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Wie sage ich es dir?

Löwenzeh
Zitat von merretich:
Oh oh...das klingt aber hochdramatisch
gehts nicht auch sachlich?!

Hehe, na ja, bisschen manchmal.
Ich kann auch sachlich! Aber irgendwie braucht es ab und an nen Umweg...

Super Post

Zitat von merretich:
Man kann liebevoll sein UND Grenzen setzen. Man kann ehrlich sein UND respektvoll.

Das will ich.
Ich übe.🤭
Wir werden besser.

#76


S
Zitat von Löwenzeh:
Er will aber auch nicht.


er muss es auch nicht!

Aber ,……

Der traumatisierte ist selbst dafür verantwortlich zurück in die Gesellschaft zu kommen !
und nicht die Gesellschaft muss sich den „Befindlichkeiten“ des traumatisierten anpassen.

es ist sein Weg seine Geschwindigkeit.

so wie du dein Weg in deiner Geschwindigkeit gehst.

Alk ist eine sogenannte selbst medikation. Um das Trauma zu regulieren weil die Person kein Werkzeug hat , erlernt hat um sich selbst zu beruhigen.

x 3 #77


A


Wie sage ich es dir?

x 3


Juleken
@Löwenzeh
Dein Beitrag, soweit ich hoffentlich alles richtig gelesen und verstanden habe, hat mich sehr betroffen gemacht.
Es hört sich so an, als ob Ihr beide Euch die Beziehungen so sucht, wie sie Euren zugrunde liegenden Problemen entspricht.

Ich kann nur aus Erfahrung als selbst Co-Abhängige berichten, da mein erster Mann Alk. war. Er ist inzwischen verstorben. Das Schlimmste war, wie Lebensfreude, Mut und Aktivitäten und letztlich sogar der klare Verstand immer mehr verloren gingen. Ich habe mich getrennt nach Jahren eigener Hilflosigkeit, als ich merkte, wie ich immer mehr herunterzogen wurde. Und es wirkt sich bei mir noch heute aus, weil ich mich auch jetzt noch zu sehr an meinen Mann anpasse und auch gerade jetzt wieder lerne, an mich und meine Bedürfnisse zu denken.

Sehr hilft mir im Moment das Buch von Ichiro Kishimi/Fumitake Koga „Du musst nicht von allen gemocht werden“, und besonders spannend fand ich, dass etwas weg geht von den Ursachen traumatischer Erfahrungen hin zur Eigenverantwortung.

x 2 #78


Löwenzeh
Zur Richtigstellung, weils mir an mancher Stelle scheint, es wurde verwechselt:

T. trinkt nicht, hat er nie.
Seltenst mal ein Glas Wein (beim Kochen), er hat gar kein Bedürfnis nach Alk..
Und wird nach kleinen Mengen sooo müde 🤭

Und ich habe kein Trauma, sondern trank zuviel, neben einer Vielzahl anderer, oft ungünstiger Sressbewältigunsmethoden.
Häufige Fehlzeiten, Autoaggressiv, übermäßiges Essen, Realitätsflucht via Bücher, Spiele oder eben Alk..

Ich habe Alk. über ca. 10 Jahre (19-29) hinweg missbräuchlich eingesetzt. Zur Emotionsregulation und Entspannung. Gegen Langeweile, Unruhe, Unzufriedenheit, Selbsthass. Stress, Traurigkeit, Gedankenschwere.
Mein Reset-Knopf habe ich es genannt. Alk. macht mich wach, es regt mich an und euphorisiert mich extrem.
Ich zerfloss in Selbstliebe, wo sonst der Hass herrschte.
Ich konnte mich annehmen und mögen und toll finden, je mehr Alk. ich in mich schüttete.
Somit war es viel attraktiver als andere Verhaltensweisen, denn es half nicht nur, mich nicht schlecht zu fühlen.
Es sorgte dafür, dass ich mich immer wie auf Knopfdruck toll fühlen konnte.

Ich begann Gefallen an Alk. zu finden mit 19 Jahren und meiner neugewonnenen Freundin aus der Psychiatrie.

Die ersten Jahre nur hin und wieder, bald jedes Wochenende.
Irgendwann dann lieber allein, weil über die Jahre einfach zuviel sch. in Konstellation mit Alk. sich häufte.
Und mir zeigte, wie ungut mein Weg ist.

Ich kam in der Erwachsenenwelt nicht klar. War geistig sehr unreif und kindlich. Wortlos irgendwie.
Mein Vater begann um mein 15. Lebensjahr herum zu trinken. Hat er immer gerne, aber irgendwann war`s halt zuviel.
Keine Gewalt oder so. Nur ganz viel Traurigkeit, Unausgesprochenes.
Laute Musik, lauter Streit, meine verzweifelte Mama, die um ihre 18jährige Ehe weint.
Die ihm helfen und reden will.
Und er betrügt sie. Ganz offensichtlich.
Damit SIE endlich geht und er saufen kann und nicht reden muss.

Mama und ich zogen aus Papas Haus, da war ich 16/17 Jahre alt. Ich hatte bei Mama Druck gemacht; ich kam auf die Situation nicht klar, musste unbedingt weg von Papa. Meine ältere Schwester blieb dort, sie wohnte mit ihrem Freund im Keller und wollte sich eh was eigenes suchen. Verstand ich nicht, war für mich wie ein Verrat.
Kaum mit Mama allein, ging ich nicht zur Schule. Ich hatte bei Papa das Haus geflüchtet und war lieber in der Schule gewesen. Nun brach ich auf dem Schulweg ungewollt in Tränen aus und konnte es nicht halten.
Schrecklich für mich; seit meiner Kindheit hatte ich nicht öffentlich geweint.
Das ging für mich überhaupt nicht. Das durfte nicht sein. Niemand sollte mich so schwach und hilflos sehen.
Nach einigen Ausbrüchen dieser Art und auch beängstigenden Gedanken (mich vors Auto zu werfen, um nicht zur Schule zu gehen; das machte ich nicht, weil ich ja nicht im Krankenhaus, sondern zuhause sein wollte), blieb ich halt zuhause.

Tränenausbrüche, Suizidgedanken, Selbstverletzung.
Ich schrie um Hilfe und Mama bekam nirgendwo einen Platz für mich.
Und ich heulte nur und wusste nicht wo hinten und wo vorne ist.
Die erhoffte Rehaklinik wies mich ab wegen der Selbstverletzung. Widerspruch. Keine Chance, nur Zeit vertan.
Blieb nur Psychiatrie. Wollte Mama nicht, Oma riet davon ab, ich schrie: "Ich will da rein!"

Irgendwie hatte Oma recht. Es war jedenfalls nicht die richtige Umgebung für mein Wachstum.
Die Verletzungen der anderen waren so krass; ich schämte mich meiner kleinen Kratzer. Nichts konnte ich.
Ich wollte wenigstens DAS schaffen, wenn schon sonst nichts... Das selbstverletzende Verhalten explodierte binnen Monaten in dieser Umgebung, weil ich so unsicher, zerrissen und beeinflussbar war. Ich begann mit Zig. (immer verabscheut und verurteilt, beide Eltern rauchten. Und ich hänge immer noch in dem schei., den ich schon zweimal mühelos sein ließ), experimentierte mit Dro. und Alk.. Machte erste Erfahrungen mit Männern.

Ich schmiss die Schule, was will ich Abi, scheiz auf Studieren, ich will Geld verdienen. Kam aber nicht so recht ausm A. Kriegte nicht, was ich wollte (ich schrieb eine einzige Bewerbung...) und dann hatte ich gar keine Idee mehr, was ich will. War überzeugt, ich kann gar nichts. Hatte etliche Praktika gemacht - und jeden Beruf scheize gefunden.
Altenheim, Küche, Tierarzt, Post, Optiker.
So gings auch nach der Psychatrie erstmal weiter bis Mamas Schlaganfall.
Fand eines Morgens, nach langer Nacht und nachdem ich beim Heimkommen überlegt hatte "Schaust du bei Mama rein? Nee, kein Bock", fand meine Mama auf dem Boden liegend.
Bei Bewusstsein aber nicht präsent. Hat mich nur kindlich angestrahlt. Und nichts gesagt.
Ich rief den Krankenwagen und zerfloss in Schuldgefühlen. Hättest du gestern reingesehen, hätte sie früher Hilfe bekommen. Hätte, ja.

Ich ging dann in eine betreute WG, eigene Wohnung, Arbeitsmaßnahme, Ausbildung, habe nun einen unbefristeten Arbeitsvertrag und liebe den Saftladen.

Mama ist heute glücklich, sozial eingebettet, mit einem süßen Mann liiert.
Ganz genau wie ich.
Aber das ist der Hintergrund zu mir und meinem Verhalten.




Ich kämpfte ja schon Jahre mit "Regulieren wollen", hatte meinen trinkendem Ex Lebewohl gesagt, machte kleine Fortschritte in Menge und im Geist.

Mit T. begriff ich dann irgendwie, dass ich es genau falsch mache.
Statt nicht zu trinken, versuchte ich, ihn zu animieren, mit mir zu trinken.
Als er merkte, dass ich betrunken bin beim Telefonat (1. JAhr war Fernbeziehung, nur am Wochenende) und das ansprach, wurde ich vorsichtig.
Verabschiedete mich zur Nacht, Handy aus, damit ich nichts Dummes schreibe.
Und fragte mich, was ich da Dummes mache.
Und wo es hinführt.

