Zitat von Ameise_78: Hat/te er toxische Eltern?
Eine narzisstische Mutter oder Vater?
Oh, du sagtest seine Eltern hätten getrunken..?
Da hat der Arme selbst ordentlich zu tragen... und eigentlich keine Kapazitäten für die Baustellen anderer.
Aber leider sucht man sich in dieser Lage meistens genau das.
Einen verstorbenen Vater, Alk., Tochter jahrelang (ein Jahrzehnt?) missbraucht.
T. vielleicht, er hat ein Bild in sich dahingehend, über das er wie über viele nicht nachdenken will.
Geld verzockt, rumgelogen, T. körperlich misshandelndes Verhalten (Tritt in den Rücken mit 12 für Aufmüpfigkeit, schmerzhafte Nagelhautentfernung, Kinder an Canna. herangeführt und ich denke, dass ich nur 1% weiß und er sich nur an max 50% aktuell erinnert...)
Die Mutter hab ich eigentlich ins Herz geschlossen, so ein lieber Mensch.
Aber angeblich nichts mitbekommen, bis es mit 14 Jahren der Tochter in Reha wegen Übergewicht benannt wurde. So spät.
Und noch heute erzählt sie nette Anekdoten, die auf so vieles hinweisen und gar nicht schön sind und scheint das Andenken ihres Mannes in Ehren zu halten?!
T. glaubt, sie weiß wirklich nichts, er will es ihr auch nicht zumuten, all sein Wissen.
Ich glaube, da musst du verdammt hart beide Augen
zutackern, wenn du weinend aus allen Wolken fällst, weil du jetzt erst raffst, dass dein fast 40jähriger Sohn auch arg Schaden genommen hat.
Sie war wohl immer arbeiten? Krankenschwester, Schichtdienst, Mutter pflegen, zwei Kinder und im Geheimen versäuft und verspielt der liebe Ehemann die Kohle, die nie reicht.
Charmant war er, humorvoll, ein Lebemann.
Ich will sie nicht verurteilen.
Das steht mir nicht zu.
Ich kenne sie als äußerst (eigentlich schon aufdringlich) hilfsbereiten Menschen, der einem ungefragt alles abzunehmen versucht.
Nicht gelernt hat, sich nicht mehr zuzumuten, als sie stemmen kann.
Und dann weint sie auch schon wieder. Wegen allem. Schönem, schrecklichem. Oft, sehr oft.
Und eine Geheimniskrämerin. Steckt uns immer Geld zu, von dem ihr neuer Mann nichts wissen soll, obwohl es ja ihres ist und so ein Scheiz.
Ich halte mich da weitestgehend raus und T. hasst diese Heimlichkeiten auch, er ist da anders.
Immer über die Ecke kommunizieren; Schwester telefoniert mit T.
Schwester ist ein psychisches Wrack, trinkt wieder, Leberzirrhose, Nietenspende erforderlich, seit ich sie kenne. Wird nichts, der Körper wird zu hart geschändet, als dass er eine Narkose verträgt.
Wenn der Tag hart war und die Schwester mal wieder anruft und total daneben ist, kann T. halt auch da mal laut werden.
Die ältere Schwester heult sich dann bei Mama aus, die interveniert bei T.
T. fühlt sich schlecht, entschuldigt sich .
Das ist die Erlebniswelt meines Mannes.
Letzten Donnerstagabend, 22 Uhr, rief Mutter an.
Schwester wieder im Krankenhaus , dann plötzlich emotionaler Ausbruch, sie erinnerte sich, T. irgendwo abgeholt zu haben, psychologische Begutachtung.
Er durfte raus, Schwester sollte bleiben.
T. fragte Mutter: hat Papa was mit meiner Schwester gemacht?
30, wirklich DREISSIG Jahre später, spontan am Telefon weint sie ihn damit voll und fragt ihn:
Hast du was gewusst?
Und bei dir..?
Ich fand diese Situation so krass.
Ich sprach ihn den nächsten Tag darauf an.
Dass seine Mutter da echt scheize agiert.
Dass er keine Schuldgefühle haben soll; und wenn er alles wusste, war er immer noch ein Kind ohne Worte, dass genauso Schutz gebraucht hätte wie seine Schwester...
Ich dachte, es hätte zumindest hinterher Gespräche auch zu dritt und nur für T. gegeben.
Das Wenige, was er erzählte, klang danach.
Nun erfuhr ich: nichts hatte es gegeben für T.
Und er nimmt seine Mutter in Schutz und glaubt, sie ist einfach nie auf den Gedanken gekommen. Er war ja ein Junge.
Nach entdecktem Missbrauch folgte Trennung. T. wurde von Mutter gefragt, ob er seinen Vater besuchen will.
"Er ist doch mein Papa"
Bei diesen Besuchen lernte das Kind Joi.nts kennen, wartete vor Spielotheken und Kneipen. Ich hoffe nichts noch Schlimmeres.
Tochter und noch mehr Arbeit weil alleinerziehend beanspruchten Mutter.
T. wurde ganz alleine dieser liebenswerte Mann.
Allen Widrigkeiten zum Trotz.
Ich werfe doch keinen Diamanten weg.