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Wie sage ich es dir?

Löwenzeh
Zitat von Hola15:
Oder geht das alles mehr in die Trauma-Schiene?

Das vermute ich.

Zitat von Hola15:
Bei allem Respekt, den ich euren Päckchen entgegen bringe, wie geht’s eurem Kind in der ganzen Konstellation?

Bis dato blendend.
Wächst und gedeiht.
Trotz aller Emotionen, bin ich in der Regel gut drauf. Lache gerne und viel. Und mein kleiner L. ist auch ein Sonnenschein.

Es ist in der Regel harmonisch hier.
Gestern gab L. mir Rückendeckung, als wir spazieren wollten.
T. wollte schlafen (Nacht gemacht).
L. zog ihn zur Haustür. Drückte sich mehrmals an Papa, gab Küsschen (ultrasüß), wollte auf seinen Arm.
Papa soll mit.
Hat er schon zweimal gemacht.
Papa war nicht oft dabei, aber L. fände das gut.

Also, das Kind kriegt nichts "ab", wird wohl versorgt und zeigt doch schon deutlich, dass Papa gerne präsenter sein darf. Ganz ohne Worte.

Ansonsten sieht das Kind (unter Mamas und Papas Argusaugen) alle zwei Wochen Oma und Opa väterlicherseits.
Meine Verwandten nach Lust und Laune meinerseits. Und auch nur mit mir zusammen
Alle, die uns beim Spazieren und Spielplatzaufenthalten begegnen.

Höchstens befürchte ich, dass ich seine Welt zu klein halte.
L. treibt es zu Menschen und Kindern, er würde gerne mehr soziale Interaktion außerhalb von Mama und Papa, sicherlich.

Ich habe aber selbst keinen Kontaktwunsch, keine Freunde mit Kindern, keine Lust, andere Mütter zu daten. Mich zu verabreden und dann passt es mal wieder nicht mit dem Nickerchen, dem Essen.

Es ist halt bequemer den Tag alleine zu gestalten. Spontan reagieren zu können.

Mir scheint auch nicht, dass es schadet.

#61


Löwenzeh
Zitat von Catalina:
Weiß er, dass du das so siehst?

Nein.
Ich will es selber nicht so sehen.
Meinen Erfolg nicht anderen zuschieben.
Aber so steckt es in mir drin.

Er schützt mich vor mir und ich ihn vor der Außenwelt.
Irgendwie ist das so.

#62


A


Wie sage ich es dir?

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Hola15
Zitat von Löwenzeh:
Das vermute ich. Bis dato blendend. Wächst und gedeiht. Trotz aller Emotionen, bin ich in der Regel gut drauf. Lache gerne und viel. Und mein ...


Genau darüber hab ich gestern nachgedacht, ob dein Kind überhaupt Sozialkontakte hat.

Das wäre durchaus wichtig.

vllt muss es ja nichts sein was geplant ist.

Ich wohnt damals in der Nähe eines Sees. Und da waren eigentlich immer die gleichen Mütter und ihre Kinder. Das heißt: Die Kids konnten miteinander spielen und man selbst beaufsichtigt und ratscht nebenbei auch mal. Ohne Termine, ganz spontan.

Zu anderen Zeiten der Spielplatz mit den Nachbarkids.
Gut, mag sein das die Gegebenheiten von Ort und Zeit bei mir optimal waren.

Bzw habe ich auch, als mein erstes Kind ein paar Monate alt war eine örtliche Mutter- Kind Gruppe initiiert und somit kannte man einige schon.

Und da es keine Betreuungsmöglichkeiten gab waren die Mütter auch bei ihren Kinder zuhause (oder am See/ Spielplatz 😉), da sie nicht arbeiten gehen konnten.

Aber wie es sich anhört, ist euer Kind tatsächlich den ganzen Tag nur unter Erwachsenen.
Es wäre auch interessant, ob das Schlafverhalten eures Kindes evtl besser wird wenn es mehr (soziale) Anregungen hätte.

x 1 #63


Löwenzeh
Zitat von Hola15:
Aber wie es sich anhört, ist euer Kind tatsächlich den ganzen Tag nur unter Erwachsenen.
Es wäre auch interessant, ob das Schlafverhalten eures Kindes evtl besser wird wenn es mehr (soziale) Anregungen hätte.

Stimmt schon.

Ich renne JEDEN TAG zum Spielplatz.
Einem von ungelogen zehn im nahen Umkreis. Seit einem Jahr.

Und treffe erschreckend oft nicht ein Kind an. Und dann geht's halt weiter.
Oder das Kind ist zu alt und will nicht.
Oder jünger und L. ist ultimativ desinteressiert.

Bin zu früh unterwegs, zu spät, zu sonnig, zu viel Regen. Soviele Mütter mit Kind im Umkreis und nach einmal nett Hallo auf einem von vielen Spielplätzen sieht man sie nie wieder irgendwo.

