Zitat von Nike: Allerdings war er auch derjenige, der mich aufgefordert hat, mich einfach auch mal anzulehnen.....
Vielleicht hat er Sch*ss vor der eigenen Courage bekommen. Leider ein sehr häufiges Phänomen.
Zitat von Nike:Das Problem ist, das was mich ausser Partnerschaft erfüllt sind all die Dinge, die wir zusammen gemacht haben... Hunde, Hundesport, sämtliche Freunde und Bekanntschaften daraus.... Zusammen Training... natürlich werde ich das ohne ihn auch weitermachen, nur das schlimme ist, ich empfinde im Moment nicht wirklich Spass und Freude daran.
Natürlich ist es im Moment so. All diese Dinge habt ihr sehr lange Zeit zusammen gemacht und es ist eine Routine entstanden. Diese Gewohnheit wird jetzt ausgehebelt und es fühlt sich falsch an, es fühlt sich an, als wären all diese Aktivitäten untrennbar mit diesem Mann verknüpft, denke ich mir. Im Grunde ist dieses Verhalten aber ankonditioniert und du reagierst jetzt ein wenig wie der Pawlowsche Hund, der das Signal kriegt, aber keinen Knochen (nicht böse gemeint).
Aber die gute Nachricht ist, dass du es dir genauso wieder abkonditionieren kannst, indem du andere Reize damit verbinden lernst. Zum Beispiel könntest du beim Gassigehen nen MP3 Player mitnehmen und dabei ein Lied hören, das du gut findest, das aber nicht mit deinem Ex verknüpft ist. Oder du achtest ganz genau auf die Dinge um dich herum, lernst einige Details damit zu verbinden, die vorher nicht da waren. Gestalte die Situationen bewusst anders und du wirst sehen, dass alte Erfahrungen sich mit der Zeit überschreiben!
Zitat von Nike:Für mich sind unsere Hunde keine Kinder aber vollwertige Familienmitglieder, die mir superwichtig sind und allein die Finger ins weiche Fell zu vergraben, spendet sonst ohne Ende Trost....
Das kannst du jemandem sagen, der Tiere nur als Dekoration hält, aber nicht mir, der selber Tiere hat und sie gegen nichts in der Welt je eintauschen würde

Sie sind meine Mitbewohner und bevor ich an der Reihe bin, müssen erst sie an der Reihe sein. Das muss so und wer das in Frage stellt, kann gleich wieder gehen.
Zitat von Nike:Im Moment fühle ich einfach nichts !
Gib den Hunden eine Chance, dich zu erreichen, indem du dich auf sie konzentrierst, ohne den Ex im Hinterstübchen. Sie merken doch, dass ihr Frauchen nicht gut drauf ist und tun sicherlich alles in ihrer Macht stehende, dich zu trösten. Versuche, wieder die positiven kleinen Dinge zu sehen und dafür dankbar zu sein.
Zitat von Nike:Vielleicht weil ich nach meiner Ehe so sicher an diesen Menschen geglaubt habe und mich so sicher gefühlt habe ? Das diese Fixierung nicht gesund und auch nicht normal ist, ist mir durchaus bewusst.
Es wäre gut, herauszufinden, warum diese Fixierung passiert ist. Irgendwo muss es einen Grund dafür geben und wenn du den kennst, kannst du daran arbeiten, dir das, was du brauchst, selbst zu geben, statt die Verantwortung dafür einem anderen Menschen in die Hand zu legen.
Zitat von Nike:Vielleicht weil ich nach meiner Ehe so sicher an diesen Menschen geglaubt habe und mich so sicher gefühlt habe ? Das diese Fixierung nicht gesund und auch nicht normal ist, ist mir durchaus bewusst.
Das geht mir ganz genauso. Ich bin in ein nahezu unglaubliches Extrem hineingeboren und damit ebenfalls aufgewachsen. Denk dir den krankesten Mist aus, den du dir vorstellen kannst und ich sage: Da hast du mein Leben (und das meine ich nicht, um mich irgendwie wichtig zu machen). Allerdings versuche ich immer, diese besonders harten Prüfungen in meinem Leben als etwas zu sehen, das mich auf lange Sicht voran bringt. Etwas, das mich lernen lässt und etwas, das mir mich selbst eröffnet. Und zwar dort, wo ich noch nicht hingeschaut habe.
Zitat von Nike:das ich wirklich gedacht habe, ich habe MEINEN Menschen gefunden und mir kann nichts mehr passieren..... Falsch gedacht .......
Du gibst dir das Oxymoron in diesem Satz selbst:
Mein Mensch. Eine solche Bindung in einer Partnerschaft, dass man wahrlich behaupten könnte, das ist
mein Mensch, ist nicht nur ungesund, da eine Täuschung, sondern auch nicht realisierbar. Im Idealfall ist der einzige Mensch, der eine solche Bindung zulässt und auch erfüllen kann, die eigene Mutter.
Es mag jetzt im ersten Augenblick abgedreht klingen, aber wenn man darüber nachdenkt, wird es immer schlüssiger:
-> Beschützt und behütet sein, komme, was wolle
-> Authentisch sein dürfen, ohne fürchten zu müssen, auf Ablehnung zu stoßen
-> Bedingungslose Loyalität
-> Bedingungslose Liebe
Spätestens beim Letzten scheitert es, denn das gibt nun wirklich kein Partner und die Frage ist auch, ob das von einem Partner erwartet werden kann. Spätestens wenn man es erwartet, fliegt man. Bedingungslos lieben würde nämlich bedeuten, den Anderen zu lieben, selbst wenn er sich gegen dich stellt und dir nichts zurück gibt. Wäre das so, wärst du glücklich, wenn er glücklich wäre, no matter what. Das bist du aber nicht, sonst hättest du keinen Liebeskummer