Diesen tollen Typ wollte ich nicht verprellen. Endlich mal was Anständiges geangelt, mach das nicht kaputt!
Also machte ich, was ich doch schon ewig wollte; dem Alk. entsagen.
Ich hatte genug.

x 5 #79


Ouabain
Hallo @Löwenzeh ,

das ist eine schwere Geschichte. Du hättest sooo abrutschen können. Stattdessen hast Du Dich gefangen und Dir ein stabiles Leben erbaut. Das ist eine große Leistung. 🤗

Zitat von Löwenzeh:
Und ich habe kein Trauma

Nur hier möchte ich Dir widersprechen. Ein seelisches Trauma ist ja erstmal einfach eine tiefe Verletzung. Sowas kann Dir in jedem Alter widerfahren. Und Deine Geschichte ist für mich ohne Verletzungen nicht denkbar. Umso großartiger, was Du trotz alledem geschafft hast.

Fühl Dich gedrückt kleines Rumpelstilzchen

Gute Nacht

x 2 #80


S
@Löwenzeh


Zitat:
Und ich habe kein Trauma,

Ist das ernst gemeint von dir ?

Professor Ruppert , Damir Charif , Verena König , usw. würden nun hellhörig werden und sagen „ allein das leugnen das man eins haben könnte ist ein Hinweis das eins vorliegt“.



Zitat:
sondern trank zuviel,

Eigenmedikation machen traumatisierte um runter zu kommen um sich irgendwie zu regulieren.

Zitat:
neben einer Vielzahl anderer, oft ungünstiger Sressbewältigunsmethoden.

Warum ? Wo kommt das her ?

Dein System scheint etwas drüber zu sein aus einem oder mehreren Gründen. Kommt nicht von ungefähr.

Zitat:
Häufige Fehlzeiten,

,

Selbstschädigendesverhalten. Steht unter traumafolgestörung wie Sucht im allgemeinen.


Zitat:
übermäßiges Essen,

Suchtverlagerung oder selbstschädigendes Verhalten.

Zitat:
Realitätsflucht via Bücher, Spiele oder eben Alk..

Weil der IST Zustand im hier und jetzt viel zu viel ist.

Zitat:
Ich habe Alk. über ca. 10 Jahre (19-29) hinweg missbräuchlich eingesetzt.

Gab es davor ein Ereignis was für dich als schlimm bewertet werden würde ?

Meist 1-3 Jahre vorher.

Zitat:
Zur Emotionsregulation und Entspannung. Gegen Langeweile, Unruhe, Unzufriedenheit, Selbsthass. Stress, Traurigkeit, Gedankenschwere.



Zitat:
Mein Reset-Knopf habe ich es genannt. Alk. macht mich wach, es regt mich an und euphorisiert mich extrem.

Dro. bringen ein runter,
Alk gibt ein Mut.

Zitat:
Ich zerfloss in Selbstliebe, wo sonst der Hass herrschte.

Woher kommt der Hass ?

Zitat:
Ich konnte mich annehmen und mögen und toll finden, je mehr Alk. ich in mich schüttete.
Somit war es viel attraktiver als andere Verhaltensweisen, denn es half nicht nur, mich nicht schlecht zu fühlen.

Wo kommt den schlechtfühlen her ?

Zitat:
Es sorgte dafür, dass ich mich immer wie auf Knopfdruck toll fühlen konnte.

Aus der extremen Anspannung aussteigen kannst.

Zitat:
Ich begann Gefallen an Alk. zu finden mit 19 Jahren und meiner neugewonnenen Freundin aus der Psychiatrie.

Die Selbstregulation über Suchtmittel.

Zitat:
Die ersten Jahre nur hin und wieder, bald jedes Wochenende.
Irgendwann dann lieber allein, weil über die Jahre einfach zuviel sch. in Konstellation mit Alk. sich häufte.
Und mir zeigte, wie ungut mein Weg ist.

Der Teufelskreislauf.

Zitat:
Ich kam in der Erwachsenenwelt nicht klar. War geistig sehr unreif und kindlich. Wortlos irgendwie.

Der Fawn Response ? Unter dem Radar bleiben ohne aufzufallen, eine Überlebensstrategie 🤔


Zitat:
Mein Vater begann um mein 15. Lebensjahr herum zu trinken. Hat er immer gerne, aber irgendwann war`s halt zuviel.
Keine Gewalt oder so. Nur ganz viel Traurigkeit, Unausgesprochenes.


Also wortlos = unausgesprochenes….

Und drei bis vier Jahre später ging es bei dir los.

Siehe oben die Frage , was 1-3 Jahre vorher los war ?

Zitat:
Laute Musik, lauter Streit, meine verzweifelte Mama, die um ihre 18jährige Ehe weint.
Die ihm helfen und reden will.
Und er betrügt sie. Ganz offensichtlich.
Damit SIE endlich geht und er saufen kann und nicht reden muss.

Also hier ist schon eine extreme Situation für ein Mädchen von 15 Jahren.

Zitat:
Mama und ich zogen aus Papas Haus, da war ich 16/17 Jahre alt.

Der Verlust des Zuhauses , der Heimat ……? 🤔

Zitat:
Ich hatte bei Mama Druck gemacht; ich kam auf die Situation nicht klar, musste unbedingt weg von Papa.

Aus der Situation flüchten 🤔


Zitat:
Meine ältere Schwester blieb dort, sie wohnte mit ihrem Freund im Keller und wollte sich eh was eigenes suchen. Verstand ich nicht, war für mich wie ein Verrat.

Gibt sogar den Begriff des Verratstraumas.


Zitat:
Kaum mit Mama allein, ging ich nicht zur Schule.

Safe Space ?
Oder weil du Mama nicht allein lassen konntest ? Parentifizierung?

Zitat:
Ich hatte bei Papa das Haus geflüchtet und war lieber in der Schule gewesen.

Härte Aussage.

Ging es langsam zur 5 oder 6 Stunde zum Schulschluss , Stief die Anspannung die Angst.

Zitat:
Nun brach ich auf dem Schulweg ungewollt in Tränen aus und konnte es nicht halten.

Weil das System drüber war.


Zitat:
Schrecklich für mich; seit meiner Kindheit hatte ich nicht öffentlich geweint.

Gab es dafür Ärger ?

Zitat:
Das ging für mich überhaupt nicht. Das durfte nicht sein. Niemand sollte mich so schwach und hilflos sehen.

Also lieber einfrieren statt schwäche zeigen , weil Schwäche heiß man ist angreifbar.

Zitat:
Nach einigen Ausbrüchen dieser Art und auch beängstigenden Gedanken (mich vors Auto zu werfen, um nicht zur Schule zu gehen; das machte ich nicht, weil ich ja nicht im Krankenhaus, sondern zuhause sein wollte), blieb ich halt zuhause.

In der Safe Area bleiben wollenö

Zitat:
Tränenausbrüche, Suizidgedanken, Selbstverletzung.

Können zu Traumafolgestörungen passen.


Zitat:
Ich schrie um Hilfe und Mama bekam nirgendwo einen Platz für mich.
Und ich heulte nur und wusste nicht wo hinten und wo vorne ist.

Das (nerven)System war völlig drüber über Jahre.


Zitat:
Die erhoffte Rehaklinik wies mich ab wegen der Selbstverletzung. Widerspruch. Keine Chance, nur Zeit vertan.

Selbst verletzendes Verhalten war denke ich nicht der Ablehnunggrund , das war denke ich schon die Steigerungform das du dir damals was antun wolltest. Und das ist ein Ablehnungsgrund für den Trägerö


Zitat:
Blieb nur Psychiatrie.

Richtig wer solch Gedanken hat , braucht 24 Stunden Betreuung.

Zitat:
Wollte Mama nicht, Oma riet davon ab, ich schrie: "Ich will da rein!"

Mutter und Oma haben das ursprüngliche Problem nicht erkannt.

Zitat:
Irgendwie hatte Oma recht. Es war jedenfalls nicht die richtige Umgebung für mein Wachstum.

Wer sich vor das Auto werfen möchte , ist dort aber erstmal besser aufgehoben.

Zitat:
Die Verletzungen der anderen waren so krass; ich schämte mich meiner kleinen Kratzer. Nichts konnte ich.

Wenn die kleinen Kratzer sich entzünden und zur blutvergiftung werden dann sieht es schnell ganz anders aus.


Zitat:
Ich wollte wenigstens DAS schaffen, wenn schon sonst nichts... Das selbstverletzende Verhalten explodierte binnen Monaten in dieser Umgebung, weil ich so unsicher, zerrissen und beeinflussbar war.

Wird genutzt um sich zu spüren. Gibt ein Dopamin Ausstoß …..

Zitat:
Ich begann mit Zig. (immer verabscheut und verurteilt, beide Eltern rauchten. Und ich hänge immer noch in dem schei., den ich schon zweimal mühelos sein ließ),

Suchtverlagerung.

Zitat:
experimentierte mit Dro. und Alk..

Suchtverlagerung und Selbstmedikation

Zitat:
Machte erste Erfahrungen mit Männern.

Geschütz oder ungeschützt?

Ungeschützt wäre wieder selbstschädigend verhalten.

Zitat:
Ich schmiss die Schule, was will ich Abi, scheiz auf Studieren, ich will Geld verdienen. Kam aber nicht so recht ausm A. Kriegte nicht, was ich wollte (ich schrieb eine einzige Bewerbung...) und dann hatte ich gar keine Idee mehr, was ich will. War überzeugt, ich kann gar nichts. Hatte etliche Praktika gemacht - und jeden Beruf scheize gefunden.
Altenheim, Küche, Tierarzt, Post, Optiker.