Vielleicht aktiviere ich mal die eine Nummer, die ich vor Monaten erfragt habe. Die Frau wohnt nebenan, scheint nett. Hab sie nie wieder draußen aufm Spielplatz getroffen. Aber vielleicht bleibt ihr Kind auch nie sitzen?
Ist jünger als L., also fand ich das nicht so interessant.

#64


Löwenzeh
Krabbelgruppe waren wir ein Jahr, aber seit im März die Sonne rauskam, geht nur noch raus.
Waren eh schreckliche Räumlichkeiten; da bin ich echt nur zwecks sozialen Kontakten hin.
Nichts bleibendes. Eine war nett, dann weg - wieder arbeiten.
Mit zweien hab ich mich zweimal getroffen, waren zehn Jahre jünger und nicht mein Fall.
Eine andere erbat Kontakt, aber die war komisch und aufdringlich.

Joa.

#65


E
Zitat von Löwenzeh:
Und das ist okay; 10% von ihm hätte ich ja auch gerne anders.

An deiner Stelle würde ich mir das an den Kühlschrank anpinnen und es lesen, wenn mich wieder die Traurigkeit überkommt. Go for it, wenn du so fühlst.

Dann wäre es aber echt gut, wenn du solche Sachen wie in dem Eingangspost unterbindet. Nicht wegen uns, wegen dir. Dich der Melancholie hinzugeben, Klagebriefe zu verfassen etc schwächt dich nur. Wozu, wenn du die Ehe behalten willst. Absoluter Unsinn.

Stattdessen bräuchtest du Mechanismen und Strategien, besser damit umgehen zu können, darauf würde ich mein Fokus an deiner Stelle richten.

Mehr Durchsetzungsvermögen, mehr Konsequenz würden dir eine viel solidere Basis erschaffen. Im innen natürlich. Aber der Sturm findet doch auch im Innen statt, da muss auch die Lösung geschehen meiner Erfahrung nach.

Take it, change it or leave it. So einfach ist das.

x 1 #66


Hola15
@Löwenzeh

Ja. Ich hatte fast die Vermutung, dass sich das heutzutage schwieriger gestaltet.

Ich glaube ich wäre verrückt geworden, wäre ich den ganzen Tag allein und gezwungen gewesen die Kids ständig aktiv zu bespassen.

x 1 #67


M
Zitat von Löwenzeh:
Wie sage ich es dir? Dass ich dich liebe und doch alles so leid bin, was mich schon immer störte. Wie sage ich diese vielen kleinen Dinge, die mich einschränken, mir Freude und Motivation rauben. Manchmal den Schlaf. Wie sage ich das; ohne mich zu wiederholen; ohne zu verletzen; ohne den Sturm, den meine ...

Oh oh...das klingt aber hochdramatisch 😜
gehts nicht auch sachlich?!

In einer gesunden liebevollen Beziehung darf und MUSS man mM nach auf eine respektvolle Art (freundlich, Ich Botschaft, ruhig, in einem guten Moment) ansprechen, wenn es etwas gibt was einen selbst oder die Beziehung verletzt.
Wo ist das Problem?
Liebe ist nicht unterwerfen. Und liebe ist erst recht nicht sich selbst zu zensieren.
Sonst kannst Du garnicht gesehen werden und DAS ist das Gegenteil von Liebe.

Also einfach mal sachlich und ruhig das Gespräch suchen. Und wenn es nichts hilft konsequent agieren (bei schnarchen getrennte Schlafzimmer, bei gemeckere sagen: ich bin nicht Dein emotionaler Mülleimer etc pp)

Hier gilt üben üben üben. Man stirbt nicht dran. Es erfordert natürlich Mut. Viele haben ihn heutzutage nicht.
Heisst aber nicht dass es richtig ist, sich wie ein Fisch immer in Stromrichtung zu bewegen.
Man kann liebevoll sein UND Grenzen setzen. Man kann ehrlich sein UND respektvoll.

Ich weiss auch nicht an welchem Punkt unserer Gesellschaft diese banale Differenzierung abhanden gekommen ist. Aber man spürt es allerorten.

x 1 #68


S
Zitat von merretich:
Ich weiss auch nicht an welchem Punkt unserer Gesellschaft diese banale Differenzierung abhanden gekommen ist

Ich kann mich gar nicht erinnern, dass es in unserer Gesellschaft existierte, nur bei einzelnen Personen.

x 1 #69


M
Zitat von Sincerite:
Ich kann mich gar nicht erinnern, dass es in unserer Gesellschaft existierte, nur bei einzelnen Personen.

