Zitat von Felica: Mein AM Stand für einen Teil meines Lebens, der unzufrieden war..Ich suchte das I- Tüpfelchen und fand es kurzzeitig in ihm.
Danach war mir klar, in meinem Leben fehlt was. Meine Kinder waren im Grundschulalter und Kindergarten, und ich fing an zu studieren. Ich hatte ein neues Ziel, lernte neue Menschen kennen und meine Leistungen waren sehenswert.
Das hob mein Selbstwertgefühl und kurz danach machte ich "Karriere", neuer Job etc...
Mein Tip: mach etwas, das erstmal Dir gut tut. Wenn Du Dich wohlfühlst, strahlst Du das aus.
Das kann auf Paarebene soviel ausmachen.
Das kann ich voll und ganz bestätigen. Eine Affäre steht für unerfüllte Sehnsüchte und Bedürfnisse, die man zeitweilig mit Jemand anderem befriedigt. Außerdem ist eine Affäre insofern recht bequem, weil man sich wenig mit den Schattenseiten des Affärenpartners beschäftigt, weil man keinen Alltag hat und schlichtweg nicht weiß wie er im Alltagsbetrieb tickt. Rum liegende Socken etc. lernt man gar nicht erst kennen. Und daher wird in Affären soviel Projektion betrieben, denn die Emotionen bleiben, da die Affäre sich ja nicht weiter entwickelt, oft lange Zeit auf einem recht hohen Level. Aber im Grund genommen geht es bei Affären meist ums eigene Ich , das als defizitär und unterversorgt empfunden wird.
Und ein AP überdeckt das Gefühl des Mangels.
Bei allen Beziehungen gilt, dass sich Gefühle ändern. Das ständige Hochgefühl lässt logischerweise nach, in Affären wird es aber hochgehalten, weil man sich ja weniger sieht und die Treffen immer als eine Art Flucht vom Alltag empfunden werden. Und wenn man mit sich selbst nicht klar kommt, unzufrieden mit sich und dem Leben ist, dann wird das immer gerne auf den Partner geschoben. Der ist auf einmal nicht mehr so wie er war und vor allem, wie er sein sollte. Also liegt es am Partner, dass es mir nicht gut geht, meint man. Und dann trennt man sich und übersieht dabei, dass man seine ureigenen Probleme wie z.B. mangelnde Selbstakzeptanz weiterhin mit sich rumschleppt.
Es ist wichtig, erst mal bei sich zu suchen. Was ist los, was vermisse ich, was hätte ich im Leben gerne anders. Und wenn ich mit mir selbst zufrieden bin, dann lässt oft auch die Unzufriedenheit mit dem Partner nach. Der kann aber das Selbstgefühl nicht heben und das liegt auch nicht in seinem Zuständigkeitsbereich.
Wer sich selbst nicht mag und akzeptiert, der wird einen Partner immer zur Kompensation benützen und das geht nur für einige Zeit. Wer sich selbst mag und zu sich steht, der kommt meist auch besser mit dem Partner klar.
Dieser Anspruch, der Andere müsste mich glücklich machen, ist falsch. Mach Dich selbst glücklich und Du fühlst Dich rund und wohl. Aber Jemandem die Zuständigkeit für das eigene Glück zuzuweisen, geht immer schief.