Prokrastination 🤔

Selbstsabotage von (Arbeits)—-Beziehung 🤔



Zitat:
So gings auch nach der Psychatrie erstmal weiter bis Mamas Schlaganfall.
Fand eines Morgens, nach langer Nacht und nachdem ich beim Heimkommen überlegt hatte "Schaust du bei Mama rein? Nee, kein Bock", fand meine Mama auf dem Boden liegend.
Bei Bewusstsein aber nicht präsent. Hat mich nur kindlich angestrahlt. Und nichts gesagt.
Ich rief den Krankenwagen und zerfloss in Schuldgefühlen. Hättest du gestern reingesehen, hätte sie früher Hilfe bekommen. Hätte, ja.

Auch dir Situation ist nicht ohne und kann was auslösen.

Zitat:
Aber das ist der Hintergrund zu mir und meinem Verhalten.


Zitat:
Ich kämpfte ja schon Jahre mit "Regulieren wollen", hatte meinen trinkendem Ex Lebewohl gesagt, machte kleine Fortschritte in Menge und im Geist.



Zitat:
Mit T. begriff ich dann irgendwie, dass ich es genau falsch mache.
Statt nicht zu trinken, versuchte ich, ihn zu animieren, mit mir zu trinken.

Die Selbstsabotage der eigenen bestehenden Beziehung 🤔


Zitat:
Als er merkte, dass ich betrunken bin beim Telefonat (1. JAhr war Fernbeziehung, nur am Wochenende) und das ansprach, wurde ich vorsichtig.
Verabschiedete mich zur Nacht, Handy aus, damit ich nichts Dummes schreibe.
Und fragte mich, was ich da Dummes mache.
Und wo es hinführt.



Zitat:
Diesen tollen Typ wollte ich nicht verprellen. Endlich mal was Anständiges geangelt, mach das nicht kaputt!
Also machte ich, was ich doch schon ewig wollte; dem Alk. entsagen.
Ich hatte genug.

x 1 #81


Löwenzeh
Zitat von Scheol:
Ist das ernst gemeint von dir ?

Ich bin nie auf die Idee gekommen.
Mir wurde Borderline diagnostiziert.
Aber irgendwie passte ich für mein Gefühl einfach in keine Schublade.

Ich war nicht reguliert und leistungsstark wie die Normalen.
Nicht so krass und extrem wie die Borderliner.
Ich verschwendete meine Zeit damit, mich innerlich zu zerfleischen, mit welchem Recht ich denn so ein heulendes Häuflein Elend bin, wo mir doch nie was Schlimmes passiert ist.

Ich las Autobiografien von Missbrauchsopfern, auf der Suche nach verschüttteten Erinnerungen.
Und verwarf diese Idee, denn da waren keine Erinnerungen an Missbrauch.
Also doch das invalidierende Umfeld?
Konnte ich damals nirgends entdecken. Heute sehe ich einiges, was ich bei meinem Kind anders mache, und frage mich bei Kommentaren wie "Lass ihn halt einfach mal schreien! Ihr verwöhnt ihn":
Wie lang hat man mich schreien lassen?
Hängt es damit zusammen, dass ich bis zum sechsten Lebensjahr am Daumen gelutscht habe?
Heute sehe ich die aufbrausende Ungeduld meiner Mutter und das Wortabhacken meines Vaters und frage mich:
waren die schon immer so?
Und sehe, dass ich da so manches mitgenommen habe an Verhaltensweisen (Niederbrüllen, nicht zuhören, Ungeduld, Hektik), die ich abzulegen versuche.
Ich kriege es jetzt mit, gespiegelt von meinem Mann und bemühe mich, da nicht wie meine Eltern zu werden.

Zitat von Scheol:
Dein System scheint etwas drüber zu sein aus einem oder mehreren Gründen. Kommt nicht von ungefähr.

Mein System schien schon früh nicht richtig justiert; oder ich passte einfach nie ins bestehende System.
Mit der Grundschule begannen Kopf- und Nackenschmerzen.
Und häufigeres Fehlen als bei anderen.
Ich haderte von klein auf mit meinem Bauch; er war vorstehend und jeder sagte, ich sei dick.
Nur Mama steuerte dagegen, aber sie kam nicht gegen den Rest der Welt an.
Bis zu meinem 15. Lebensjahr war mein BMI im Normalbereich. Aber da war ich schon bald ein Jahrzehnt lang überzeugt, dick zu sein. War dann irgendwie auch scheizegal, als ich tatsächlich übergewichtig wurde.
Ich denke, da spielen dickenfeindliche Kommentare und Ansichten von Vater und Oma väterlicherseits eine große Rolle; Oma sagte mehr als einmal, ich sei zu dick.
Ja, das sagte sie gerne, um mich im nächsten Atemzug für meinen Appetit zu loben und mit mehr Essen zu versorgen.
Widersprüchlich, wenn ich es mit meinen heutigen Augen betrachte. Mama hat sie immer zurecht gewiesen.
Aber gehört ist gehört. Und Papa schwieg sich aus.

Kopf- und Nacken wurden von unzähligen Ärzten abgeklärt, im Krankenhaus, bei einer Warzenbesprecherin.
Ich erinnere mich, wie die Warzenbesprecherin mich ansah und sagte: "Du bist eine gute Schauspielerin, oder?" nachdem MAma die Gesamtsituation geschildert hatte.
Und ich ging nie wieder da hin. Ich fühlte mich schuldig und ertappt. Und zugleich zu unrecht verurteilt.
Ich hatte tatsächlich immer wieder mal heftige Schmerzattacken, wo mir Hören und Sehen verging. Wo ich als Kind sagte, dass ich tot sein will. Irgendwie war ich schon früh recht dramatisch... Meine arme Mama.
Aber ich konnte ja auch nichts dafür.
Solche Attacken hatte ich aber eher abends oder nachts.
Ich hatte tatsächlich ganz schnell spitz gekriegt, dass ich mit Kopfschmerzen zuhause bleiben darf und es genutzt.
Weil ich Mamas Liebe und Aufmerksamkeit genoß, dass im-Bett-bleiben, den ganzen Tag Buch lesen und nicht raus in die Welt gehen.

Homöopathie war das einzige, was half. Nicht hundertprozentig, nicht immer, aber soviel mehr als alles davor.
Die Fehlzeiten wurden trotzdem in jedem Jahr mehr.
Nur in einem Halbjahr hatte ich nicht einen Fehltag; 9.Klasse, zweites Halbjahr - die Zeit, als Papas Alk. nicht mehr kaschierbar war und meine Familie zerbröckelte.

Ich weiß gar nicht, warum ich nicht zur Schule wollte.
Manchmal ne Mathearbeit und ich hatte den Stoff nicht verstanden. Referat steht an und ich will nicht.
Meist immer das: Angst zu versagen. Ich wurde nicht getadelt für eine fünf, sondern getröstet.
Aber ich habe es mir übel genommen. Nicht schlau genug zu sein.
Eigentlich ging ich gern zur Schule, hatte meinen kleinen, stabilen Freundeskreis, in dem ich sicher war, wurde nie gemobbt, hatte gute Noten. Aber stand etwas Ungemütliches an, hatte ich nun etwas gefunden, um den zu entgehen.
Oder kriegte wirklich Kopfschmerzen und dann musste ich auch kein schlechtes Gewissen haben, warum ich nicht WIE ALLE ANDEREN zur Schule gehe.

Zitat von Scheol:
Gab es davor ein Ereignis was für dich als schlimm bewertet werden würde ?

Eigentlich nicht. Schlimm war der Verlust meines Vaters, denn ich konnte ihn nicht akzeptieren, wenn er trinkt.
Mochte seine betrunkene, redseelige, gefühlsduselige Art nicht. Und sprechen konnte ich auch nicht. Mit keinem. Ich wollte nicht, dass irgendwer das weiß.

Einmal waren wir morgens allein in der Küche, weil ich so früh wach war.
Und ich war so traurig, dass ich endlich mal was sagte.
Ich fragte ihn: "Bist du glücklich, wie es ist?" Mit Tränen in den Augen.
Er sagte: "Nein." Und sah auch so unendlich traurig aus.
"Warum hörst du nicht einfach auf?"
Ich weiß gar nicht, ob er nicht geantwortet hat oder ich rausrannte.
Ich glaube, erst das eine, dann das andere.

Heute, mit eigener Alk., verstehe ich natürlich etwas mehr.
Wie man etwas lassen wollen und trotzdem machen kann.
Und dass es auch für ihn keine schöne Erinnerung ist.

Ich wollte mich um die Zeit rum meiner besten Freundin anvertrauen. Aber auf den Satz, dass mein Papa trinkt (und der kam mir kaum über die Lippen), reagierte sie nur mit einem betretenem "Oh..." und erzählte dann von ihren Problemen.
Ich hatte von Anfang an die Rolle der Seelentrösterin eingenommen in dieser Freundschaft; und ich wollte und mochte diese Rolle sehr. Wollte wichtig für sie sein und ihr helfen.
Bis ich eigene Probleme hatte, die keinen Raum fanden.
Ich versuchte nie wieder, ihr davon zu erzählen. Und kotzte innerlich auf sie ab, wenn sie mich mit ihren Problemen zutextete, von denen ich nichts mehr hören wollte.
Ich war in mein Schneckenhaus gekrochen und schwieg, bis ich in die Psychiatrie kam.
Wo ich die psychologischen Gespräche immer wieder durch "aktive Passivität" beendete; die Frage geht mir unter die Haut? Dann sitz ich da und sag nichts mehr, bis ich gehen darf.