Ich finde schon was die sozialen Medien betrifft und allgemein.
Ich kenne total viele Leute die sich nicht trauen Dinge anzusprechen ob auf Arbeit oder in Freundschaften oder Beziehungen. Die Sachen landen gefühlt bei jeder Adresse nur nicht beim betreffenden.
Liegt vielleicht aber auch am Bundesland in dem ich inzwischen leb. Oder am Zeitgeist. Lässt sich für mich schwer beurteilen. In Norddeutschland oder Bayern wo ich aufgewachsen bin hab ich das nicht so erlebt.
In den sozialen Medien ist in jedem Fall spätestens seit Corona, dass sehr schnell wer einfach eine andere Meinung hat, oder den Finger auf ein Problem legt, zum Feind erklärt wird, statt inhaltlich einfach sich auszutauschen. Fast so als wäre das fragile selbst sofort zerstört, wenn jemand Dinge nicht nur anders sieht sondern es auch ausspricht. Fatal für jede Form von Beziehung finde ich.

x 4 #70


FrauDrachin
Hey @Löwenzeh ,

ich gestehe, dass ich wieder mal nicht alles nachgelesen habe, deshalb beziehe ich mich vor allem auf deinen Eingangspost.

2 Dinge fallen mir auf:

1. Du hast unglaublich viel drüber nachgedacht, die Sache von so vielen Seiten beleuchtet, so viel versucht... Du scheinst die aktive und gestaltende in der Beziehung zu sein, du hast dir die ganze Verantwortung aufgeladen dafür, ob die Beziehung läuft oder nicht. Diese Verantwortung gehört aber nur zu 50% dir. Wenn du die anderen 50% auch noch schulterst, tust du damit weder dir noch ihm einen Gefallen. Und wenn er seine 50% nicht schultert, dann wird es halt nicht funktionieren, ganz egal wie sehr du dich abstrampelst.

2. Du sitzt gerade in der Falle: Vielleicht hab ich mich noch nicht deutlich genug ausgedrückt. Wenn ich dir richtigen Worte finde, versteht er es bestimmt. Vielleicht war ich nicht wertschätzend genug.
Also für mich von Außen schaut es so aus, als hättest du die Dinge schon in 1000 Worten gesagt, laut, leise, wütend, traurig... wenn es Worte gäbe, die es zwischen euch richten könnten, dann wäre es längst gerichtet.
Ich denke, es wäre an der Zeit, darüber nachzudenken, ob und wie es weitergehen kann, wenn es keine Worte und Erklärungen gibt, die er verstehen kann. Wenn ihr in euren Bedürfnissen und in eurer Art, Beziehung zu leben so unterschiedlich seid, dass ihr nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommt.
Was mach dieser Gedanke mit dir?

Ich denke, es könnte an der Zeit sein, zu akzeptieren, dass er ist, wie er ist, und dass die Beziehung ist, wie sie ist, damit still zu werden und darüber nachzudenken, was das bedeutet.

x 3 #71


S
Zitat von Ameise_78:
Ich rufe mal @Scheol hinzu, vielleicht hat er als unser forumsinterner Traumaexperte hier ein paar gute Anregungen🙏 ...

Du hast hier eine ganze Kette von schlimmen Erfahrungen, die auch traumatisch sein können.
Suchtverhalten bei beiden, Menschen. Klug, wenn beide da Hilfe sich da Hilfe holen würden

x 1 #72


Löwenzeh
Zitat von Ameise_78:
Hat er je Therapie deswegen gemacht..?

Es gab nicht mal ein Gespräch psychologischer Art, nichts außer diese Begutachtung als Kind.

Er will aber auch nicht.

x 1 #73


Ameise_78
Zitat von Löwenzeh:
Er will aber auch nicht.

Es ist sein gutes Recht, das nicht zu wollen... auch wenn es für Außenstehende schwer nachvollziehbar ist.

Ich war mal bei einer Traumatherapeutin (auf KK), die an das Trauma dann nicht ran wollte, weil sie die Gefahr eine Retraumatisierung für zu hoch hielt.

Wenn dein Mann selbst nicht das Gefühl hat, dass er das will und dass es jetzt passt, würde es absolut keinen Sinn machen, ihn zu irgendetwas zu drängen.

#74


Löwenzeh
Zitat von merretich:
Kommt gleich, sorry von löwenzeh😅

Zitat von Ella:
Dich der Melancholie hinzugeben, Klagebriefe zu verfassen etc schwächt dich nur. Wozu, wenn du die Ehe behalten willst. Absoluter Unsinn.

Ja.
Manchmal ist die Melancholie stark in mir. Ich weiß aber nicht recht, was ich dagegen machen soll.
Nicht reinsteigern bemühe ich mich schon.

Dann kommt aber eins zum anderen, dann wird mir gefühlt vorgeworfen, nicht "Gut drauf" zu sein, aber zugleich fällt es mir in diesem Situationen schwer zu trennen, wo ich übertreibe und wo nicht. Wo ich ernsthaft angegangen werde und wo ich nur überempfindlich bin.
Mein Bauchgefühl ist eigentlich echt gut und dann ist alles so widersprüchlich, dass ich einen Knoten im Kopf kriege...

Zitat von Ella:
Stattdessen bräuchtest du Mechanismen und Strategien, besser damit umgehen zu können, darauf würde ich mein Fokus an deiner Stelle richten.

Recht hast du. Da werde ich was ändern, danke

#75


A


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