde...optimal für schlechte Gedanken und Gefühle. Ich hab wieder die ganze Autofahrt nur an die Ex gedacht. Manchmal wie ich sie vermisse...manchmal wie wir was unternommen haben...manchmal wie ich mich ungerecht behandelt fühle...manchmal wie ich selbst hätte mehr reden sollen. Und vieles mehr. Aber halt nur das Thema.
Ich hab dann probiert:
-Gefühle anzunehmen und in mich reinzuspüren wo es genau weh tut -Radio laut gemacht -Radio leise und aus gemacht -Atemübungen -Autos gezählt auf der Autobahn -versucht verschiedene komplett andere Gedanken zu fassen
Um mal einige Versuche zu nennen. Das Ergebnis war, dass ich durchgehend den Tränen nahe war. Es gibt ja zum Glück auch Momente in meinem Leben da denk ich nicht so krass dran oder manchmal sogar in eine fast schon "optimistische" Richtung. Aber hier als Beispiel diese Autofahrt in der früh. Da fühl ich mich hilflos ausgeliefert
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x 1#220
Ete Mitglied
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@silos welche Gedanken hast du denn konkret?
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#221
B
Bergfichte Mitglied
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@silos Ich finde du hast einige gute Techniken probiert... Mir hilft momentan rückwärts zählen immer wieder ganz gut... Das soll andere Bereiche im Hirn ansprechen als den Emotionsbereich .... Mein Gedanke: du willst dass es sofort hilft, wenn nicht springst du zum nächsten "Werkzeug " das offenbar dann auch nicht hilft und Wirst noch unglücklicher... Vielleicht wäre es besser bei einem zu bleiben und das zu wiederholen, auch wenn es nicht gleich hilft...also bei mir ist das rückwärts zählen oder ganz banal in Dauerschleife "Vater unser " beten...das hat mir schon als Kind durch Ängste geholfen, die beruhigende Wirkung setzt oft sofort ein... Kürzlich hat mir auch eine Therapeutin einen wertvollen Tipp aus ihrer eigenen Erfahrung gegeben: keine Energie mehr an den Ex geben... Also möglichst nicht mehr denken: ich vermisse dich(und das Bild des Ex) ist da sondern: Ich vermisse, dass jemand (!) Da ist, wenn ich heimkomme Ich vermisse, dass Hermann für mich kocht Ich vermisse dass mich jemand in den Arm nimmt.
Das schaffe ich immer wieder...du kannst deine Gefühle spüren und legt den Fokus aber auf dich statt auf die Ex.
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x 3#222
QueenA Mentorin
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@Bergfichte das mit dem zählen um andere Hirnareale anzusprechen finde ich gut, danke! Und den Tipp der Therapeutin auch. Ich vermute, deshalb hängt man auch noch so lange an jmd. bis man anfängt aktiv umzuschreiben: jemand Daten, mit jemand anderen essen gehen, mit jemand anderen ins Kino und so weiter. Aber eben in meinen Augen nicht irgend jmd. Sondern jmd. der/die tatsächlich für einen selbst interessant, attraktiv und passend wäre.
ich fahre in der früh ca. eine Stunde nach München mit dem Auto.
Wie wäre es mit einem Hörspiel oder Podcast? Am besten keine Lovestory;) Ich fand z.B. Schirach, "Verbrechen" gut zu hören beim Fahren.
Und es gibt zu fast allen Themen interessante und gut gemachte Podcasts, such doch mal je nach Interesse. Da kann man sich nebenbei noch gut weiterbilden. Z.B. "Sag mal, du als Psychologin" finde ich interessant und macht Spaß, zuzuhören.
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x 2#224
B
bero Mitglied
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Ich fand es zeitweise ganz hilfreich, wenn man auch einfach mal kurz aufgehört hat mir all den Methoden. Wenn’s richtig schlimm ist, dann will man es so schnell wie möglich loswerden. Man probiert alles aus, was einen ablenken könnte. Immer läuft irgendwas im Hintergrund, immer in Bewegung, immer am Gedanken wegschieben. Und man ist so fokussiert darauf, dass es zu einer neuen Gewohnheit wird so haargenau darauf zu achten.
Und manchmal, wenn ich dann auch so eine Autofahrt hatte wie du sie beschreibst, dann habe ich das ganze einfach mal ANGENOMMEN anstatt es wegzuschieben und zu vertreiben. Habe mich unterbrochen und mir selber gesagt Jop, das tut sau weh, das wird noch länger dauern und meine Situation ist sch*. Genau so ist es. Das ist normal, dass ich mich besch* fühle. Ich fühle jetzt nunmal so, ich wurde verlassen. Nach ein bisschen Einübung habe ich dadurch das Gedankenkarusell kurz stoppen können, weil ich es so abrupt beendet habe durch diese „Akzeptanz“ meiner Situation. Dann habe ich im Anschluss auch automatisch wieder an was völlig anderes gedacht, weil es dann nichts mehr zu überdenken gab, weil ich es ja hingenommen habe. Natürlich hat der Effekt nicht lange angehalten, aber das steigerte sich. Und es hilft auch, um sich nochmal bewusst zu werden, dass es halt GRADE schwierig ist, es sich auch so anfühlen darf und dass es vorbei geht.