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Wie lange hattet ihr Hoffnung auf einen Neuanfang

Stoffers

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Mal eine ganz banale Frage, vielleicht eher an die, die für sich urplötzlich nach längerer Beziehung verlassen worden sind.

Wie lange hat es bei Euch gedauert, bis ihr die Hoffnung, dass die Beziehung noch zu retten ist bzw. es sich nur um eine Beziehungspause handeln und der Partner, nachdem er geläutert ist, wieder zurückkommen wird?

Ich hatte selbst noch Hoffnung, nachdem ich erfahren hatte, dass sie schon einen Neuen hatte. Meine Psyche hätte das wohl ansonsten garnicht ausgehalten. Weiterhin antwortete sie mir immer wieder zweideutig, so dass meine Hoffnung jedesmal gestärkt wurde. Insgesamt hatte es dann doch ca. 5 Monate gedauert, bis ich endlich keine Hoffnung mehr hatte und den Trennungsprozess auch für mich einläuten konnte.

02.05.2017 06:45 • #1


Trauerstern


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Lange, viel zu lange. Wahrscheinlich auch durch den regelmäßigen Kontakt nach der Trennung. Man interpretiert in alles etwas hinein. Mittlerweile weiß ich, dass es kein Zurück mehr gibt.

02.05.2017 08:21 • x 1 #2



Wie lange hattet ihr Hoffnung auf einen Neuanfang

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omnom

omnom


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Diese Frage hätte ich auch gerne beantwortet. Diese blöde Kopf gegen Herz Sache. Logisch gesehen weiß ich es ist absolut vorbei. Aber unterbewusst merke ich dann doch noch, dass da was ist. Oder warum hoffe ich beim Öffnen meines Briefkastens immer, dass da was von ihm drin liegt.

Ich würde dir aber auf jeden Fall zur Kontaktsperre raten. Sonst zieht sich das unnötigerweise noch mehr in die Länge.

02.05.2017 09:25 • x 1 #3


Midnightlight


Mittlerweile um die 120 Tage... Die Hoffnung stirbt zu letzt. Sie schleicht sich immer wieder in die Gedanken. Mit Rationalität hat das leider wenig zu tun. Eine widerliche Zeit ist das gerade...

02.05.2017 09:39 • x 2 #4


Midnightlight


@omnom Das mit dem Briefkasten ist bei mir auch so... (Jeden Tag)

02.05.2017 09:58 • x 1 #5


Luto

Luto


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8 Monate.

02.05.2017 10:02 • x 1 #6


Stoffers


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Ja, stimmt. Ich finde es auch unglaublich, wie lange das Unterbewusstsein sich gegen die Wahrheit wehrt, was für jeden anderen Außenstehenden schon längst Realität ist.

02.05.2017 10:02 • #7


Luto

Luto


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Zitat von Stoffers:
Ja, stimmt. Ich finde es auch unglaublich, wie lange das Unterbewusstsein sich gegen die Wahrheit wehrt,

Entzug geht halt nicht mal eben an einem Tag.
Ich kenne Leute, die sind da scheinbar cooler und haben mal eben so abgeschlossen und schon die dritte neue am Start... paar davon geben aber zu, dass denen dafür viele Jahre später noch was Vergangenes nachhängt, was nicht verarbeitet ist ...
Hat alles Vor- und Nachteile.

02.05.2017 10:10 • x 1 #8


Asher

Asher


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Meine Beziehung mit der letzten hat nur 7 Wochen gedauert, aber diese 7 Wochen waren intensiver und besser, als die 2 Jahre mit der davor, die ich verlassen habe. Es war einfach alles perfekt, kein Streit, volkommene Harmonie, in jeder Beziehung. aber wahrscheinlich habe ich die Zeichen oft nicht richtig gedeutet- wer weiss. Jedenfalls hat sie mich von jetzt auf gleich abgeschossen, wollte erst nur noch ein Verhältnis, weil der S.. ja Galaktisch war sagte sie, um dann eine Woche später zu schreiben, wir kommen nie zusammen, in keinster Weise. Ab da war dann auch keine Kommunikation mehr. Mein Verstand und meine Lebenserfahrung sagt mir, das war es. Aber mein Herz quält mich ständig. So etwas habe ich noch nie erlebt, normalerweise konnte ich mich immer umdrehen, und die Sache war gegessen. Auf zu neuen Ufern. Aber momentan will das nicht funktionieren, obwohl das schon in die 6 Woche geht.