Ich fand die gesamte Zeit irgendwie nicht prall.
Ist vielleicht eher das Zusammenspiel vieler ungünstiger Verläufe gewesen, dass mich so aus der Bahn warf als eine einzelne spezifische Situation.

Zitat von Scheol:
Woher kommt der Hass ?

Oh, das habe ich mich auch schon so oft gefragt.
Fühlte sich immer an wie fremdeingepflanzt.

Vielleicht ein Haufen gehässiger Stimmen, die mit den falschen Sprüchen versuchten zu erziehen?

Eine Menge dummer Worte, die ohne großes Denken in die Welt und kleine Kinderherzen gesetzt werden.

Jedenfalls spricht meine innere Stimme hässlich, vorwurfsvoll und mit vielen Schimpfwörtern. Ich glaube und hoffe nicht, dass so mit mir umgegangen wurde erinnere mich auch nicht an sowas. Aber es gibt ja auch Dinge die einen prägen, bevor das Gedächtnis vollständig ausgereift ist.
Ich werde es nie erfahren. Aber meine Eltern sind gute Menschen.

Zitat von Scheol:
Wo kommt den schlechtfühlen her ?

Vom nicht Funktionieren.
Vom Feheln, das auffällt und kommentiert wird.
Von Erwartungen, die ich an mich habe - und dann einfach drauf scheize und gar nichts mache.
Von zu vielen Gedankenspiralen, die ich zu unterbrechen lernen musste.
Von dem Gefühl, unbedingt stark wirken zu wollen, sein zu wollen - und der Unfähigkeit, den eigenen Tränenfluss zu stoppen.

Zitat von Scheol:
Also wortlos = unausgesprochenes….

Ich hab mein Leben lang gerne gelesen und geschrieben.
Aber immer wenn es darauf ankam - stand ich wortlos da.
Obwohl es in mir brodelte vor Worten.
Aus Angst, was Falsches zu sagen, zu denken, zu fühlen - erstarrte ich in der Situation und implodierte hinterher, wenn ich für mich war.

Zitat von Scheol:
Der Verlust des Zuhauses , der Heimat ……?

Ja, das traf mich hart.
Noch heute kommt manchmal beim heftigen Weinen unvermittelt der Gedanke "Ich will nach Hause" in mir hoch.
Da sitze ich, 35 Jahre alt in meiner eigenen Wohnung und denke mir: Ich bin doch zuhause!

Aber zuhause ist wahrscheinlich eine Person, die mich tröstet.
Ist mein Mann da und mir zugewandt, kommt der Gedanke nicht.

Zitat von Scheol:
Oder weil du Mama nicht allein lassen konntest ? Parentifizierung?

Safe Space.
Mama hat mich nicht mit ihren Gefühlen behelligt. Die Geschichte mit Papas Fremdgehen weiß ich nur, weil ich sie einmal belauschte, als sie am Telefon weinend einer Freundin ihr Herz ausschüttete.
Für mich hat sie den Fels gespielt. Bis ihre eigenen liegengelassenen Baustellen (Bluthochdruck, zuviel Arbeit, Zig., Stress) ihr den Boden unter den Füßen wegrissen.

Zitat von Scheol:
Ging es langsam zur 5 oder 6 Stunde zum Schulschluss , Stief die Anspannung die Angst.

Nein, ich war einfach nur nicht mehr gerne zuhause. Wollte meinen Vater nicht sehen, um das alles wegzuschieben, was nicht sein sollte und nicht darüber nachzudenken und vor allem - nichts davon fühlen.

Zitat von Scheol:
Gab es dafür Ärger ?

Ich weiß nicht.
Ich erinnere mich an Weisheiten wie "Indianerherz kennt keinen Schmerz":
Ich erinnere mich, dass ich als Kind immer von Mama getröstet wurde.

Aber ich erinnere eine Situation, ohne Kontext, ohne Alter oder Zeitspanne:

Klein Löwenzeh weint laut auf dem Bett. Mit offener Tür.
Und ich heul und heul und heul und wundere mich: Warum kommt Mama nicht? Hört sie mich nicht?
Ich stupse die Tür noch weiter auf, für den Fall, dass sie mich nicht hört.
Um sicherzugehen, dass sie mich hört.

Aber anders als gewohnt und erwartet, kommt niemand.
Das war eine schlimme Erkenntnis in dem Moment.
Mehr weiß ich nicht.

Hat es 5 Minuten gedauert? Oder 15? War ich 5 oder 10 Jahre alt?

Hab ich ständig demonstrativ geheult und versucht, darüber meinen Willen zu bekommen?
Warum war ich so manipulativ?
Oder war mir unrecht getan wurden und ich hatte Grund zu weinen und wurde allein gelassen?

Ich könnte meine Mutter verstehen, wenn ich emotionale Erpressung über Tränen betrieben habe.
Das muss man halt lernen, dass man nicht immer nur laut weint und dann kommt einer.
Vielleicht sollte ich zu ihr kommen. Vielleicht bin ich danach zu ihr. Keine Ahnung.
Ich weiß nur noch das demonstrative Heulen und das schreckliche Gefühl von "Mama kommt nicht".
Wahrscheinlich hatte Papa sich zur Abwechslung mal durchgesetzt, Mamas Erziehung hinterfragt und sie hat es ausprobiert?
Ist das überhaupt relevant? Ich weiß es nicht.
Einfach nur die Erinnerung an ein hässliches Gefühl.

#82


S
@Löwenzeh
Zitat:
Ich bin nie auf die Idee gekommen.
Mir wurde Borderline diagnostiziert.

Stimmt !

Damals gab es auch keine andere Diagnose im ICD 10 dafür.

Im ICD 11 ( 1.1.22 ) ist die komplette PTBS mit aufgenommen worden.

Diese hat eine Überschneidung von 80 % von / zur BPS.

Einige Rennen mit der falschen Diagnose rum werden falsch behandelt und wissen das nicht.


Zitat:
Aber irgendwie passte ich für mein Gefühl einfach in keine Schublade.

Ich war nicht reguliert und leistungsstark wie die Normalen.
Nicht so krass und extrem wie die Borderliner.
Ich verschwendete meine Zeit damit, mich innerlich zu zerfleischen, mit welchem Recht ich denn so ein heulendes Häuflein Elend bin, wo mir doch nie was Schlimmes passiert ist.



Zitat:
Ich las Autobiografien von Missbrauchsopfern, auf der Suche nach verschüttteten Erinnerungen.
Und verwarf diese Idee, denn da waren keine Erinnerungen an Missbrauch.

Du gehst vom Körperlichenmissbrauch aus.

Dem Gehirn ist das egal ob körperlich oder emotional , Missbrauch ist Missbrauch.

Die Parentifizierung, ist / wäre durch die Mutter ein Emotionalermissbrauch.


Zitat:
Also doch das invalidierende Umfeld?
Konnte ich damals nirgends entdecken. Heute sehe ich einiges, was ich bei meinem Kind anders mache, und frage mich bei Kommentaren wie "Lass ihn halt einfach mal schreien! Ihr verwöhnt ihn":
Wie lang hat man mich schreien lassen?
Hängt es damit zusammen, dass ich bis zum sechsten Lebensjahr am Daumen gelutscht habe?

Dr. Udo Bär hat ein Buch / Video über die Krippen in der DDR gemacht. Was das in einem Kind auslösen kann.


Zitat:
Heute sehe ich die aufbrausende Ungeduld meiner Mutter und das Wortabhacken meines Vaters und frage mich:
waren die schon immer so?

Vermutlich.

Zitat:
Und sehe, dass ich da so manches mitgenommen habe an Verhaltensweisen (Niederbrüllen, nicht zuhören, Ungeduld, Hektik), die ich abzulegen versuche.

Deine Überlebensstrategie.


Zitat:
Ich kriege es jetzt mit, gespiegelt von meinem Mann und bemühe mich, da nicht wie meine Eltern zu werden.

Sehr gut.


Zitat:
Mein System schien schon früh nicht richtig justiert; oder ich passte einfach nie ins bestehende System.

Auf Alarm geschaltet….?


Zitat:
Mit der Grundschule begannen Kopf- und Nackenschmerzen.
Und häufigeres Fehlen als bei anderen.
Ich haderte von klein auf mit meinem Bauch; er war vorstehend und jeder sagte, ich sei dick.


Ein Cortisol Bauch ? Wegen dem ganzen Stress ?

Bauchschmerzen ?

Lins und rechts am Unterbauch läuft der Hüftbeuger , der sogenannte Psoas lang …..

Man nennt ihn auch den Seelenmuskel weil dieser sich bei Stress verkürzen kann und bei Trauma fängt auch dort sehr viel Traumaenergie.

Dieses kann so stark sein , das es hoch ziehen kann bis ins Unterkiefer z.b. und auch Kopf und Nackenschmerzen auslösen kann.


Zitat:
Nur Mama steuerte dagegen, aber sie kam nicht gegen den Rest der Welt an.
Bis zu meinem 15. Lebensjahr war mein BMI im Normalbereich. Aber da war ich schon bald ein Jahrzehnt lang überzeugt, dick zu sein. War dann irgendwie auch scheizegal, als ich tatsächlich übergewichtig wurde.
Ich denke, da spielen dickenfeindliche Kommentare und Ansichten von Vater und Oma väterlicherseits eine große Rolle; Oma sagte mehr als einmal, ich sei zu dick.
Ja, das sagte sie gerne, um mich im nächsten Atemzug für meinen Appetit zu loben und mit mehr Essen zu versorgen.

Mobbing kann auch für Menschen traumatisierend sein.

