Zitat von silos: Ich beneide und bewundere immer Leute die einen großen Freundeskreis haben, die z.B. viel Reisen oder verschiedene Sportarten machen, die irgendwelche Dinge haben für die sie brennen oder sonstwas.
Der Vergleich mit Anderen macht in den seltensten Fällen glücklich. Es gibt Menschen mit riesigem Freundeskreis und vielen Hobbys, die total einsam sind. Das sieht man aber von außen nicht.
Zitat von silos: Wenn hier Bewegung reinkommen würde wäre mir sehr viel geholfen. Aber wer halt 20 Jahre lang eigentlich nichts macht der weiß dann eigentlich gar nicht mehr wo er anfangen soll.
Dafür bist du selbst verantwortlich. Ich hab mach meiner Trennung viel Sport gemacht, dann war ich ausgepowert und konnte schlafen. Ich nutze seitdem eine Freizeit-App um neue Leute kennenzulernen und auch neue Sachen auszuprobieren.
Wenn du nicht weißt wo du anfangen sollst, mach dir einen Liste. Dinge die du schon immer mal machen oder lernen wolltest. Das ist der erste Schritt und danach wird es leichter.
Zitat von silos: Ich hab zwar Angst, dass ich über meine Ex nie hinweg komm und sie für immer so sehr liebe..
Mit dem mantramäßogen Wiederholen dieser Angst, hältst du dich selbst in der Angst fest. Das sorgt dafür, dass du nicht vorwärts kommst.
Ich teile hier mal eine Idee, die mir in der Verarbeitung geholfen hat.
"Der Unterschied zwischen Leiden und Fühlen
Was ist nun die Differenzierung zwischen Fühlen und Leiden? Den Unterschied zu kennen, kann dir helfen deinen aktuellen Zustand zu erkennen und im Folgenden zu verändern.
Fühlen …
- findet in der Gegenwart statt, wir können nicht gestern oder morgen fühlen, sondern ausschließlich im Jetzt,
- hat stets eine körperliche Komponente,
beginnt mit einem Gefühl und wir bleiben dann im Gefühl und lassen es wie durch uns durchfließen,
- bringt uns im Heilungsprozess wesentlich weiter,
- bewertet nicht,
- bedeutet, dass wir etwas loslassen, es erleichtert uns.
Leiden …
- hat einen Vergangenheits- oder Zukunftsbezug, da es aufgrund einer Bewertung entsteht,
findet im Verstand statt,
- beginnt häufig mit einem Gefühl, welchem wir dann aber ausweichen, indem wir in den Verstand wechseln.
- bringt uns im Heilungsprozess nicht weiter, wir bleiben im Drama,
- bewertet andere, uns, oder die Situation,
- strengt uns an und erschöpft uns."
Du bist ganz weit weg vom Fühlen. Wenn du da wieder hinkommst, wird es leichter.
Wenn du traurig bist, sei traurig und weine, wichtig ist beim Gefühl zu bleiben und nicht in die Vergangenheit oder Zukunft abzurutschen bzw. diese Gedanken ziehen zu lassen. Das ist quasi achtsamer Umgang mit unangenehmen Emotionen.
Zitat von Worrior: Dann fährst Du auf die Arbeit und weinst.
Ich hab dann immer laut Musik angemacht und mitgesungen. Ablenkung ist nicht immer schlecht.