02.05.2017 10:21 • #9


Gwenwhyfar

Gwenwhyfar


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Mit 5 Monaten bist Du sehr gut dabei stoffers.

Man muss doch auch mal klar sehen, dass diese ganze ExBack-Maschinerie ein riesiges Geschäft ist. Die Erfolgsquoten sollen wohl eher im einstelligen Bereich liegen.

Meine schlimmste Trennung hatte ich mit 20 nach einer Beziehung von einem Jahr. Damals hab ich mir eingebildet, den heiraten zu wollen. Ich habe mich eine Woche nur übergeben, bin nächtelang und stundenlang in den Straßen meiner Stadt rumgerannt, wog unter 50 kg. Es gab dann wenige Wochen später ein *Zwangstreffen*, da er mir ein neues Auto preiswert besorgt hatte. Er war freundlich, distanziert. Und da hab ich es endgültig kapiert.

Ich war nie mehrmals mit jemandem zusammen. Früher fragte ich halt nach so ca. 2 Wochen nochmal direkt nach, wenn die Männer mich abgeschossen hatten. Waren natürlich Absagen. Und umgekehrt war es genau so. Ich kam damit immer ziemlich schnell klar. 2 Wochen dauerheulen und ab da bergauf.

Ich würde jedem, der Jahre trauert wirklich raten, sich mit Therapeuten in Verbindung zu setzen. Das Leben kann so schön sein und es findet jetzt statt und in der Zukunft und nicht im Gestern. Es gibt so tolle Menschen da draussen. Und wäre das nicht alles so passiert, hätte ich heute meinen Mann nicht.

Ich möchte Euch Hoffnung machen, aber nicht auf die ExBeziehung, sondern auf Euer neues Leben.


Ein Unterschied besteht sicher noch dort, wo Kind und Kegel und Haus und Hof dranhängen. Das ist alles schwieriger und noch tränenlastiger. Das Thema hatte ich zum Glück nie.

02.05.2017 10:45 • x 5 #10


Branda

Branda


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Nach einer mehrjährigen Beziehung hat es eine Woche gedauert, dann hab ich eine Sektflasche aufgemacht und mich in einer Partnerbörse angemeldet. Allerdings waren meine Gefühle für meinen Ex schon lange ambivalent. Eine Woche später das erste Date. Hat 6 Monate gehalten. War rückblickend eine wirklich gute Zeit, mit vielen Unternehmungen und Spaß, für die ich dankbar bin.

02.05.2017 11:20 • #11


omnom

omnom


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@Gwenwhyfar Ich kann dieses "Ex-zurück-gewinnen" eh nicht so nachvollziehen. Mir war von Anfang der Trennung an klar, es bringt nichts mehr, auch wenn ich mir unterbewusst Wünsche, er stünde jetzt vor meiner Tür.
1. Unsere Krise zog sich Monate vor der Trennung und diese machte mir bewusst: Es wird nie mehr sein wie davor, und so wird es bei allen anderen doch auch sein?
2. Man ist ja meistens der/die Verlassene und mit dem Gefühl, er ist wieder mit mir zusammen, musste sich dafür aber mal von mir trennen, um zu sehen wie es ohne ist (oder noch besser, erstmal jemand anderen haben), eine Beziehung zu haben, kann ich mir nicht vorstellen.
3. Zu viel Stolz. Ich will nicht die Ex sein, die ständig vor der Tür hängt. Damit degradiere ich mich ja noch mehr. Und tue mir dabei auch noch selbst noch mehr weh.
Und zu guter letzt:
4. Kennt ihr eine langanhaltende Beziehung/Ehe, die glücklich ist und mal einen Neuanfang oder eine Trennung zwischendurch hatte? Ich nicht...

02.05.2017 11:32 • #12


Gwenwhyfar

Gwenwhyfar


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@omnom
Ja, es würde nie wie früher sein. Das sehe ich auch so und das ist ja auch richtig so, denn es führte ins aus.