Eine Situation gegenüber stark ohnmächtig fühlen ,…..oder in seiner Existenz bedroht fühlen sind die Grundlagen für ein Traumatische Erfahrung.

Wir bewegen uns ab und an öfters nahe dran oder in dem Bereich ohne das es uns bewusst ist.

Wir schwächen solch erfahung selbst ab mit der Aussage „ da muss ja jeder durch“ also findet hier schon die Verleumdung statt das es eins sein könnte.



Zitat:
Widersprüchlich, wenn ich es mit meinen heutigen Augen betrachte. Mama hat sie immer zurecht gewiesen.
Aber gehört ist gehört. Und Papa schwieg sich aus.

Mama , Papa sind Vertrauens Personen , was zeigt hier der Vater ?
Ich komme dir nicht zu Hilfe ! Du musst allein eine Strategie entwickeln wie du damit klar kommst !

Zitat:
Kopf- und Nacken wurden von unzähligen Ärzten abgeklärt, im Krankenhaus, bei einer Warzenbesprecherin.
Ich erinnere mich, wie die Warzenbesprecherin mich ansah und sagte: "Du bist eine gute Schauspielerin, oder?" nachdem MAma die Gesamtsituation geschildert hatte.

Institutionelles Trauma ?

Man geht zu einer Institution wo man denkt das man Hilfe bekommt und dort passiert genau das Gegenteil.

Das aberkennen das die Schmerzen nicht erklärbar , nicht da sind , ist für solch Person sehr schlimm.

Auch hier denke ich das die Traumaenergie nicht erkannt wurde von der guten Dame.


Zitat:
Und ich ging nie wieder da hin. Ich fühlte mich schuldig und ertappt. Und zugleich zu unrecht verurteilt.

Also Fluchtmodus. Vermeidungsstrategie

Zitat:
Ich hatte tatsächlich immer wieder mal heftige Schmerzattacken, wo mir Hören und Sehen verging. Wo ich als Kind sagte, dass ich tot sein will. Irgendwie war ich schon früh recht dramatisch... Meine arme Mama.

Damit Mama dich sieht und du Aufmerksamkeit bekommst ? Machen Kinder ab und an.


Zitat:
Aber ich konnte ja auch nichts dafür.
Solche Attacken hatte ich aber eher abends oder nachts.

Jupp weil man da langsam aus dem Kampf und Fluchtmodus wechselt und in die Entspannung kommt aber die Traumaenergie im Körper steckt.


Zitat:
Ich hatte tatsächlich ganz schnell spitz gekriegt, dass ich mit Kopfschmerzen zuhause bleiben darf und es genutzt.

Der sekundäre Krankheitsgewinn.


Zitat:
Weil ich Mamas Liebe und Aufmerksamkeit genoß, dass im-Bett-bleiben, den ganzen Tag Buch lesen und nicht raus in die Welt gehen.

Wie war die Welt ? Gefährlich ?

Die Person mit einer komplexen ptbs sieht die Welt die Menschheit im gesamten als gefährlich an und geht in die Vermeidung und hat einen Safe Space , hier das Zuhause anscheint…..

Zitat:
Homöopathie war das einzige, was half. Nicht hundertprozentig, nicht immer, aber soviel mehr als alles davor.
Die Fehlzeiten wurden trotzdem in jedem Jahr mehr.
Nur in einem Halbjahr hatte ich nicht einen Fehltag; 9.Klasse, zweites Halbjahr - die Zeit, als Papas Alk. nicht mehr kaschierbar war und meine Familie zerbröckelte.

Die Sippe zerfällt ,…… der Mensch ist ein Sippen Tier. Zerfällt die Sippe oder man wird ausgestoßen bedeutet das Gefahr.

Zitat:
Ich weiß gar nicht, warum ich nicht zur Schule wollte.
Manchmal ne Mathearbeit und ich hatte den Stoff nicht verstanden. Referat steht an und ich will nicht.
Meist immer das: Angst zu versagen. Ich wurde nicht getadelt für eine fünf, sondern getröstet.

Was ja ein Kontrollverlust darstellt und der traumatisierte will Kontrolle haben um für sich Sicherheit zu erzeugen.


Zitat:
Aber ich habe es mir übel genommen. Nicht schlau genug zu sein.
Eigentlich ging ich gern zur Schule, hatte meinen kleinen, stabilen Freundeskreis, in dem ich sicher war, wurde nie gemobbt, hatte gute Noten. Aber stand etwas Ungemütliches an, hatte ich nun etwas gefunden, um den zu entgehen.
?

Also dann auch eigentlich nicht !

Zitat:
Oder kriegte wirklich Kopfschmerzen und dann musste ich auch kein schlechtes Gewissen haben, warum ich nicht WIE ALLE ANDEREN zur Schule gehe.

Bekomme ich Kopfschmerzen , darf ich zuhause bleiben , also bekommt das System Kopfschmerzen.


Zitat:
Eigentlich nicht. Schlimm war der Verlust meines Vaters, denn ich konnte ihn nicht akzeptieren, wenn er trinkt.




Zitat:
Mochte seine betrunkene, redseelige, gefühlsduselige Art nicht. Und sprechen konnte ich auch nicht. Mit keinem. Ich wollte nicht, dass irgendwer das weiß.

Also geht die Spannung nach innen ?

Zitat:
Einmal waren wir morgens allein in der Küche, weil ich so früh wach war.
Und ich war so traurig, dass ich endlich mal was sagte.
Ich fragte ihn: "Bist du glücklich, wie es ist?" Mit Tränen in den Augen.
Er sagte: "Nein." Und sah auch so unendlich traurig aus.
"Warum hörst du nicht einfach auf?"
Ich weiß gar nicht, ob er nicht geantwortet hat oder ich rausrannte.
Ich glaube, erst das eine, dann das andere.

Also die Trauer bei den Vater voll mitbekommen, durch deine Spiegelneuronen.
Also auch nicht ohne wie du siehst das zu beobachten und hast dich der Situation gegenüber stark ohnmächtig gefühlt.

Zitat:
Heute, mit eigener Alk., verstehe ich natürlich etwas mehr.
Wie man etwas lassen wollen und trotzdem machen kann.
Und dass es auch für ihn keine schöne Erinnerung ist.



Zitat:
Ich hatte von Anfang an die Rolle der Seelentrösterin eingenommen in dieser Freundschaft; und ich wollte und mochte diese Rolle sehr. Wollte wichtig für sie sein und ihr helfen.

Also wie bei Mama….


Die kümmererin …… ein Begriff aus der Traumatologie…..eine Person kümmert sich um das Umfeld damit es denen gut geht um für sich selbst Sicherheit dadurch zu erzeugen das es dem Umfeld und dann der Person selbst gut geht.


Zitat:
Bis ich eigene Probleme hatte, die keinen Raum fanden.

Um deine Problem durch andere zu überdecken,?


Zitat:
Ich versuchte nie wieder, ihr davon zu erzählen. Und kotzte innerlich auf sie ab, wenn sie mich mit ihren Problemen zutextete, von denen ich nichts mehr hören wollte.

Man sagt nichts , man erduldet weiter.


Zitat:
Ich war in mein Schneckenhaus gekrochen und schwieg, bis ich in die Psychiatrie kam.

Der Alk dient dazu „ was ich schon immer sagen wollte“…. Personen sagen dann oft was ……


Dro. Gras dient dazu das System runter zu fahren die Anspannung runter zu bekommen.


Zitat:
Wo ich die psychologischen Gespräche immer wieder durch "aktive Passivität" beendete; die Frage geht mir unter die Haut? Dann sitz ich da und sag nichts mehr, bis ich gehen darf.

Der Freeze Modus , oder passiv aggressives Verhalten 🤔

Zitat:
Ich fand die gesamte Zeit irgendwie nicht prall.
Ist vielleicht eher das Zusammenspiel vieler ungünstiger Verläufe gewesen, dass mich so aus der Bahn warf als eine einzelne spezifische Situation.

Mutitraumata, viele Ereignisse ergeben die Summe.

Bauklotz Effekt , das eine Situation dann ausreicht bis der Turm aus Bauklötze zusammen bricht.


Zitat:
Oh, das habe ich mich auch schon so oft gefragt.
Fühlte sich immer an wie fremdeingepflanzt.

Vielleicht ein Haufen gehässiger Stimmen, die mit den falschen Sprüchen versuchten zu erziehen?



Zitat:
Eine Menge dummer Worte, die ohne großes Denken in die Welt und kleine Kinderherzen gesetzt werden.

Und das kann viel auslösen.

Wenn ein Elternteil schlecht gelaunt nachhause kommt , denkt das Kind immer ,das das Kind dafür schuld ist.

Zitat:
Jedenfalls spricht meine innere Stimme hässlich, vorwurfsvoll und mit vielen Schimpfwörtern. Ich glaube und hoffe nicht, dass so mit mir umgegangen wurde erinnere mich auch nicht an sowas.

Abgespalten ? Macht die Psyche um Situation besser zu ertragen. Also auch das vergessen von Ereignissen.

Falsche Glaubensätze usw.

Zitat:
Aber es gibt ja auch Dinge die einen prägen, bevor das Gedächtnis vollständig ausgereift ist.
Ich werde es nie erfahren. Aber meine Eltern sind gute Menschen.


Es geht schon im Mutterleib los. Kinder bekommen über die Nabelschnur den ganzen Stress mit was im Leben der Mutter so schief läuft und es kann auf das Kind übertragen werden.


Pränatales Trauma ….

***
Ein Trauma im Mutterleib (pränatales Trauma) entsteht, wenn der Fötus extremen physischen oder emotionalen Belastungen der Schwangeren ausgesetzt ist. Die vorgeburtliche Phase prägt das Nervensystem tiefgreifend.

Ursachen
Belastungen wie extremer Stress, Angstzustände, Gewalterfahrungen, Dro. oder Alk. schwere Verluste der Mutter verändern die hormonelle Umgebung. Über die Plazenta fluten Cortisolund Adrenalin zum Kind und aktivieren dessen Stresssystem dauerhaft. Auch abgelehnte Schwangerschaften oder eine vorgeburtliche Todesangst (z. B. durch eine versuchte Abtreibung) können zu tiefen Prägungen führen.

Typische Auswirkungen und Folgen
Im Nervensystem: Das kindliche Gehirn passt sich an eine bedrohliche Umwelt an. Dies kann zu dauerhafter Übererregbarkeit (Hyperarousal) oder, in Extremsituationen, zu Erstarrungs- oder Dissoziationsmustern führen.
***


Zitat:
Vom nicht Funktionieren.
Vom Feheln, das auffällt und kommentiert wird.
Von Erwartungen, die ich an mich habe - und dann einfach drauf scheize und gar nichts mache.
Von zu vielen Gedankenspiralen, die ich zu unterbrechen lernen musste.
Von dem Gefühl, unbedingt stark wirken zu wollen, sein zu wollen - und der Unfähigkeit, den eigenen Tränenfluss zu stoppen.




Zitat:
Ich hab mein Leben lang gerne gelesen und geschrieben.
Aber immer wenn es darauf ankam - stand ich wortlos da.
Obwohl es in mir brodelte vor Worten.
Aus Angst, was Falsches zu sagen, zu denken, zu fühlen - erstarrte ich in der Situation und implodierte hinterher, wenn ich für mich war.

Das einfrieren ,… der Freeze Modus.


Zitat:
Ja, das traf mich hart.
Noch heute kommt manchmal beim heftigen Weinen unvermittelt der Gedanke "Ich will nach Hause" in mir hoch.
Da sitze ich, 35 Jahre alt in meiner eigenen Wohnung und denke mir: Ich bin doch zuhause!

Dr. Udo Bär hat einen Vortrag gehalten über die Generation die im zweiten Weltkrieg flüchten mussten.
Die Heimatvertriebenen….. die haben dadurch oft Traumata erlitten.

Der Umstand das du wieder dein Zuhause verlieren könntest , könnte unbewusst das Problem sein.

Zitat:
Aber zuhause ist wahrscheinlich eine Person, die mich tröstet.
Ist mein Mann da und mir zugewandt, kommt der Gedanke nicht.

Der co Regulatior ?


Zitat:
Safe Space.
Mama hat mich nicht mit ihren Gefühlen behelligt.

Dein Vater in der Küche damals auch nicht aber du hast ihn gelesen und es gespürt.

60-63 % der Kommunikation ist nonverbal. Deine Mutter hat über ihre Körpersprache mehr mit dir geredet als wie dir bewusst ist und du hast es alles ungefiltert empfangen denke ich mal.

Zitat:
Die Geschichte mit Papas Fremdgehen weiß ich nur, weil ich sie einmal belauschte, als sie am Telefon weinend einer Freundin ihr Herz ausschüttete.
Für mich hat sie den Fels gespielt. Bis ihre eigenen liegengelassenen Baustellen (Bluthochdruck, zuviel Arbeit, Zig., Stress) ihr den Boden unter den Füßen wegrissen.

Blutdruck = der Druck des Lebens.

Zuviel Arbeit = Arbeitssucht usw.

Zitat:
Nein, ich war einfach nur nicht mehr gerne zuhause. Wollte meinen Vater nicht sehen, um das alles wegzuschieben, was nicht sein sollte und nicht darüber nachzudenken und vor allem - nichts davon fühlen.

Vermeidungsstrategie. Was man nicht sieht ist nicht da.


Zitat:
Ich weiß nicht.
Ich erinnere mich an Weisheiten wie "Indianerherz kennt keinen Schmerz":
Ich erinnere mich, dass ich als Kind immer von Mama getröstet wurde.

Immer klingt nach vielen Vorfällen zum trösten.

Aber ich erinnere eine Situation, ohne Kontext, ohne Alter oder Zeitspanne:

Zitat:
Klein Löwenzeh weint laut auf dem Bett. Mit offener Tür.
Und ich heul und heul und heul und wundere mich: Warum kommt Mama nicht? Hört sie mich nicht?
Ich stupse die Tür noch weiter auf, für den Fall, dass sie mich nicht hört.
Um sicherzugehen, dass sie mich hört.

Aber anders als gewohnt und erwartet, kommt niemand.
Das war eine schlimme Erkenntnis in dem Moment.
Mehr weiß ich nicht.

Eine schlimme Situation ,…..Niemand kommt das Kind ist auf sich gestellt.

Zitat:
Hat es 5 Minuten gedauert? Oder 15? War ich 5 oder 10 Jahre alt?

Vermutlich eher um die 5 da , dort das Gefühl von Zeit noch nicht so entwickelt ist, da kommt es oft zu Fehleinschätzungen.

Zitat:
Hab ich ständig demonstrativ geheult und versucht, darüber meinen Willen zu bekommen?
Warum war ich so manipulativ?
Oder war mir unrecht getan wurden und ich hatte Grund zu weinen und wurde allein gelassen?

Gute Frage.

Zitat:
Ich könnte meine Mutter verstehen, wenn ich emotionale Erpressung über Tränen betrieben habe.
Das muss man halt lernen, dass man nicht immer nur laut weint und dann kommt einer.
Vielleicht sollte ich zu ihr kommen. Vielleicht bin ich danach zu ihr. Keine Ahnung.
Ich weiß nur noch das demonstrative Heulen und das schreckliche Gefühl von "Mama kommt nicht".


Zitat:
Wahrscheinlich hatte Papa sich zur Abwechslung mal durchgesetzt, Mamas Erziehung hinterfragt und sie hat es ausprobiert?
Ist das überhaupt relevant? Ich weiß es nicht.
Einfach nur die Erinnerung an ein hässliches Gefühl.

Ein Therapeuten fragen …..

x 1 #83


Löwenzeh
Es gäbe so schönes zu erzählen!
Vielleicht schaff ich's:

Gestern war ein heftiger Tag. Verletzung des Kindes und starke Weinerlichkeit wegen Schmerzen und eigene körperliche Wehwehchen (na, schon etwas plagender, es macht mich derzeit fertig, körperlich immer zu bangen, dass ich einbreche; und dann muss ich aufhören, mich zu sorgen, weil ich mich sonst in diese Ängste reinsteigere), ich war nur am Trösten, Verzweifeln, Nachdenken.
Es kamen unendlich viele Erinnerungen und Gedanken hoch durch mein Hilflosigkeitgefühl (das Kind hatte sich auf die Zunge gebissen, stark, überall Blut und er schrie und weinte fürchterlich lange)
Auch wegen dem Schreiben mit euch.
Als wäre ein Knoten geplatzt und auf einmal erkenne ich soviel.

Ich erkannte, wie ich meinem Mann zur Last falle mit diesem Hang zum Drama und der Weinerlichkeit.
Ich fühlte mich schlecht, Trieb mich zu Arbeiten an (Fliegengitter anbringen, Bett beziehen, etc.) statt Schlaf nach der 4-Stumden kurzen Nacht reinziholen.
Ich hätte nicht schlafen können; der Kopf rattert nonstop seit zwei Tagen, irgendwie ist das sogar noch dringlicher als Schlaf. L. war eh nach 20 min wach und weinte wieder schrecklich. Mit einem Mal die Zunge stark geschwollen und mir ging der A. auf Grundeis; ich brauchte Zuspruch.
Ich telefonierte mit T., wir überlegten gemeinsam was sinnvoll ist, ich zögerte noch bei Kinderarzt, weil ich es eigentlich für harmlos wenn auch schmerzhaft hielt. Aber T. ist vorsichtiger und umsichtiger als ich und bestärkte mich, den Arzt (E-Mail) zu kontaktieren. Sofort fühlte ich mich besser, wieder klarer, zuversichtlich.
L. schlief bald, Arzt gab mir Infos und wir verblieben damit: ich kann spontan reinkommen wenn nötig, bzw. ggf. gleich Kieferchirurgie oder Notarzt kontaktieren. Alles im Hals und Mundbereich, was anschwillt und Panik auslösen kann wegen Atemnot, gleich Rettungswagen, erfuhr ich. Gut zu wissen.

Schwellung ging weg, Kind nicht gut drauf und ganz müde, schlief dann zwischendurch auf meinem Bett weg.
Ich machte Hausarbeit, Gedankensprünge , Selbsterkenntnisse in den nächsten zwei Stunden.
Liegengelassenes, innen wie außen , wurde betrachtet und angegangen.
Hab geheult wie ein Schloßhund, wenn auch nicht unentwegt.

Die Fliegengitter brachte ich an, damit ich auch was vorzeigen kann.
T. sich freut.
Deshalb bezog ich noch das Bett.

Er kam heim, da war ich mit L. unüblicherweise im Schlafzimmer bei geschlossener Tür. Ich am Bett beziehen , er rief nach uns, ich antwortete, was er nicht hörte.

T. ging erst in jeden anderen Raum, wo sind die, draußen etwa. Er war übelst genervt, harter Tag , verschwitzt und sagte was , ich weiß gar nicht mehr, nichte Böses, nur irgendwas vorwurfsvolles und unnötiges.