In langjährigen Beziehungen wird es immer Krisen geben. Es ist eine Geschmacksfrage, ob man sich dann trennt, fremd geht oder gleich daran arbeitet. Das wird auch von der gesamten Konstellation abhängen, Alter, Dauer der Beziehung etc. Dummda ist in diesem Forum ein Beispiel, dass es klappen kann. Aber das ist eben mit viel Schmerz und Verzeihen verbunden.

02.05.2017 11:50 • x 2 #13


Ricky

Ricky


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Zitat von omnom:
@Gwenwhyfar Ich kann dieses "Ex-zurück-gewinnen" eh nicht so nachvollziehen. Mir war von Anfang der Trennung an klar, es bringt nichts mehr, auch wenn ich mir unterbewusst Wünsche, er stünde jetzt vor meiner Tür.
1. Unsere Krise zog sich Monate vor der Trennung und diese machte mir bewusst: Es wird nie mehr sein wie davor, und so wird es bei allen anderen doch auch sein?


Nein, nicht zwangsläufig, ABER natürlich ist "Ex zurück" ein Riesengeschäft. Gerade in der heutigen Zeit, wo alle Menschen nur noch emotional aufgeladen sind und auch danach handeln (weil Empathie irgendwann mal mit Überempfindlichkeit gleichgesetzt wurde), sich selbst darstellen und dann nicht damit umkönnen, dass jemand sie versetzt, kann man mit den falschen Egos doch n Riesengeschäft machen. Denn in dem Moment geht es nur darum den Schmerz loszuwerden und umzuwandeln in das perfide Selbst, das man davor hatte. Und dafür geben Leute auch Geld aus. Sie sind eben verzweifelt. S wie etliche Kohle zum Fenster rauswerfen, wenn sie sich die Karten von irgendner Sonst-Arbeitslosen im TV legen lassen. So macht man Geld: Mit Hoffnung. Und dafür geben viele es ja auch gern aus. Wenn es ihnen danach (kurzfristig) besser geht. Therapeuten sind da die durchaus günstigere Variante, die werden nämlich von der Krankenkasse bezahlt und haben mehr Erfolg.

Zitat:
2. Man ist ja meistens der/die Verlassene und mit dem Gefühl, er ist wieder mit mir zusammen, musste sich dafür aber mal von mir trennen, um zu sehen wie es ohne ist (oder noch besser, erstmal jemand anderen haben), eine Beziehung zu haben, kann ich mir nicht vorstellen.


"How can I miss you, if you won't go away"... heißt es da immer im Englischen. Ich denke nur, dass dieser Satz missinterpretiert wurde. Jemanden vermissen heißt eben nicht mal für'n halbes Jahr Abstand zu brauchen. Wenn man innerlich froh ist, dass der Partner weg ist für einen längeren Zeitraum, dann läuft was falsch. Mal für nen Abend einfach mal "Zeit für sich" - bitte, geschenkt, aber alles darüber zeigt nur auf, dass man eigentlich unzufrieden in der Beziehung ist.

Zitat:
3. Zu viel Stolz. Ich will nicht die Ex sein, die ständig vor der Tür hängt. Damit degradiere ich mich ja noch mehr. Und tue mir dabei auch noch selbst noch mehr weh.


Ist das zu viel Stolz? Ich würde das "Selbstwert" nennen.

Zitat:
Und zu guter letzt:
4. Kennt ihr eine langanhaltende Beziehung/Ehe, die glücklich ist und mal einen Neuanfang oder eine Trennung zwischendurch hatte? Ich nicht...


Ja, eine. Aber eine unter mehreren ist eben nur die "Ausnahme der Regel". Es klappt meistens nicht. Das hat auch Gründe.

02.05.2017 11:58 • x 2 #14


Grace_99


Trennung Ende Nov. 2014 / danach absolute Kontaktsperre (wollte ich so, obwohl er gegangen ist, aber hätte mich nicht weiter gebracht irgendwas zu erfahren).
Kontaktsperre Ende März 2015 aufgehoben, da ich soweit war, dass letzte Gespräch zu führen, dies fand auch statt, dauerte 2,5 Std. und hinterher wusste ich - alles richtig, will ihn nicht mehr zurück.

02.05.2017 12:48 • x 1 #15



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