Ich habe hart geschluckt, denn ich hatte mir vorgenommen: heute wird T. nicht mit meiner Tageslaune überschwemmt (und wahrscheinlich betet er jeden Tag, dass ich bloß gute Laune habe, weil ich dann sonnig und nicht explosiv bin).

Ich habe nachgedacht und erkannt, was ich ihm manchmal zumute. Nannte es die One-Woman-Show; wenn ich nicht zurecht komme, die Hormone noch mit rein spielen, nur um mich und mein Empfinden kreisen und ich ihn einfach nur zutextete und vollheule und überempfindlich reagiere, wenn er genervt ist; weil er selber Raum braucht und ich alles einnehme. So einen Vorwurf hat er mal geäußert, man tat das weh. Ist aber was dran. Wenns auch nur in auserlesenen Momenten ist.
Diese Momente sind für T. vielleicht einfach eine stunden- oder tagelange Tortur.
Das will ich nicht mehr.

Also schluckte ich meine Tränen runter, die direkt loslegen wollten. Er war gerade zur Tür rein und ich wollte so gerne abgelöst und gehalten und getröstet werden.
Aber er will auch unbedingt tun, was er für sich braucht. Ich nahm mich zurück, genug One-Woman-Show für heute und es fühlte sich richtig und gut an. Und T. machte es extra schwer; er konnte seine Laune halt auch nicht ganz bei sich behalten. War unüblich harsch zum meckern den, heulenden L. (Nerv nicht, in aggressivem Ton, da hab ich gemaßregelt, T. mir zugestimmt. Sich sichtlich Mühe gegeben, seine Emotionen bei sich zu halten. Sowie ich. Wieder sanfter geworden, dann wieder kleine Unstimmigkeit hier und da.

Statt Lob und Freude für das Fliegengitter, gab es ein Vorwurf: was ist mit dem Bild (T. und ich) passiert?!
Das war samt Plastikbilligrahmen vom Regal gestürzt; Fenster gegen geschlagen beim Gittern. Sag ich so.

Er guckt argwöhnisch, stinkig, unzufrieden. Der Rahmen war etwas auseinander an einer Ecke, ein Stückchen (winzig) abgebrochen.
Hatte ich in meiner üblichen Unachtsamkeit für meine Umgebung nicht gesehen. Hab's nur aufgehoben und zurück gestellt und mein Fliegengitter gefeiert.

T. nimmt immer gleich das Schlimmste an. Kein Wunder, er hat es erlebt...
Malt schwärzer als ich und kriegt schnell Panik. Ich muss aufpassen, mich da nicht anzustecken; ich sortiere die Situationen oft harmloser und mMn zutreffender ein.

Oft denke ich aber auch einfach nicht weiter als bis zu meiner Nasenspitze und da ist T.s Umsicht ein wertvoller Gewinn. Der Mann steckt voller guter Ratschläge.Da ergänzen wir uns tatsächlich.
Er sensibilisiert mich, ich beruhige ihn.

Ich verstand, er dachte, ich hätte das vielleicht mit Absicht gemacht. Was er mir manchmal an Beweggründen unterstellt, verletzt mich.
Aber das macht er tatsächlich bei jedem und das muss ich auch sehen.

Ich sagte, ich hätte Lob erwartet und das mit dem Rahmen nicht gesehen. Er lobte mich, erzählte mir, wie er den Rahmen gerichtet hätte, wir küssten uns, Krise abgewendet.

Aber weiter geht es. Ich ziehe das Kind an, will raus, T. eine Atempause verschaffen, L.s Nervigkeit mildern.
Ich will überhaupt nicht raus😂
mein Bein macht Zicken, beängstigende Muskelkrämpfe (na, kurz vor Krampf) heute erstmals im Unterleib.
War die ganze Zeit Bein oder Knie und plötzlich heute der Bauch, aus dem Nichts.

Psychosomatisch? fragte ich mich selbst, als es heute morgen in einer komischen Situation erstmals passierte.
Nicht zum ersten Mal, denn die ganze Kiste ist diffus, wandert seit Wochen von oben nach unten, war auch schonmal rechts, aber eigentlich nur links. Verrückt...

Anderes Thema, ich bin da dran und auch da fühlte es sich wie eine Erkenntnis an.

Ich hab also d n Kopf voller Müll und Angst, mein selbst gestresster und direkt von L. überforderter Mann (emotional, er macht trotzdem mit und hilft uns bleibt ruhig) reißt sich auch zusammen.

Und er hat Hunger, nichts gegessen außer Obst, wie immer. Hunger bekommt ihm nicht, wird aggro bei niedrigem Blutzucker. Weiß er irgendwie, ich auch, seine Mutter hat Diabetes, da bekommt man ernährungstechnisch einiges Wissen zwangsläufig mit.

Sollten wir vielleicht mal in die Tagesplanung reinnehmen... Soviele Schalter, die man drücken kann. Aber richtige Ernährung fällt uns beiden schwer.

Jedenfalls, ich ziehe das Kind an, das nicht mitarbeitet um den Spaziergang zu machen, von dem ich mir wünschte er würde mir abgenommen.
Und da kommen noch mehr Vorwürfe, oder höre nur ich meine alleinige Verantwortung?

"Und was soll ich jetzt essen?"
"Ich weiß es nicht. Ich muss noch einkaufen, aber ich schaff das nicht mit L. zu schleppen (ich trag das Kind viel, vielleicht soackt mein Körper auch deshalb, aber ich WILL mein Kind tragen, wenn er das will😖 ich MUSS stark genug dafür sein... Und bin ich es nicht, verlange ich es trotzdem. Weil es sonst kein anderer macht... Aber das weiß ich eigentlich auch erst, wenn's soweit kommt. T. überrascht mich immer wieder, wenn es darauf ankommt.

Sorry, was ein oberwirrer Text voller Rückblenden und Gedankensprünge.
Willkommen in meinem Kopf.
Zurück zum Text...

"Ich weiß nicht was du essen kannst, kannst du bitte die Verantwortung für deinen Hunger selbst übernehmen und dir was suchen?"

Ich werfe ihm oft vor, sein Kram an mich abzuwälzen.
Es ist einfach bei manchem so; andererseits ist er alleinig für Technik und online Bestellungen zuständig, da strecke ich alle Viere von mir und schrei :
"Kann ich nicht, mach ich nicht, will ich nicht lernen, keine Geduld dafür"...
Aber technische Probleme und Bestellungen finden halt nicht so oft statt wie Einkäufe und Mahlzeiten, Haushaltsgeldrechnungen und was noch alles.
Aber dafür bin ich doch Zuhause? Nein. Für's Kind bin ich Zuhause. Und das frisst meine Aufmerksamkeit und Energie. Haushalt ist zweitrangig. Da mach ich mittlerweile weniger als früher ohne Kind und T. mehr.
Mahlzeit und Einkauf und Haushaltsgeld hing immer an mir. Gewolltermaßen.
Also irgendwie ist es schon ganz gut aufgeteilt, aber vielleicht noch feinjustieren.

Oh Mann... Wo war ich?
Ist hier ne Improvisation, falls wer fragt.

Zusammenfassung:"Was soll ich jetzt essen?!"
"Ich weiß nicht, such dir was, ich muss jetzt Spazieren und weiß nicht, ob ich noch den Einkauf heute packe. Mein Bein ist wieder schlimmer."
"Du bist alt genug, kannst du bitte die Verantwortung für deine Ernährung übernehmen und nicht bei mir abladen? Überleg dir selbst was!"

Da war er verletzt und wurde patzig. Sagte, das er sich halt täglich was kauft am Bahnhof dann.
Und das war so blöde und verantwortungslos, wo jeder Monat mehr Tage als Geld hat und unsere Ersparnisse zur Neige gehen.
Wo ich mir Monat für Monat nen Kopf mache, wie die 800Euro aus Elterngeld und Kindergeld passend mache, wo ich vor lauter Inflation kein Land mehr sehe.

Ich ging selbst zum Vorwurfsmodus über. Dass ich mir nichts für mich kaufe, mal ein Kaffee to Go ist das höchste. Und er steckt das Geld in 3.50Euro Brezeln, die ihm nicht schmecken am Bahnhof.
Ich ging von meinem Knie an und wurde emotional.
Die Tränen schossen ein, der Mund verzerrt sich zur schmerzverzerrten Fratze, der Tonfall wird unweigerlich hoch, schrill, anstrengend.
Mein Mann winkt genervt ab, gehässig und ging in ein anderes Zimmer.

Wir tauschten noch im Schlafzimmer irgendwelche falschen Worte und ich unterbrach meine eigenen Vorwürfe damit , dass ich so nicht sein und reden will und wir es später versuchen. Ich geh jetzt spazieren.

Ich stand heulend an der Spüle (Apfel abwaschen als Snack) und dann wurde der Tag endlich schön.
Während ich mich fragte, wie ich denn jetzt die Tränen stoppen, kommt mein Mann, keine zwei Minuten nach dem Wortwechsel in die Küche.
Unverzüglich zu mir, Schloss mich in die Arme und entschuldigte sich von sich aus dafür dass er sich so blöde verhalten habe.

Mir fiel ein Betonklotz vom Herzen und ich ging glücklich mit meinem Kind spazieren und hatte endlich ausgeweint.
Der Rest des Abends war mit L. anstrengend, aber mit T. traumhaft.
Und ich war völlig durch, drüber, überdreht, übermüdet, überreizt und überglücklich.
Lag bis ein Uhr denkend wach, um fünf war die Nacht vorbei.
Letzte Nacht war ganz schlaflos, nur von halb zwei bis vier, mit Unterbrechung...

Aber ich brauchte das Schreiben mehr und mein Kopf hätte eh nicht geruht.
Für meine Beinbeschwerden sind harte Tage und kurze Nächte aber echt bescheiden. Ich glaube, Schlafmangel spielt in der ganzen Kiste auch eine nicht zu verachtende Rolle.

x 2 #84


Q
Zitat von Löwenzeh:
Und warum scheint mir so oft, du willst mich verletzen?

@Löwenzeh

Dein Text sprüht vor Schmerz und wenig Hoffnung.
Irgendwann, so scheint mir, hast Du Dich fürs schweigen entschieden. Eigentlich solltest Du für all das Worte finden und mitteilen: ihm.
Entweder er kommt damit zurecht und kann das mit Dir tragen, besprechen und auch verändern wollen. Wenn das Gefühl da ist, dass er dich verletzen möchte, ist das einfach nicht mehr eine gesunde Basis. Ich denke, dass reden ein erster Weg sein könnte und ihr könntet das gemeinsam mit jemand neutralem machen.

Alles Gute für Dich!

x 1 #85


Q
Zitat von Löwenzeh:
Aber richtige Ernährung fällt uns beiden schwer.

Wieso?
Es geht doch dabei nicht nur um euch sondern auch um ein Kind. Da wäre doch ein Antrieb?!

Struktur reinbringen, würde euch gut tun. Aber nicht im Sinne von noch mehr Leistung sondern eher täglich 1 Stunde für euch ohne Stress, einfach zB gemeinsam rausgehen? Spazieren, Radfahren, laufen, wenn jetzt keine großen Unternehmungen gehen.

x 2 #86


FrauDrachin
Zitat von Löwenzeh:
Nicht reinsteigern bemühe ich mich schon.

Ok, euer beider psychologischer Hintergrund macht die Sache natürlich schon deutlich komplizierter.

Oder eben auch wieder nicht.
Auch wenn er stark traumatisiert ist, und manche Dinge einfach nicht kann, ist es immer noch dein gutes Recht, ja sogar deine Pflicht dir gegenüber, dir gut anzuschauen, ob und wenn ja wie dich da dazusortieren kannst.
Und weiter ist es seine Pflicht, sich zumindest klar zu sein, welche Einschränkungen und Trigger er aufgrund seiner Erlebnisse hat, und wie er diese Dinge möglichst wenig bei dir und seiner Familie abladen kann.
Aus deinen bisherigen Themen gewinne ich ehrlich gesagt den Eindruck, dass du schon auf Zehenspitzen um ihn rumschleichst, und trotzdem dauernd "Fehler" machst, die dann zu den unschönsten Szenen führen. Das ist halt auch kein Leben.
Und das problematischste daran ist, dass du dir selber immer unsicherer wirst in deinem Verhalten und deinem Selbstbild. Das ist ein riesiges Problem.

Deswegen finde ich das mit dem "nicht reinsteigern" schwierig.
Du hast ja schon mehrere Situationen geschildert, wo dir noch in der Situation ungefähr klar war, was da gerade abgeht und versucht hast, alle deine Handlungsmöglichkeiten auszuschöpfen, und du trotzdem deinen Zusammenbruch und das Eskalieren der Situation nicht verhindern konntest. Oder habe ich das falsch verstanden?
So kann man doch nicht leben.
Das würde ich schon ernst nehmen, und genau anschauen. Muss ja nicht gleich zur Scheidung führen, aber das ist die Situation.
Er ist traumatisiert, du hast auch dein Päckchen zu tragen, ihr seid beide überfordert obwohl ihr euch wirkich sehr Mühe gebt, euer Alltag ist ein Mienenfeld, und du gehst nach und nach kaputt. Das ist es, was für mich an der Situation ankommt.
Übrigens wäre das, um auf deine Eingangsfrage zurückzukommen, eine gute Formulierung, um ohne Vorwurf, aber auch ohne Weichspühler die Situation zu benennen.

Also. An seinem Trauma ist nichts zu ändern.
An seinen Copingstrategieen wahrscheinlich nur begrenzt.
Kannst du Wege finden, um wirklich auch gerne JA zu sagen, dass du dann halt einfach mehr tragen musst?
Wie kannst du dich abgrenzen, dass du genau diese Dinge nicht mehr persönlich nimmst?
Wie und woher kannst du in solchen Situationen etwas Unterstützung und Entlastung finden?
Wie kannst du seine Aufgaben und seine Themen wirklich bei ihm lassen?

Nachtrag: und wieder scheint dein letzter Post alles in ein neues Licht zu rücken, oder doch wieder nicht. Ich lass dir mal eine ganz liebe Umarmung da.

x 3 #87


Hola15
Zitat von Löwenzeh:
bestärkte mich, den Arzt (E-Mail) zu kontaktieren. Sofort fühlte ich mich besser, wieder klarer, zuversichtlich.


Guck, vielleicht eine Erkenntnis zum merken und in ähnlichen Situationen zum dran erinnern.
Hol dir Rat und Unterstützung wenn dir das hilft. Du darfst dir helfen lassen.


Zitat von Löwenzeh:
Ich erkannte, wie ich meinem Mann zur Last falle mit diesem Hang zum Drama und der Weinerlichkeit.


Vermutlich. Das Problem bei euch ist, dass ihr euch aneinander die harte Challenge ausgesucht habt. Ihr seid beide nicht sonderlich reguliert (komplett ohne Vorwurf) und zieht euch gegenseitig rein.

Es ist eine Gratwanderung zwischen Gefühle wahr- und ernstnehmen und sofort ohne Stopp darauf zu reagieren.

Du fängst gerade an das super wahrzunehmen. Du hast dich gestern selbst beobachtet, wahrgenommen was in dir vorgeht und immer wieder versucht und auch geschafft, dir das Stopp-Signal zu setzen und konstruktive Wege gefunden. Klasse. Weiter so!

Ich klaue jetzt mal Stefanie Stahls Worte: Ertappen und Umschalten.

Du musst und solltest auch nicht alles was von ihm kommt zu dir nehmen.

Und kannst trotzdem hinspüren was an Altem und Unbewältigtem da in dir angerührt wird.
Nimm es in der Situation einfach nur wahr. Und merke es dir ( von mir aus mach dir ne Sprachnotiz) um dem Raum zu geben wenn du Zeit hast.

Nun hast du dir, die quasi schon immer mit „Versagensgefühlen“ struggelt, genau einen Mann ausgesucht, der das ständig triggert. Schon interessant, oder?

Zitat von Löwenzeh:
Ich muss aufpassen, mich da nicht anzustecken;

Ja


Zitat von Löwenzeh:
Ich sagte, ich hätte Lob erwartet und das mit dem Rahmen nicht gesehen. Er lobte mich, erzählte mir, wie er den Rahmen gerichtet hätte, wir küssten uns, Krise abgewendet.

Wow! Guck, du hast klar (und ruhig) kommuniziert was dein eigentliches Bedürfnis war und es wirkte de-eskalierend und du hast dein Bedürfnis erfüllt bekommen.


Zitat von Löwenzeh:
mein Bein macht Zicken, beängstigende Muskelkrämpfe

Nimm es wahr ohne dich reinzusteigern. Solange es nichts ernstes ist. Kümmere dich drum Struktur zu schaffen und setze die Prioritäten auf die Erfüllung der Grundbedürfnisse.


Zitat von Löwenzeh:
Und er hat Hunger, nichts gegessen außer Obst, wie immer. Hunger bekommt ihm nicht, wird aggro bei niedrigem Blutzucker.

Ist bei euch beiden so. Auch wenn’s schwer fällt. Versucht Struktur zu schaffen. Regelmäßige Ernährung und Schlaf.
Überlegt euch wie ihr das möglichst einfach gestaltet. Z.B. abends einfach ein simples Over-Night Oat herrichten. Haferflocken und Milch. Ab in den Kühlschrank. Morgens Skyr und Nüsse, Obst/ ne Banane rein … und der Tag startet schon mal mit Energie den wichtigsten Nährstoffen.

Ich bin da auch schlecht. Aber glaub mir, ihr müsst euch dringend ne Basis schaffen und die Grundbedürfnisse erfüllen. … sonst ist alles nix.

Zitat von Löwenzeh:
"Ich weiß nicht was du essen kannst, kannst du bitte die Verantwortung für deinen Hunger selbst übernehmen und dir was suchen?"

Klasse reagiert!


Zitat von Löwenzeh:
und ich unterbrach meine eigenen Vorwürfe damit , dass ich so nicht sein und reden will und wir es später versuchen. Ich geh jetzt spazieren.


Wieder klasse!

Zitat von Löwenzeh:
Während ich mich fragte, wie ich denn jetzt die Tränen stoppen, kommt mein Mann, keine zwei Minuten nach dem Wortwechsel in die Küche.
Unverzüglich zu mir, Schloss mich in die Arme und entschuldigte sich von sich aus dafür dass er sich so blöde verhalten habe.

Und es geht doch …

x 3 #88


Hola15
Ach und noch was… mich springt bei dir einfach immer wieder AD(H)S an.

x 2 #89


Löwenzeh
@Hola15
Ich hab genug Diagnosen... Und lehne das für mich ab.
Ist mir egal, wie wer was nennt.

Ich will jetzt im innen gut zu mir sein und das kann ich.
Egal,wie es benannt wird: ich finde jetzt meinen konstruktiven Weg im Umgang mit mir selbst.
Und das wird viele Probleme im Außen mit betreffen und tangieren und verändern.

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